Bachelorarbeit, 2017
82 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung
1.3 Aufbau der Arbeit
2 Grundlagen zum Krankheitsbild Arthrose und zum Gesundheitswissen
2.1 Das Krankheitsbild Arthrose
2.1.1 Bedeutung der Erkrankung für das Gesundheitssystem
2.1.2 Bedeutung der Erkrankung für Betroffene
2.1.3 Prävention
2.2 Die Bedeutung des Gesundheitswissens
2.2.1 Gesundheitswissen als Teil der Gesundheitskompetenz
2.2.2 Forderungen der DGbV
2.3 Zwischenfazit
2.4 Formulieren der Forschungsfrage
3 Methodik
3.1 Porträt der ausgewählten Physiotherapeuten-Praxis
3.2 Sichtung und Auswahl spezifischer Studien zum Informationsverhalten
3.3 Dimensionale Analyse und Strukturbaum
3.4 Vorbereitung und Durchführung einer Umfrage mittels HELP-Fragebogens
3.5 Bibliothek Dresden-Langebrück
4 Ergebnisse
4.1 Ergebnisse der Betroffenen-Befragung
4.2 Auswertung spezifischer Studien zum Informationsverhalten
4.3 Ergebnisse des Projekts „Generation Plus“
4.4 Zusammenfassung
5 Diskussion
5.1 Kritische Reflexion des eigenen Vorgehens
5.2 Kritische Reflexion der Gesamtergebnisse
5.3 Bausteine eines zielgruppenorientierten Gesundheitswissen-Konzeptes
5.4 Fazit und Ausblick
Das Hauptziel dieser Arbeit besteht darin, ein bürgerorientiertes Konzept zur Steigerung des Gesundheitswissens bei Arthrose-Patienten zu entwickeln. Dabei wird erforscht, wie die Gesundheitskompetenz der Patienten in einer Physiotherapie-Praxis einzuschätzen ist, welcher Informationsbedarf besteht und welche Bausteine für eine zielgruppengerechte Stärkung des Wissens wissenschaftlich begründet implementiert werden können.
Grundbaustein 1: Aufklärung über Arthrose
Zunächst muss und will der Patient über seine Erkrankung grundlegend aufgeklärt werden. Dazu gehört die genaue, aber nicht zu komplizierte oder gar in medizinischer Fachsprache kommunizierte Beschreibung des Krankheitsbildes und die Abgrenzung von ähnlichen Erkrankungen. Dies kann während der physiotherapeutischen Behandlung geschehen, geht dann allerdings nicht allzu sehr in die Tiefe, weil sonst die Behandlung nicht adäquat durchgeführt werden kann. Für einen kurzen Austausch, während einer oft zusätzlich verschriebenen Behandlung mit Ultraschall, sollte sich Zeit finden.
Ergänzend zu Gesprächen können von Firmen des Medizinprodukte-Vertriebs Plakate oder Flyer angefordert werden, die den Patienten einen ersten Eindruck über Aussehen und Funktion von Gelenken verschaffen. Um nicht für jede Erkrankung Bilder vorzuhalten, ist es ausreichend, Grafiken gesunder Gelenke zu nutzen. Diese können im Wartebereich angebracht werden, um ein Interesse für den Aufbau eines Gelenks zu wecken. Kreative Mitarbeiter können Abbildungen von degenerativ veränderten Gelenken zusammenstellen oder Bilder ausdrucken und in einem separaten Ordner auslegen, auf den Patienten Zugriff haben.
Eine weitere Möglichkeit besteht in der Kontaktaufnahme zu Krankenkassen, die spezifisches Informationsmaterial bereitstellen können, das als zusätzliches Anschauungsmaterial in der Praxis Verwendung findet. Dort sind im Allgemeinen die Definition des Krankheitsbildes, Informationen zur Therapie, Bilder und Hinweise zu weiteren Informationsquellen aufgeführt. Die Patienten sollen sich, wie im Gesundheitsmodell von Kriegesmann et al. vorgestellt, Fertigkeiten, explizites und implizites Wissen aneignen, um ihre Handlungsfähigkeit als Teil der individuellen Gesundheitskompetenz grundsätzlich zu entwickeln.
1 Einleitung: Die Arbeit beleuchtet die Bedeutung von Empowerment und Gesundheitswissen bei Arthrose-Patienten und formuliert die Forschungsfrage zur Entwicklung eines Stärkungskonzepts.
2 Grundlagen zum Krankheitsbild Arthrose und zum Gesundheitswissen: Es werden medizinische Grundlagen der Arthrose, die Bedeutung von Gesundheitswissen und Gesundheitskompetenz sowie relevante gesetzliche Rahmenbedingungen wie das GKV-Versorgungsstärkungsgesetz erläutert.
3 Methodik: Dieses Kapitel beschreibt das Vorgehen bei der empirischen Untersuchung, inklusive der Auswahl von Studien zum Informationsverhalten und der Anwendung des HELP-Fragebogens in einer Physiotherapie-Praxis.
4 Ergebnisse: Die Ergebnisse der Patientenbefragung werden ausgewertet, ebenso wie Erkenntnisse aus spezifischen Studien und dem Projekt „Generation Plus“ der Dresdner Bibliotheken.
5 Diskussion: Die Arbeit reflektiert kritisch das eigene Vorgehen, diskutiert die Ergebnisse und leitet daraus sieben zentrale Bausteine für ein Konzept zur Stärkung des Gesundheitswissens bei Arthrose-Patienten ab.
Arthrose, Gesundheitswissen, Gesundheitskompetenz, Empowerment, Physiotherapie, Patientenschulung, HELP-Fragebogen, Prävention, Gesundheitskommunikation, Patientenorientierung, chronisch degenerative Gelenkerkrankungen, Bibliothek, Informationsverhalten, Gesundheitsbildung, Bürgerorientierung.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Stärkung des Gesundheitswissens von Patienten mit Arthrose, die in einer Physiotherapie-Praxis in Behandlung sind, um deren Selbstmanagement zu verbessern.
Die zentralen Themen umfassen die Definition von Gesundheitskompetenz, die Analyse von Informationsbedarfen bei chronischen Gelenkerkrankungen und die Nutzung niedrigschwelliger Bildungsorte wie Bibliotheken.
Das Ziel ist die Erstellung eines wissenschaftlich fundierten Konzepts, bestehend aus sieben Bausteinen, das Physiotherapeuten dabei unterstützt, das Gesundheitswissen ihrer Patienten effektiv zu fördern.
Es wurde eine Befragung mittels des HELP-Fragebogens (Health Education Literacy of Patients with Chronic Diseases) in einer Physiotherapie-Praxis durchgeführt, ergänzt durch die Analyse vorhandener Fachstudien.
Der Hauptteil behandelt die theoretischen Grundlagen des Krankheitsbildes Arthrose, differenziert zwischen Gesundheitswissen und -kompetenz und erarbeitet konkrete konzeptionelle Maßnahmen für die physiotherapeutische Praxis.
Wichtige Begriffe sind Arthrose, Gesundheitskompetenz, Empowerment, Physiotherapie, Patientenorientierung und Gesundheitskommunikation.
Bibliotheken fungieren als wichtige Lernorte, die durch Projekte wie „Generation Plus“ den Zugang zu Gesundheitsinformationen erleichtern und somit die Eigenverantwortung der Patienten stärken.
Die Unterteilung in Informationstypen erlaubt eine zielgruppengerechte Ansprache, wobei für jede Gruppe unterschiedliche Kommunikationsstrategien erforderlich sind, um die Effektivität von Informationsangeboten zu steigern.
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