Bachelorarbeit, 2017
90 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
2 Theoretischer und empirischer Hintergrund
2.1 Rezeption und Bewertung
2.1.1 Rezipient
2.1.2 Entwicklung der Mediennutzung von Rezipienten
2.2 Mediennutzungstheorien
2.2.1 Uses-and-Gratifications-Ansatz
2.2.2 Mood-Management-Theorie
2.3 Charakteristika einer Fernsehserie
2.3.1 Merkmale einer Fernsehserie
2.3.1.2 Merkmale einer Actionserie
2.3.2 Beschreibung der Handlung und Hauptfiguren der untersuchten Serien
2.3.2.1 24
2.3.2.2 Alarm für Cobra 11 - Die Autobahnpolizei
2.4 Beschreibung darstellerischer Mittel und deren Einfluss auf die Rezeption am Beispiel von 24 und Cobra 11
2.4.1 Dramaturgie
2.4.2 Spannung
2.5 Beschreibung der Hauptfiguren aus 24 und Cobra 11
2.5.1 Jack Bauer
2.5.2 Semir Gerkan
2.6 Beziehungen zu Medienfiguren
2.6.1 Identifikation
2.6.2 Medienempathie
2.6.3 Sozialer Vergleich
2.6.4 Parasoziale Interaktion und Beziehung
2.7 Charakteristika der Actionserien Cobra 11 und 24
2.8 Fragestellung und Hypothesen
3 Methode
3.1 Stichprobe
3.2 Versuchsmaterial
3.3 Versuchsablauf
4 Ergebnisse
4.1 Vorbereitende Datenanalyse
4.2 Beschreibung der erfassten Variablen
4.3 Befunde zu den Hypothesen und weiterführende Analysen
5 Diskussion
6 Ausblick
Die Arbeit untersucht medienpsychologische Faktoren, die die Attraktivität von Actionserien für den Zuschauer bestimmen, mit besonderem Fokus auf die Rolle der Hauptfiguren und die Intensität parasozialer Interaktionen. Die zentrale Forschungsfrage lautet: Warum konsumieren Rezipienten Actionserien und welche Bedeutung wird der Hauptfigur zugeschrieben?
2.4.1 Dramaturgie
Grundsätzlich sind die Filmhandlungen (von Actionserien) straff inszeniert und führen klar auf ein Ziel zu (Müller, 1962). Unterschiedlich ist dabei die Struktur. So sind Episodenserien auf eine vertikale Dramaturgie (abgeschlossene bzw. episodische), Fortsetzungsserien auf eine horizontale also fortlaufende Dramaturgie ausgelegt (Lang & Dreher 2015; Mikos 2015).
In horizontal erzählten Serien wie 24 werden mehrere Handlungsstränge auf unterschiedliche Art verflochten und in verschiedenen Zeiträumen fortgeführt (Schlütz, 2016). Die unterschiedlichen Handlungsstränge werden in 24 videografisch dargestellt (Chamberlain, & Ruston, 2007). “Right from the start, 24 impressed audiences and reviewers with the foregrounding of video effects such as digital clocks, on-screen text, split-screens, and especially three, four, and five-images screens” (ebda., 2007, pp. 16-17). Durch den Einsatz dieser und auch narrativer Spannungselemente entsteht eine außerordentlich spannungsreiche und packende Erzählung, unterstützt durch das Bewusstsein der permanenten Gefahr (Mikos, 2015). Innovativ ist der Echtzeitcharakter der Serie, d.h. „24 Stunden im Leben des Protagonisten Jack Bauer entsprechen genau 24 Stunden im Leben des Zuschauers“ (ebda. 2015, S. 337; Peacock 2007) und damit 24 Episoden einer Staffel. “Viewers cannot escape the emphasis on real-time, whether from the intertitle and voiceover, the ticking digital clock before commercial breaks, or the metronymic sound effect that accompanies the clock” (Chamberlain, & Ruston, 2007, p. 19). Dieser dicht dargestellte Zeitmangel legt einen Ausnahmezustand nahe, in dem das Überschreiten gesetzlicher und moralischer Grenzen mehr legitimiert erscheint (Heinen & Gaus 2006; Hagener 2013). “… 24's split-screen bombards the viewer with information and carries a similar sense of hyperactivity” (Chamberlain, & Ruston, 2007, p. 17). Splitscreens geben dem Rezipienten auch einen Überblick über die verschiedenen Handlungsstränge und erzeugen in ihm die Illusion, Augenzeuge zu sein (E. Birk, & H. Birk, 2005). Handlungsstränge und das Zeitmoment werden am Ende einer Episode durch Cliffhanger aufgegriffen.
1 Einleitung: Die Einleitung führt in das Thema der Medienrezeption ein und definiert das Ziel der Untersuchung, Attraktivitätsfaktoren von Actionserien und die Bedeutung von Hauptfiguren zu identifizieren.
2 Theoretischer und empirischer Hintergrund: Dieses Kapitel liefert die wissenschaftliche Basis, indem es Mediennutzungstheorien und die spezifischen Charakteristika sowie Dramaturgien von Actionserien erläutert.
3 Methode: Hier wird das Design der Online-Befragung dargelegt, einschließlich der Stichprobenbeschreibung und der Erläuterung der verwendeten Messinstrumente (PSI-Prozess-Skalen).
4 Ergebnisse: Das Kapitel präsentiert die statistische Auswertung der erhobenen Daten und prüft die aufgestellten Hypothesen hinsichtlich der parasozialen Interaktion und Wahrnehmung der Charaktere.
5 Diskussion: Die Ergebnisse werden kritisch hinterfragt, in den Kontext bestehender Literatur eingeordnet und auf ihre theoretische sowie praktische Relevanz hin geprüft.
6 Ausblick: Der abschließende Ausblick fasst den wissenschaftlichen Mehrwert der Studie zusammen und gibt Hinweise für künftige Forschungsansätze.
Actionserien, Medienrezeption, Parasoziale Interaktion, Hauptfiguren, Spannungserleben, Dramaturgie, 24, Alarm für Cobra 11, Medienpsychologie, Serienrezeption, Nutzerverhalten, Charakterbindung, Identifikation, Unterhaltungsmedien, Zuschaueranalyse.
Die Arbeit analysiert medienpsychologische Aspekte der Rezeption von Actionserien und untersucht, welche Faktoren diese Serien für Zuschauer attraktiv machen.
Im Zentrum stehen die Medienrezeption, die parasoziale Interaktion mit Serienfiguren, die Bedeutung der Dramaturgie und die Unterschiede zwischen Episoden- und Fortsetzungsserien.
Ziel ist es, die Gründe für die Rezeption von Actionserien zu identifizieren und die spezifische Bedeutung zu verstehen, die Zuschauer den dort handelnden Hauptfiguren beimessen.
Die Untersuchung basiert auf einer quantitativen Online-Befragung von 182 Probanden, deren Daten mittels statistischer Verfahren (SPSS) ausgewertet wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, eine detaillierte Beschreibung der untersuchten Serien (24 und Cobra 11), eine Darstellung der verwendeten Analysemethoden sowie die Präsentation und Diskussion der Ergebnisse.
Besonders relevant sind die Begriffe Parasoziale Interaktion (PSI), Identifikation, Spannungserleben, horizontale versus vertikale Dramaturgie sowie das Konzept der Hauptfigur als Ankerpunkt für Zuschauer.
Die Ergebnisse legen nahe, dass die konstante Persönlichkeit der Hauptfigur als wesentlicher Attraktivitätsfaktor fungiert, anstatt eine ständige Charakterveränderung zu fordern.
Die Studie zeigt, dass das Spannungserleben bei Fortsetzungsserien wie 24 deutlich höher ausgeprägt ist als bei episodenhaften Formaten wie Cobra 11.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

