Bachelorarbeit, 2013
73 Seiten, Note: 1.5
1. Einleitung
1.2. Problemstellung
1.3. Relevanz für die Pflegepraxis
1.4. Abgrenzungen
1.5. Ziel der Arbeit
1.6. Fragestellung
2. Theoretische Grundlagen
2.1. Multiple Sklerose
2.1.1. Pathogenese
2.1.2. Symptome
2.1.3. Verlauf
2.2. Ambulante Pflege
2.3. Pflegende Angehörige
2.4. Ehe, Partnerschaft und MS
2.5. Bedürfnisse
2.6. Bedürfnispyramide nach Maslow
3. Methodik
3.1. Literaturrecherche
3.2. Literaturbearbeitung
3.3. Ein- und Ausschlusskriterien
4. Resultate
4.1. Gliederung der Resultate
4.1.1. Anerkennung und Wertschätzung
4.1.2. Bedürfnis nach Informationen
4.1.3. Unterstützung und Entlastung
4.1.4. Physische Bedürfnisse
4.1.5. Zukunftsplanung
4.1.6. Selbstverwirklichung
4.1.7. Stabile Partnerschaft
5. Diskussion
5.1. Qualität der Literatur
5.2. Kritische Diskussion und Interpretation der Ergebnisse
5.3. Rückbezug auf die Bedürfnispyramide nach Maslow
5.4. Theorie-Praxis-Transfer
6. Schlussfolgerung
7. Ausblick
Die vorliegende Bachelorarbeit befasst sich mit der Erfassung der Bedürfnisse von pflegenden Partnern und Partnerinnen, die Personen mit Multipler Sklerose (MS) im häuslichen Setting betreuen. Ziel ist es, anhand einer systematischen Literaturrecherche relevante Aspekte für die ambulante Pflege herauszuarbeiten, um Unterstützungsmöglichkeiten zu optimieren.
4.1.1. Anerkennung und Wertschätzung
Viele pflegende Partner und Partnerinnen wünschen sich mehr Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit für die Erkrankung und ihre Pflegetätigkeit. Laut Benbow & Koopman (2003) empfinden sie Ermunterung, Bestätigung und Unterstützung von anderen Personen als sehr wichtig. Das Bedürfnis nach vermehrten sozialen Kontakten wird in der Studie von Sato et al. (1996) beschrieben. Viele fühlen sich durch ihre Pflegetätigkeit isoliert (Gregory et al., 1996).
Fleming Courts et al. (2005) berichten über das fehlende Verständnis des Umfelds und der Gesellschaft für die Erkrankung. Als Grund werden die oftmals unsichtbaren Symptome genannt, die den Leuten den Eindruck vermitteln, die Betroffenen seien gesund. Zudem seien öffentliche Orte häufig nicht behindertengerecht eingerichtet, was für die Eheleute mit viel Stress und Ärger verbunden ist. Aus der Studie von Gregory et al. (1996) resultiert, dass sich die Hälfte der Angehörigen von der Gesellschaft ungerecht behandelt fühlt. Rund ein Viertel wünscht sich mehr Aufmerksamkeit für ihre Situation sowie Wertschätzung und Verständnis für die Pflegeleistung. Pflegefachpersonen sollen sich den Problemen der pflegenden Angehörigen bewusst sein, diese verstehen und sowohl Einzelpersonen als auch die Familie beraten (Gregory et al., 1996). Fleming Courts et al. (2005) schlagen vor, dass Pflegefachpersonen Schulungen über MS für Freunde und die Öffentlichkeit anbieten. Zudem sollen Informationen über die Symptome veröffentlicht werden, um die Gesellschaft zu sensibilisieren.
1. Einleitung: Beleuchtet die Relevanz der MS-Erkrankung und die schwierige Situation pflegender Partner, die oft ein Schattendasein führen.
2. Theoretische Grundlagen: Erläutert das Krankheitsbild der MS, die Konzepte der ambulanten Pflege sowie das Modell der Bedürfnispyramide nach Maslow.
3. Methodik: Beschreibt das systematische Vorgehen bei der Literaturrecherche sowie die gewählten Ein- und Ausschlusskriterien für die Studienauswahl.
4. Resultate: Führt die identifizierten Bedürfniskategorien wie Informationen, Entlastung und Anerkennung auf Basis der ausgewählten Hauptstudien aus.
5. Diskussion: Interpretiert die Ergebnisse kritisch, verknüpft sie mit der Bedürfnispyramide und reflektiert den Theorie-Praxis-Transfer.
6. Schlussfolgerung: Fasst zusammen, dass ein hoher Unterstützungsbedarf besteht und individuelle Assessmentgespräche für pflegende Angehörige essenziell sind.
7. Ausblick: Thematisiert das Modell des Case Managements als potenziellen Lösungsansatz zur Entlastung pflegender Personen in der Spitex.
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Die Arbeit untersucht die spezifischen Bedürfnisse von Partnern und Partnerinnen, die an Multipler Sklerose erkrankte Personen im häuslichen Umfeld pflegen.
Das primäre Ziel ist es, Bedürfnisse zu identifizieren, um Pflegefachpersonen fundierte Grundlagen für eine optimale Unterstützung im ambulanten Setting zu bieten.
Die Autorin führte eine systematische Literaturrecherche in pflegespezifischen Datenbanken durch und analysierte die Ergebnisse qualitativ und quantitativ mittels Beurteilungsmatrizen.
Der Hauptteil gliedert sich in verschiedene Bedürfniskategorien, darunter Anerkennung, Informationsbedarf, körperliche Entlastung, Zukunftsplanung und die Aufrechterhaltung einer stabilen Partnerschaft.
Die Bedürfnisse sind vielschichtig und lassen sich auf körperlicher, geistlicher und sozialer Ebene verorten, wobei psychische und soziale Aspekte dominieren.
Die Ergebnisse unterstreichen, dass Angehörige eine unverzichtbare Ressource sind und ihre individuellen Bedürfnisse gezielt durch Assessments und flexible Entlastungsangebote adressiert werden sollten.
Der Ausdruck verdeutlicht, dass die chronische Erkrankung und der Pflegebedarf das Leben des Paares so stark bestimmen, dass sie wie ein ständiger Begleiter in der Beziehung wahrgenommen wird.
Die Bedürfnisse der pflegenden Angehörigen verändern sich parallel zum Gesundheitszustand des MS-Betroffenen, wobei der Stress oft mit zunehmender Krankheit ansteigt.
Da viele Angehörige aus Pflichtgefühl oder Gewöhnung ihre eigenen Bedürfnisse hinter die des Partners stellen, ist ein explizites, unabhängiges Assessment nötig, um ihre psychische und physische Belastung zu erfassen.
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