Bachelorarbeit, 2019
85 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
1.1 Problembeschreibung
1.2 Fragestellung
2 Begriffsannäherung
2.1 Pflege
2.2 Pädagogik
2.3 Pflegepädagogik
3 Die Pflege im geschichtlichen Kontext als Ausgangspunkt
3.1 Pflege als Beruf
3.2 Pflege in Deutschland auf dem Weg zur Profession
3.3 Die Perspektive der Pflegewissenschaft in Deutschland
3.4 Aktuelle Entwicklungen innerhalb der deutschen Pflegelandschaft
4 Einblicke in relevante Teilbereiche der Pädagogik
4.1 Die Pädagogik im geschichtlichen Kontext
4.2 Die Pädagogik als vielfältige Disziplin
4.3 Pädagogik im Gesundheitsbereich
4.4 Der Bereich der Berufspädagogik
4.5 Der Bereich der Erwachsenenpädagogik
4.6 Der Bereich der Sozialpädagogik
4.7 Der Bereich der Geragogik
4.8 Der Bereich der Medizinpädagogik
5 Facetten der Pflegepädagogik
5.1 Die Geschichte der Pflegelehrer
5.2 Ausbildung und Studium von Pflegepädagogen
5.3 Pflegepädagogen an Schulen des Gesundheitswesens
5.4 Pflegepädagogen in der Fort- und Weiterbildung
5.5 Pflegepädagogen in der Patientenberatung und Edukation
5.6 Aktuelle Entwicklungen zur Pflegepädagogik in Deutschland
5.7 Bildung in der Pflege international
6 Methodik
6.1 Der qualitative Forschungsansatz
6.2 Das Experteninterview
6.3 Die qualitative Inhaltsanalyse
6.4 Datenerhebung und Datenauswertung
7 Ergebnisse der Interviews in Bezug auf den Theorieteil
8 Diskussion und Zusammenfassung
8.1 Bereichsspezifische Problemfelder
8.2 Bereichsübergreifende Problemfelder
8.3 Zusätzliche relevante Aspekte die Pflegepädagogik betreffend
9 Fazit und Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht die Problemfelder, mit denen Pflegepädagogen konfrontiert sind, wenn sie ihre Rolle in Abgrenzung oder in Verbindung zu benachbarten pädagogischen Disziplinen definieren. Ziel ist es, durch eine qualitative Untersuchung aufzuzeigen, wie Pflegepädagogen ihre eigene Position im Spannungsfeld zwischen pflegerischer Praxis und pädagogischer Disziplin wahrnehmen und welche Herausforderungen dabei entstehen.
3.2 Pflege in Deutschland auf dem Weg zur Profession
Die Professionalisierung des Pflegeberufes bzw. die Forderung nach einer Gleichstellung mit klassischen Professionen ist seit den 90er Jahren ein zentrales Anliegen der pflegerischen Berufsverbände (Sander & Dangendorf, 2017, S. 28). Diese Bestrebungen der Pflege in Deutschland zielten auch auf eine Erreichung des Status einer klassischen Profession (Pundt & Kälble, 2015, S. 140). "Der Anspruch der Pflege, sich zu einer eigenständigen Fachdisziplin zu entwickeln und sich von den bisher dominierenden Denkstrukturen der Medizin abzugrenzen, erfordert strukturierte, fundierte und wissenschaftliche Grundlagen und eine Weiterentwicklung der Pflegebildung und der Pflegeforschung" (Schädle-Deininger, 2015, S. 193).
Professionalisierung ist eine Folge der Verwissenschaftlichung aller Tätigkeiten im jeweiligen Feld. Auch zielt dies auf die Gesellschaft ab, um im jeweiligen Bereich an Dominanz zu gewinnen und die eigene Position zu festigen. Eine Professionalisierung zielt ebenso auf die Gewinnung wissenschaftlicher Kompetenz angebunden an ethische Verpflichtungen gegenüber der jeweiligen Klientel (Tippelt & Hippel, 2018, S. 1053). Professionen sind Berufe besonderer Art, die relativ autonom und wissenschaftlich fundiert arbeiten. Sie gelten dabei in ihrem jeweiligen Bereich als Experten und erbringen besondere Leistungen für die Gesellschaft bzw. für die jeweilige Klientel.
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den Wandel der Pädagogik sowie die Etablierung der Pflegepädagogik als Teildisziplin und formuliert das Ziel der Arbeit, einen Beitrag zur Konsolidierung dieser Disziplin zu leisten.
2 Begriffsannäherung: Dieses Kapitel definiert die zentralen Begriffe 'Pflege', 'Pädagogik' und 'Pflegepädagogik' und verortet sie wissenschaftstheoretisch.
3 Die Pflege im geschichtlichen Kontext als Ausgangspunkt: Das Kapitel zeichnet die historische Entwicklung der Pflege vom frühen Mittelalter bis hin zum modernen Berufsbild sowie die Entwicklung der Pflegewissenschaft in Deutschland nach.
4 Einblicke in relevante Teilbereiche der Pädagogik: Hier werden zur Pflegepädagogik benachbarte Disziplinen wie Berufs-, Erwachsenen- und Sozialpädagogik sowie Geragogik und Medizinpädagogik hinsichtlich ihrer Relevanz für die Pflegebildung analysiert.
5 Facetten der Pflegepädagogik: Das Kapitel beschreibt das heutige Tätigkeitsfeld von Pflegepädagogen, ihre Ausbildungshistorie und aktuelle Herausforderungen in Deutschland und international.
6 Methodik: Die Methodik legt das qualitative Forschungsdesign dar, einschließlich der Experteninterviews, der Inhaltsanalyse sowie der Datenerhebung.
7 Ergebnisse der Interviews in Bezug auf den Theorieteil: Dieses Kapitel präsentiert die Erkenntnisse aus den Experteninterviews, strukturiert nach den verschiedenen pädagogischen Arbeitsfeldern.
8 Diskussion und Zusammenfassung: Die Ergebnisse werden synthetisiert, wobei bereichsspezifische sowie bereichsübergreifende Problemfelder kritisch diskutiert werden.
9 Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die zentralen Problemfelder zusammen und gibt einen Ausblick auf notwendige weitere Forschungsansätze.
Pflegepädagogik, Erziehungswissenschaft, Berufspädagogik, Erwachsenenpädagogik, Sozialpädagogik, Geragogik, Medizinpädagogik, Experteninterview, Professionalisierung, Akademisierung, Pflegeausbildung, Pflegedidaktik, Patientenberatung, Rollenidentität, Fachkräftemangel.
Die Arbeit befasst sich mit der Definition und Identität der Pflegepädagogik und analysiert die Problemfelder, die sich im Austausch oder in der Abgrenzung zu anderen pädagogischen Disziplinen ergeben.
Die Themen umfassen die historische Entwicklung der Pflege, die Schnittmengen zu anderen pädagogischen Fachbereichen, die Qualifikationswege von Lehrenden in der Pflege und die gesellschaftliche sowie berufliche Anerkennung der Disziplin.
Ziel ist es, die Herausforderungen für Pflegepädagogen sichtbar zu machen, um die Disziplin zu festigen und Impulse für die weitere fachwissenschaftliche Diskussion und Praxisgestaltung zu geben.
Es wurde ein qualitativer Forschungsansatz gewählt, der auf einer umfassenden Literaturrecherche basiert und durch explorative Experteninterviews mit Fachleuten vertieft wurde.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Aufarbeitung der Begriffe und Nachbardisziplinen sowie eine empirische Analyse der Experteninterviews, die die Sichtweisen auf Berufspädagogik, Geragogik und andere Fachbereiche aufzeigen.
Die zentralen Begriffe umfassen Pflegepädagogik, Akademisierung, Professionalisierung, Lehreridentität und die interdisziplinäre Abgrenzung zu den Erziehungswissenschaften.
Die Experten berichten von einer wahrgenommenen Hierarchie, da Berufspädagogen oder andere akademische Pädagogen aufgrund ihrer universitären Abschlüsse oft höher besoldet werden und öfter Leitungspositionen in Bildungseinrichtungen bekleiden.
Der enge Bezug zur pflegerischen Praxis ist einerseits ein Alleinstellungsmerkmal und Vorteil, wird aber von Experten auch kritisch als Belastung und potenzielles Hemmnis für eine Distanz zur rein theoretischen Pädagogik wahrgenommen.
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