Bachelorarbeit, 2012
38 Seiten, Note: 2,3
Einleitung
1 Drogenabhängigkeit
1.1 Drogen
1.2 Abhängigkeit
2 Themen- und Aufgabenfelder der Drogenhilfe in der Sozialen Arbeit
3 Prägende Ansätze in der Drogenhilfe – von der Abstinenz zur Akzeptanz
3.1 Abstinenzorientierte Drogenhilfe
3.2 Akzeptanzorientierte Drogenhilfe
4 Ein Vergleich zwischen abstinenz- und akzeptanzorientierter Drogenhilfe
4.1 Zur Reichweite von abstinenz- und akzeptanzorientierten Hilfeangeboten
4.2 Herausforderungen einer Akzeptanzorientierung für Mitarbeiter/innen der Drogenhilfe
4.3 Ist eine akzeptierende Drogenhilfe in Deutschland tatsächlich möglich?
5 Fazit
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, einen theoretischen Vergleich zwischen abstinenzorientierten und akzeptanzorientierten Ansätzen der Drogenhilfe zu ziehen. Dabei steht nicht die Bewertung der "Richtigkeit" der Ansätze im Vordergrund, sondern die Untersuchung der Wirksamkeit und Akzeptanz der Hilfsangebote unter den gegebenen drogenpolitischen und strafrechtlichen Rahmenbedingungen in Deutschland.
3.2 Akzeptanzorientierte Drogenhilfe
Aufgrund der geringen Reichweite bestehender Therapieangebote für Drogenabhängige und um der zunehmenden Verelendung sowie der Bedrohung durch HIV entgegenzuwirken, kam es, wie erwähnt, gegen Ende der 1980er Jahre und Anfang der 1990er Jahre zu einer konzeptionellen Neubestimmung in der Drogenhilfe und Drogenpolitik (vgl. Dollinger/ Schmidt-Semisch 2007: 326f.). Es fand ein Paradigmenwechsel im Hinblick auf Drogenkonsum und Drogenkonsumenten/-konsumentinnen statt. Drogenhilfe setzte nicht mehr an der absoluten Drogenfreiheit von Konsumenten illegaler Stoffe an, sondern strebte akzeptanzorientierte Vorgehensweisen an, um gesundheitliche, soziale und psychische Risiken der Drogengebraucher/innen zu minimieren (vgl. ebd.). Anhand niedrigschwelliger Angebote sollte die Reichweite der Hilfen innerhalb der Drogennutzer- Szene ausgebaut und dem Klientel angepasste Hilfemaßnahmen entwickelt werden (vgl.Gerlach/Engemann 1999: 34). Niedrigschwellige Angebote der Drogenhilfe finden ihren Ausgangspunkt an den Bedürfnissen der Betroffenen; klientenzentrierte und lebensweltorientierte Maßnahmen sollen durch geringe Hemmschwellen eine möglichst große Annahme innerhalb der Zielgruppe finden (vgl. Schneider 1997a: 8). Anstelle des Appells zur Verhaltensänderung, der in den vorigen Jahren maßgeblicher Teil der Drogenhilfe war, sollen die Drogennutzer/innen als selbstbestimmte, eigenverantwortliche Subjekte akzeptiert werden. Die Akzeptanzorientierung setzt voraus, einen möglichen Drogengebrauch seitens der Konsumenten/Konsumentinnen zu akzeptieren, sofern sie sich noch nicht befähigt fühlen, den Gebrauch der Stoffe einzuschränken (vgl. ebd.). Akzeptanzorientierte Drogenhilfe soll drogenkonsumierenden Menschen Schadensbegrenzung und lebenspraktische Hilfen auf der einen sowie unterstützende, fördernde und stabilisierende Hilfen auf der anderen Seite bieten (vgl. Gerlach 1997: 69).
1 Drogenabhängigkeit: Dieses Kapitel definiert die Begriffe Drogen und Abhängigkeit, um ein fundiertes Verständnis als Basis für den weiteren Vergleich zu schaffen.
2 Themen- und Aufgabenfelder der Drogenhilfe in der Sozialen Arbeit: Hier wird der umfassende Aufgabenbereich der Drogenhilfe beleuchtet, der Prävention, Beratung, Behandlung und Überlebenshilfe umfasst.
3 Prägende Ansätze in der Drogenhilfe – von der Abstinenz zur Akzeptanz: Das Kapitel zeichnet die historische Entwicklung der Drogenpolitik nach, die von einem Pönalisierungsprozess hin zu therapeutischen Ansätzen führte.
4 Ein Vergleich zwischen abstinenz- und akzeptanzorientierter Drogenhilfe: Dieser zentrale Teil stellt die beiden Ansätze gegenüber, analysiert deren Reichweite sowie die spezifischen Anforderungen und Herausforderungen für die in der Praxis tätigen Fachkräfte.
5 Fazit: Die Arbeit schließt mit einer Bilanz, die betont, dass sich beide Ansätze ergänzen sollten und die Notwendigkeit einer strukturellen Umorientierung der Drogenpolitik hervorhebt.
Drogenhilfe, Drogenabhängigkeit, Abstinenzorientierung, Akzeptanzorientierung, Harm Reduction, Soziale Arbeit, Drogenpolitik, Suchtprävention, Schadensminimierung, Substitutionsbehandlung, Drogenkonsumräume, Klientenzentrierung, Suchthilfe, Lebensweltorientierung, Betäubungsmittelgesetz.
Die Arbeit untersucht die theoretischen Grundlagen und die praktische Umsetzung zweier zentraler Ansätze der deutschen Drogenhilfe: der abstinenzorientierten und der akzeptanzorientierten Hilfe.
Die Themenfelder umfassen die Definition von Drogenabhängigkeit, die geschichtliche Entwicklung der Drogenpolitik sowie die verschiedenen Handlungsansätze der Drogenhilfe.
Das primäre Ziel ist ein theoretischer Vergleich beider Hilfsmodelle, um zu eruieren, ob eine akzeptierende Drogenhilfe unter den aktuellen juristischen Bedingungen in Deutschland realisierbar und effektiv ist.
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse, die verschiedene Fachdiskurse und sozialwissenschaftliche Konzepte gegenüberstellt.
Der Hauptteil gliedert sich in die Definition der Grundlagen, die Darstellung der Aufgabenfelder der sozialen Drogenhilfe sowie eine detaillierte Gegenüberstellung der abstinenz- und akzeptanzorientierten Ansätze inklusive ihrer spezifischen Herausforderungen.
Kernbegriffe sind unter anderem Akzeptanzorientierung, Harm Reduction, Suchthilfe, Drogenpolitik und die Professionalisierung der sozialen Arbeit in diesem Sektor.
Die therapeutische Kette folgt meist einem stufenweisen Ablauf mit dem Ziel der absoluten Drogenfreiheit, während der akzeptanzorientierte Ansatz dort ansetzt, wo der Konsument steht, und primär auf Schadensminimierung zielt.
Das BtMG definiert den rechtlichen Rahmen, der einerseits Hilfen ermöglicht, andererseits durch Repression und Kriminalisierung die Arbeit der akzeptanzorientierten Drogenhilfe erschwert.
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