Examensarbeit, 2015
93 Seiten, Note: 1,5
0. Einleitung
Teil 1: Warum Inklusion?
1. Inklusion
1.1. Behinderung
1.2. Von der Integration zur Inklusion
1.3. Vergleich Integration – Inklusion
1.4. Aktueller Stand der inklusiven Schulen in Baden-Württemberg
2. Theologie und Inklusion
2.1. Der Mensch als Ebenbild Gottes
2.2. Der Mensch als fragmentarisches, fragiles Geschöpf
2.3. Der Mensch als ergänzungsbedürftiges und -fähiges Geschöpf
2.4. Gedanken zur Heil(ung) und Behinderung
2.5. Leben ist kostbar von Anfang an – Recht auf Leben für alle Menschen
Reflexion: Warum Inklusion?
Teil 2: Ist inklusiver Unterricht in der Werkrealschule möglich?
3. Inklusion im Religionsunterricht der Werkrealschule – Institutionelle Voraussetzungen
3.1. Theoretisch
3.2. Praktisch
3.2.1. Die untersuchte Schule
3.2.2. Die Kooperationsklasse
3.2.3. Die inklusive Religionsklasse
4. Inklusion im Religionsunterricht der Werkrealschule – Anthropologische Gegebenheiten
4.1. Theoretisch
4.2. Praktisch
4.2.1. Anthropologische Bedingungen
4.2.2. Entwicklungspsychologische Aspekte
4.2.3. Bedeutungen für den Unterricht
5. Inklusion im Religionsunterricht der Werkrealschule – pädagogische Voraussetzungen
5.1. Theoretisch
5.1.1. Inklusive Unterrichtsgestaltung
5.1.2. Didaktische Überlegungen – Inklusion in der Religionspädagogik
5.2. Praktisch
5.2.1. Religion – Ein Fach für den inklusiven Unterricht?
5.2.2. Der Seelenvogel – Ein Thema für den inklusiven Unterricht?
6. Inklusion im Religionsunterricht der Werkrealschule – Die Unterrichtsreihe
6.1. Stoffverteilungsplan
6.2. Vorüberlegungen
6.3. Stunde 1: Was ist die Seele?
6.4. Stunde 2: Der Seelenvogel
6.5. Stunde 3: Wir hören auf unseren eigenen Seelenvogel
6.6. Stunde 4: Gefühle wahrnehmen und sie versuchen zu ändern
6.7. Stunde 5: Futtertüte für den Seelenvogel
Reflexion: Ist inklusiver Unterricht in der Werkrealschule möglich?
7. Übergreifende Abschlussreflexion
8. Fazit
Anhang
I. Anhang zu den Unterrichtsstunden
I.I. Unterrichtsstunde 1
I.I.I. Stundenskizze
I.I.II. Material
I.I.III. Schülerdokumente
I.II. Unterrichtsstunde 2
I.II.I. Stundenskizze
I.II.II. Material
I.II.III. Schülerdokumente
I.III. Unterrichtsstunde 3
I.III.I. Stundenskizze
I.III.II. Material
I.III.III. Schülerdokumente
I.IV. Unterrichtsstunde 4
I.IV.I. Stundenskizze
I.IV.II. Material
I.IV.III. Schülerdokumente
I.V. Unterrichtsstunde 5
I.V.I. Stundenskizze
I.V.II. Material
I.V.III. Schülerdokumente
Diese Arbeit untersucht die Möglichkeiten und Voraussetzungen eines inklusiven Religionsunterrichts an der Werkrealschule. Das primäre Ziel ist es zu erörtern, inwieweit Inklusion im aktuellen deutschen Schulsystem praktisch umsetzbar ist und welche institutionellen, anthropologischen sowie pädagogischen Rahmenbedingungen dafür geschaffen werden müssen.
1.1. Behinderung
Behinderung wird definiert als Funktionsbeeinträchtigung, die einen Menschen in seinen Alltagsverrichtungen wesentlich einschränkt. Sie umfasst den körperlichen oder geistigen Bereich. “Behinderte“ ist als Sammelbegriff zu verstehen für Menschen und Merkmale, die als krank oder außerhalb der Norm stehend angesehen werden. Behindert ist also, wer von der Norm abweicht – ein regelwidriger Zustand – und wer dadurch unfähig ist, die Funktionen auszuüben, die zur gesellschaftlichen Eingliederung nötig sind. Behinderte entsprechen also nicht den Rollenerwartungen der Gesellschaft, sie leben ein defizitäres Menschsein.2 Alle Menschen, die den oben beschriebenen Zustand aufweisen, fallen unter den Begriff „behindert“. Aber nicht nur das, vielmehr wird der Begriff ausgeweitet auf all jene, die diesen Zustand einmal gehabt haben oder von anderen Menschen als behindert angesehen werden. Vor allem die Aussage, nach der ein Mensch von anderen als behindert angesehen werden kann, regt zum Nachdenken über die Sicht unserer Gesellschaft an. Wenn ich an dieser Stelle an Jugendliche denke, um die es in meiner Arbeit ja geht, so muss ich also alle unter den Begriff „behindert“ zusammenfassen, die nicht genau den gesellschaftlichen Vorstellungen entsprechen. Da ist dann der Junge mit dem Sprachfehler, das sehbehinderte Mädchen, die lernbehinderte Jugendliche, die hochbegabte Jugendliche, der Junge mit einer anderen Muttersprache, der Junge mit Hörgeräten, der Jugendliche mit der Gehhilfe, das Mädchen mit Verhaltensauffälligkeiten, der Junge mit Down- Syndrom, das schwer mehrfach behinderte Mädchen.....Ich könnte die Liste noch lange weiterführen.
0. Einleitung: Die Einleitung führt in das Thema Inklusion ein, betont die Bedeutung des Menschen als Individuum und erläutert den Aufbau der Arbeit in einen theoretischen und einen praktischen Teil.
1. Inklusion: Dieses Kapitel klärt den Begriff Behinderung, beschreibt die UN-Behindertenrechtskonvention, den Stand der Inklusion in Baden-Württemberg und vergleicht das Inklusionskonzept mit dem der Integration.
2. Theologie und Inklusion: Es wird die christliche Perspektive auf Inklusion beleuchtet, wobei Themen wie der Mensch als Ebenbild Gottes, menschliche Fragilität und das Recht auf Leben diskutiert werden.
3. Inklusion im Religionsunterricht der Werkrealschule – Institutionelle Voraussetzungen: Das Kapitel analysiert die strukturellen Voraussetzungen, führt den "Index für Inklusion" ein und beschreibt die Situation einer untersuchten Kooperationsklasse.
4. Inklusion im Religionsunterricht der Werkrealschule – Anthropologische Gegebenheiten: Hier wird auf die Verschiedenheit der Lernenden eingegangen, wobei entwicklungspsychologische Modelle sowie spezifische anthropologische Bedingungen für den Unterricht angewendet werden.
5. Inklusion im Religionsunterricht der Werkrealschule – pädagogische Voraussetzungen: Dieses Kapitel behandelt die praktische Unterrichtsgestaltung, inklusive Differenzierungsmethoden und die didaktischen Ansätze für den Religionsunterricht in einer inklusiven Klasse.
6. Inklusion im Religionsunterricht der Werkrealschule – Die Unterrichtsreihe: Hier wird eine konkrete Unterrichtsreihe zum Thema "Der Seelenvogel" geplant und reflektiert, wobei didaktische Einzelschritte und Kompetenzniveaus detailliert dargestellt werden.
7. Übergreifende Abschlussreflexion: Diese Reflexion stellt die theoretischen Ideale den praktischen Erfahrungen gegenüber und bewertet Chancen sowie problematische Aspekte der Inklusion.
8. Fazit: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zusammen, bekräftigt die Bedeutung der Inklusion als Ziel und unterstreicht die Notwendigkeit individueller, schülerorientierter Planung.
Inklusion, Integration, Werkrealschule, Religionsunterricht, Behinderung, Anthropologie, Seelenvogel, Schöpfungstheologie, Unterrichtsgestaltung, Heterogenität, Kooperationsklasse, Kompetenzorientierung, Didaktik, Inklusionspädagogik, Schulentwicklung
Die Arbeit befasst sich mit den Möglichkeiten und Herausforderungen, Inklusion im Religionsunterricht einer Werkrealschule praktisch umzusetzen.
Die zentralen Themen sind das Inklusionsverständnis, theologische Anthropologie, institutionelle Rahmenbedingungen sowie methodisch-didaktische Konzepte für heterogene Klassen.
Das Ziel ist die Erforschung der Umsetzbarkeit von inklusivem Religionsunterricht unter Berücksichtigung sowohl theoretischer Konzepte als auch praktischer Schulerfahrungen.
Die Arbeit kombiniert theoretische Analysen (Literaturstudium) mit einem praktischen Unterrichtsprojekt, das durch Reflexionen ausgewertet wurde.
Der Hauptteil analysiert institutionelle Bedingungen, anthropologische Gegebenheiten, pädagogische Konzepte und dokumentiert eine konkrete Unterrichtsreihe zum Thema "Seelenvogel".
Zu den prägenden Begriffen zählen Inklusion, Heterogenität, Religionspädagogik, Schülerorientierung und Differenzierung.
Der Seelenvogel dient als zentrales Symbol und Unterrichtsthema, um Schülern einen Zugang zur eigenen Innenwelt und zum Umgang mit Gefühlen in einem inklusiven Rahmen zu ermöglichen.
Der Autor kritisiert, dass angehende Lehrkräfte in der Ausbildung nur unzureichend auf die Anforderungen inklusiver Arbeit vorbereitet werden und fordert verpflichtende Module.
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