Bachelorarbeit, 2016
62 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
2. Jugendsprache
2.2 Aktuelle Schwerpunkte der Jugendsprachforschung
2.2.1 Jugendsprache als Gruppenphänomen
2.2.2 Jugendsprache als Medienphänomen
2.2.3 Jugendsprache als internationales Phänomen
2.3 Merkmale von Jugendsprache
2.4 Jugendsprache in den Medien
3. Der Entlehnungsprozess aus dem Englischen
3.1 Historischer Umriss des Sprachkontakts
3.2 Sprachliche Entlehnungsarten
3.2.1 Äußeres Lehngut
3.2.1.1 Direkte Entlehnungen
3.2.1.2 Scheinentlehnungen
3.2.2 Inneres Lehngut
3.2.2.1 Lehnbedeutung
3.2.2.2 Lehnbildungen
3.3 Begriffsklärung: Anglizismus
3.3.1 Lehnmotivation von Anglizismen in der deutschen Sprache
3.3.2 Anglizismen in der Jugendsprache
4. Methodik und Korpus
4.1 Methodik
4.2 Regeln für die Auswertung
4.3 Korpuszusammenstellung
4.3.1 Allgemeines über die BRAVO-Zeitschrift
4.3.2 Gründe für die Auswahl der BRAVO
4.4 Genutzte Anglizismenwörterbücher
5. Anglizismen in der BRAVO
5.1 Vergleich der Anglizismenhäufigkeiten der Jahre 1985 und 2016
5.2 Häufigkeit nach Rubriken
5.3 Häufigkeit nach Wortart
5.4 Die zehn frequentesten Anglizismen
5.4.1 Anglizismen mit deutscher Entsprechung
5.4.2 Anglizismen ohne deutsche Entsprechung
5.4.3 Übersetzung und Analyse der zehn frequentesten Anglizismen
6. Schlussbetrachtung
Die vorliegende Arbeit untersucht den Einfluss des Englischen auf das Deutsche, indem sie die Häufigkeit und Verwendung von Anglizismen in der Jugendzeitschrift BRAVO analysiert und einen diachronen Vergleich zwischen den Ausgaben der Jahre 1985 und 2016 vornimmt, um sprachliche Trends und Entwicklungen innerhalb der Jugendsprache aufzuzeigen.
3.2.1.1 Direkte Entlehnungen
Die Kategorien der Lehnwörter und Fremdwörter bilden innerhalb des englischen Worteinflusses die größte Gruppe (vgl. Yang 1990, S. 11). Ob ein Wort als Lehn- oder Fremdwort gilt, hängt von dem „Eindeutschungsgrad“ ab (ebd.). Der Duden beschreibt das Fremdwort als ein aus „einer fremden Sprache entnommenes oder in der übernehmenden Sprache mit Wörtern oder Wortteilen aus einer fremden Sprache gebildetes Wort“ (Duden 2016, Fremdwort). Die fremde Herkunft des Wortes lässt sich meist leicht erkennen. Beispiele für solche Fremdwörter aus dem Englischen sind Callgirl, Football, Barbecue, Business und viele weitere. Bei der Verwendung solcher substantivischen Fremdwörter in der deutschen Schriftsprache werden die Anfangsbuchstaben jedoch groß geschrieben.
Das Lehnwort ist ähnlich wie das Fremdwort ein aus einer anderen Sprache entnommener Begriff, jedoch wird er der Nehmersprache morphologisch und/oder orthographisch und/oder phonologisch angepasst (vgl. Yang 1990, S.11). Nach Yang (1990) stellen diese drei Faktoren die wesentlichen Unterscheidungsmerkmale zwischen einem Fremd- und einem Lehnwort dar.
1. Morphologisches Merkmal: Unter diesem Merkmal versteht Yang, dass an jedes, ins Deutsche entlehnte Verb das deutsche Infinitivmorphem –e(n) angehangen wird (vgl. ebd.). Aus to dance wird also dancen, aus to chill wird chillen. Auch die Personalendungen werden bei der Flexion berücksichtigt (vgl. ebd.), zum Beispiel er hatte gestern gecampt.
1. Einleitung: Diese Einleitung stellt das Thema Sprachkontakt und den Einfluss des Englischen auf das Deutsche vor, erläutert die Relevanz der Jugendzeitschrift BRAVO als Untersuchungsgegenstand und benennt die Zielsetzung der Arbeit.
2. Jugendsprache: Dieses Kapitel definiert den Begriff der Jugendsprache, diskutiert aktuelle Forschungsschwerpunkte wie Jugendsprache als Gruppen- und Medienphänomen und benennt wesentliche Merkmale sowie die Rolle der Medien als "Promotoren des Wandels".
3. Der Entlehnungsprozess aus dem Englischen: Es wird ein historischer Umriss des Sprachkontakts gegeben und verschiedene linguistische Entlehnungsarten (äußeres/inneres Lehngut) sowie der schwierige Begriff des Anglizismus theoretisch fundiert.
4. Methodik und Korpus: Dieses Kapitel erläutert die Vorgehensweise der diachronen Analyse, legt die Regeln für die Auswertung fest, beschreibt die Zusammensetzung des Korpus (BRAVO 1985 und 2016) und stellt die verwendeten Nachschlagewerke vor.
5. Anglizismen in der BRAVO: Dies ist der Hauptteil, in dem die Ergebnisse der quantitativen und qualitativen Auswertung hinsichtlich Häufigkeit, Rubriken, Wortarten und der zehn frequentesten Anglizismen präsentiert und analysiert werden.
6. Schlussbetrachtung: Das Fazit fasst die Ergebnisse der Arbeit zusammen, bestätigt den Anstieg der Anglizismen über 21 Jahre und reflektiert über die Zukunft des Sprachwandels sowie die Rolle von Sprachpurismus.
Anglizismen, Jugendsprache, Sprachkontakt, BRAVO, Lehnwörter, Fremdwörter, diachroner Vergleich, Sprachwandel, Wortarten, Entlehnungsprozess, Medienphänomen, Sprachökonomie, Begriffsentlehnungen, Luxuslehnwörter, Sprachgebrauch.
Die Bachelorarbeit beschäftigt sich mit dem Einfluss der englischen Sprache auf die deutsche Jugendsprache, speziell analysiert anhand der Jugendzeitschrift BRAVO.
Die zentralen Felder sind die Definition von Jugendsprache, der linguistische Entlehnungsprozess aus dem Englischen und eine empirische Analyse der Anglizismen-Häufigkeit in zwei verschiedenen Zeiträumen (1985 und 2016).
Das Ziel ist ein diachroner Vergleich, um zu zeigen, wie sich die Verwendung von Anglizismen über einen Zeitraum von 21 Jahren verändert hat und welche Trends in der BRAVO erkennbar sind.
Die Arbeit nutzt eine diachrone Vergleichsmethode, bei der ausgewählte Ausgaben der BRAVO aus 1985 und 2016 auf absolute und relative Häufigkeiten von Anglizismen, deren Rubriken und Wortarten untersucht werden, basierend auf den Modellen von u.a. Andrea Zürn und Werner Betz.
Der Hauptteil umfasst die quantitative Auswertung der Anglizismen-Frequenz, eine Analyse nach inhaltlichen Rubriken und Wortarten sowie eine qualitative Analyse der zehn am häufigsten verwendeten Anglizismen in den untersuchten Magazinen.
Wichtige Schlagworte sind neben Anglizismen und Jugendsprache auch Sprachkontakt, Lehnwörter, diachroner Vergleich sowie die spezifische Analyse von Massenmedien wie der BRAVO.
Die Unterscheidung basiert primär auf dem Grad der Integration: Während Fremdwörter ihre ursprüngliche Form weitgehend beibehalten, werden Lehnwörter morphologisch, orthographisch oder phonologisch an das deutsche Sprachsystem angepasst.
Die BRAVO wurde aufgrund ihrer langjährigen Marktpräsenz und ihrer Rolle als auflagenstärkstes Jugendmagazin gewählt, was einen realitätsgetreuen Einblick in die aktuelle Jugendsprache und deren Wandel ermöglicht.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

