Magisterarbeit, 2005
114 Seiten, Note: 1,0
1 Einführung
1.1 Thema, Fragestellung und Untersuchungsgegenstand
1.2 These und Gliederung
1.3 Forschungsstand und Quellenkritik
1.4 Erläuterung relevanter Begriffe
2 Die Bedeutung von Sport in den Vereinigten Staaten
2.1 The American Dream– Soziale Werte und amerikanische Ideologie im Sport
2.2 Die Funktion von Sport in Politik, Wirtschaft und Medien
3 Die Eingliederung schwarzer Athleten in den amerikanischen Sport
3.1 Die ersten Schritte der Integration
3.2 Rassenkampf im Sport
3.3 Zur Integrationsfunktion des Sport
4 Sport im Leben der Afroamerikaner
4.1 Die Bedeutung von Sport in der schwarzen Bevölkerung
4.2 College – und Universitätssport – Segen oder Fluch?
4.2.1 Die problematische Situation der schwarzen Studenten – Athleten
4.2.2 Leben nach dem College
5 Die Überlegenheit schwarzer Athleten
5.1 Die Gefährdung des Projekts der Gleichberechtigung
5.2 Stereotype
5.3 Biologische Annahmen
5.4 Soziokulturelle Annahmen
6 Diskriminierung im Sport
6.1 Stacking
6.2 Die Besetzung von Machtpositionen im Sport
7 Rasse als Selbstbild
7.1 Cool Pose
7.2 Basketball – Sport der Afroamerikaner
7.3 Die „Niggaz“ der 1990er Jahre – eine neue Generation schwarzer Sportler
7.4 Zur Vorbildfunktion von schwarzen Sportstars
8 Schwarze Sportstars in den Medien
8.1 Zur Berichterstattung über afroamerikanische Sportler
8.2 Schwarze Athleten als Werbeträger
8.2.1 Michael Jordan und Nike
8.2.2 Allen Iverson und Reebok
9 Sport – ein möglicher Weg zu sozialer Mobilität?
10 Schlusswort
Die Arbeit untersucht die ambivalente Situation afroamerikanischer Sportler in den USA und prüft, inwieweit der Sport tatsächlich als Instrument zur sozialen Mobilität innerhalb der afroamerikanischen Gemeinde fungieren kann oder ob er lediglich ein Spiegelbild bestehender rassistischer Strukturen darstellt.
3.1 Die ersten Schritte der Integration
Die Geschichte der afroamerikanischen Sportler ist gekennzeichnet von großen Erfolgen und bitteren Enttäuschungen. Doch trotz systematischer Diskriminierung von Afroamerikanern in der amerikanischen Geschichte spielen schwarze Sportler schon immer eine bedeutende Rolle im Sportgeschehen des Landes. Nach dem Zweiten Weltkrieg veranschaulichen einige spektakuläre Durchbrüche der Rassenschranken die langsame Integration der schwarzen Athleten in den amerikanischen Sport. Jedoch waren es nicht nur die Aufsehen erregenden Stars, die die Integration vorantrieben. Vielmehr waren es auch viele unbekannte weiße und schwarze Sportler, die sich äußerst engagiert für das Ziel der Integration einsetzten. Wie sich das Durchbrechen der Rassenschranken im Sport vollzog und welche Umstände diese Entwicklung ermöglichten soll in diesem Kapitel beschrieben werden. Auch wenn es nicht möglich ist, eine exakte zeitliche Abgrenzung und Auflösung der rassistischen Barrieren festzulegen, soll die Hervorhebung der wesentlichen Anstöße zur Überwindung der Rassenschranken einen Überblick über die historische Entwicklung des schwarzen Sportlers seit 1865 geben, wobei diese exemplarische Beschreibungen keinen Anspruch auf Vollständigkeit erheben.
1 Einführung: Hinführung zum Thema, Darstellung der Fragestellung zur sozialen Mobilität und Erläuterung der methodischen Vorgehensweise sowie zentraler Begriffe.
2 Die Bedeutung von Sport in den Vereinigten Staaten: Untersuchung der gesellschaftlichen Funktion des Sports als Spiegel amerikanischer Werte und Ideologien, insbesondere in Bezug auf den "American Dream".
3 Die Eingliederung schwarzer Athleten in den amerikanischen Sport: Analyse der historischen Entwicklung der Integration, von frühen Barrieren bis hin zu Protestbewegungen der 1960er Jahre.
4 Sport im Leben der Afroamerikaner: Beleuchtung der hohen Wertschätzung des Sports in der schwarzen Gemeinschaft und die komplexe Rolle des College-Sports als Bildungs- und Ausbeutungsinstanz.
5 Die Überlegenheit schwarzer Athleten: Kritische Auseinandersetzung mit biologischen und soziokulturellen Mythen über die vermeintliche körperliche Überlegenheit schwarzer Sportler.
6 Diskriminierung im Sport: Erläuterung subtiler Diskriminierungsformen wie "Stacking" und der Unterrepräsentanz von Afroamerikanern in Führungspositionen.
7 Rasse als Selbstbild: Untersuchung der Identitätsbildung afroamerikanischer Jugendlicher durch den Sport, geprägt durch Konzepte wie die "Cool Pose" und Vorbilder.
8 Schwarze Sportstars in den Medien: Darstellung der medialen Inszenierung schwarzer Athleten und deren Einfluss auf Konsumverhalten und Stereotype.
9 Sport – ein möglicher Weg zu sozialer Mobilität?: Zusammenfassende Beantwortung der zentralen Forschungsfrage und kritische Reflexion über Sport als Mittel zur sozialen Aufwärtsmobilität.
10 Schlusswort: Resümee über die Ambivalenz des Sports zwischen Integrationshoffnung und bestehenden rassistischen Realitäten.
Soziale Mobilität, Afroamerikanische Sportler, USA, Integration, Rassendiskriminierung, Sportsoziologie, Stacking, Stereotype, College-Sport, Identitätsbildung, Sportmedien, Rassismus, American Dream, Black Community, Karriere.
Die Arbeit untersucht, ob Sport für afroamerikanische Athleten in den USA tatsächlich ein wirksamer Weg zu sozialem Aufstieg ist oder ob die Realität durch strukturelle Diskriminierung und unrealistische Erwartungen gezeichnet ist.
Zentrale Felder sind die historische Integration, die Rolle des College-Sports, die mediale Darstellung, die Auseinandersetzung mit biologischen Mythen und die Untersuchung von Diskriminierung im Sportmanagement.
Das Ziel ist es, die "ambivalente Situation" schwarzer Sportler zu beleuchten und zu hinterfragen, ob Sport als "großer Gleichmacher" fungiert oder rassistische Strukturen eher reproduziert.
Die Autorin nutzt eine sozialwissenschaftliche Literaturanalyse, gestützt auf sportsoziologische Theorien und empirische Daten zu Einstellungen, Absolventenraten und Machtpositionen im US-Sport.
Der Hauptteil analysiert die Bedeutung des Sports für die afroamerikanische Gemeinschaft, die Probleme des College-Systems, rassistische Stereotype bezüglich körperlicher Fähigkeiten und Formen der beruflichen Diskriminierung (Stacking).
Die wichtigsten Begriffe sind soziale Mobilität, Rassismus, Sportsoziologie, Integration, Stereotype und die Identitätsbildung durch "Cool Pose".
Die Arbeit zeigt, dass Medien oft ein verzerrtes Bild vermitteln, indem sie den Erfolg auf "natürliche" körperliche Attribute reduzieren, während sie gleichzeitig soziale Probleme ausblenden.
Der College-Sport dient zwar als Rekrutierungsquelle für Profis, führt aber oft zu einer einseitigen Fixierung der Athleten auf den Profisport, bei gleichzeitiger Vernachlässigung der akademischen Ausbildung.
Stacking bezeichnet die diskriminierende Praxis, schwarze Athleten bevorzugt auf dezentralen Positionen einzusetzen, die weniger mit strategischer Kontrolle und Spielintelligenz assoziiert werden.
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