Masterarbeit, 2018
103 Seiten, Note: 1,3
1 Einführung
1.1 Problemstellung
1.2 Forschungsstand
1.3 Aufbau und Zielsetzung
1.4 Limitation
2 Wandel in der internationalen Personalrekrutierung: Trends, Methoden und Einflüsse
2.1 Veränderte Rahmenbedingungen des Personalmanagements in Europa
2.2 Aufgaben des Personalmanagements bezüglich der Personalgewinnung
2.3 Personaleignungsdiagnostik und Gütekriterien bei der Personalauswahl
2.4 Externe Personalauswahl – Formen der Selektion im internationalen Kontext
2.5 Einflüsse auf die Personalauswahl und ihre Entscheidung
3 Interkulturelle Herausforderungen bei der Personalauswahl
3.1 Differenzierung zwischen person-job fit und person-organisation fit
3.2 Kulturelle Unterschiede zwischen Nationen und ihren Mitgliedern
3.3 Interkulturelle Kompetenz - Anforderungen an die rekrutierende Person
3.4 Diversity Management
4 Kritische Reflexion: Rekrutierung in Großbritannien
4.1 Unterschiede in der Personalauswahl: Deutsch-britischer Vergleich
4.2 Stereotypen und Vorurteile bei der Rekrutierung in Großbritannien
4.3 Kulturelle Unterschiede im Hinblick auf Bewerber
4.4 Strategien und Gegenmaßnahmen zur Bildung von Stereotypen und Vorurteilen
5 Fazit
5.1 Bewertung der Forschungsfragen und Ergebnissammlung
5.2 Ausblick und weiterer Forschungsbedarf
Die vorliegende Masterarbeit untersucht, ob internationale Bewerber – mit Fokus auf deutsche Kandidaten in Großbritannien – aufgrund kultureller Unterschiede und damit verbundener Stereotypen bei gleicher Qualifikation benachteiligt werden und welche Strategien Organisationen nutzen können, um solche Verzerrungen zu vermeiden.
Personaleignungsdiagnostik und Gütekriterien bei der Personalauswahl
Die Personaleignungsdiagnostik ist nicht nur Teil des Forschungsbereichs der Psychologie, sondern bildet eine wichtige Basis für die Personalauswahl. Mittels der Personaleignungsdiagnostik können aus zahlreichen Bewerbungen, diejenigen Kandidaten selektiert werden, die seitens ihrer fachlichen Kenntnis, Sozialkompetenz und weiteren charakterlichen Fähigkeiten den idealen Mitarbeiter für das Unternehmen darstellen.
Dies erfolgt durch die Untersuchung der Verhaltenszüge, Grundeinstellungen, Hintergründe sowie Kompetenzen der Bewerber und bedient sich dabei an wissenschaftlichen Verfahren sowie Untersuchungsergebnissen aus der Psychologie. Einige ausgewählte eignungsdiagnostische Verfahren werden in Kapitel 2.4 näher erläutert. Die Personaleignungsdiagnostik verfolgt das Ziel, die Fähigkeiten und Erfahrungen eines Bewerbers mit den Anforderungen an die zu besetzende Position zu vergleichen.
Daraus ergibt sich, dass personaleignungsdiagnostische Entscheidungen von zwei Komponenten beeinflusst werden. Erstens gilt es, vorab die Voraussetzungen an die zu besetzende Stelle klar herauszuarbeiten und zweitens sollten die entsprechenden Persönlichkeitsmerkmale für die Position festgelegt werden.
1 Einführung: Diese Einleitung führt in die Problematik der internationalen Personalrekrutierung ein, thematisiert den Fachkräftemangel sowie die Globalisierung und definiert das Ziel der Arbeit, Vorurteile gegenüber deutschen Bewerbern in Großbritannien zu untersuchen.
2 Wandel in der internationalen Personalrekrutierung: Trends, Methoden und Einflüsse: Dieses Kapitel erörtert die veränderten Rahmenbedingungen des Personalmanagements in Europa, erläutert gängige Auswahlmethoden sowie deren Gütekriterien und betrachtet Einflüsse wie Stereotypen auf die Entscheidungsfindung.
3 Interkulturelle Herausforderungen bei der Personalauswahl: Hier werden interkulturelle Aspekte wie Person-Job-Fit vs. Person-Organisation-Fit sowie Kulturmodelle von Schein und Hofstede analysiert, um die Bedeutung interkultureller Kompetenz und Diversität hervorzuheben.
4 Kritische Reflexion: Rekrutierung in Großbritannien: Das Kapitel vergleicht Personalauswahlverfahren zwischen Deutschland und Großbritannien, analysiert spezifische Stereotypen in der britischen Rekrutierung und schlägt Strategien zur Vermeidung von Benachteiligungen vor.
5 Fazit: Die Arbeit fasst die Kernergebnisse zusammen, stellt fest, dass keine eindeutige Benachteiligung explizit deutscher Bewerber belegt werden kann, und verweist auf notwendige interkulturelle Trainings sowie weiteren Forschungsbedarf.
Personalauswahl, Personalrekrutierung, Großbritannien, Deutschland, Stereotypen, Vorurteile, Interkulturelle Kompetenz, Diversity Management, Personaleignungsdiagnostik, Gütekriterien, Globalisierung, Bewerberauswahl, Fachkräftemangel, Cultural Diversity, Person-Organisation-Fit.
Die Arbeit befasst sich mit der internationalen Personalauswahl und der Frage, ob Bewerber aufgrund ihrer nationalen Herkunft, insbesondere deutsche Bewerber in Großbritannien, aufgrund von Stereotypen bei der Rekrutierung benachteiligt werden.
Die zentralen Felder umfassen das internationale Personalmanagement, die interkulturelle Kommunikation, diagnostische Verfahren in der Personalauswahl sowie die Auswirkungen von Stereotypen und Vorurteilen auf die Chancengleichheit.
Das Hauptziel ist es, zu untersuchen, ob kulturelle Unterschiede und stereotype Zuordnungen die Rekrutierungsentscheidungen beeinflussen und welche Maßnahmen Unternehmen ergreifen können, um diese unbewusste Diskriminierung zu vermeiden.
Die Arbeit basiert auf einer narrativen Aufarbeitung der Literatur und analysiert bestehende Studienergebnisse aus der Personalwirtschaft, Psychologie und Kulturforschung, um Hypothesen zur Rekrutierungspraxis zu bilden.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen der Personalauswahl, die Analyse interkultureller Herausforderungen und eine kritische Reflexion der spezifischen Rekrutierungssituation in Großbritannien unter Einbeziehung kultureller Merkmale.
Wichtige Begriffe sind Personalauswahl, Interkulturelle Kompetenz, Diversity Management, Stereotypen, Vorurteile und die spezifische Gegenüberstellung von deutsch-britischen Rekrutierungskulturen.
Sie dient als Basis für objektive Personalauswahlverfahren; die Arbeit hinterfragt jedoch, ob diese Standards durch subjektive Faktoren wie das „Bauchgefühl“ oder kulturelle Voreingenommenheit der Personaler unterlaufen werden.
Die Arbeit zeigt, dass sich beide Länder zwar in der Individualismus-Dimension ähneln, jedoch große Unterschiede in der Unsicherheitsvermeidung bestehen, was zu Missverständnissen in der Kommunikation und bei der Bewertung von Bewerbermerkmalen führen kann.
Obwohl das Referendum bewusst nicht als zentraler Analysefaktor einfließt, wird es im Fazit als zukünftiger Einflussfaktor auf die Wahrnehmung ausländischer Arbeitskräfte in Großbritannien thematisiert.
Neben der Erstellung klarer Anforderungsprofile wird der Einsatz strukturierter Interviews, die Nutzung mehrerer Interviewer zur Fairness-Erhöhung sowie ein interkulturelles Training für Personaler empfohlen.
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