Bachelorarbeit, 2019
26 Seiten, Note: 1,3
1 EINLEITUNG
2 KONTROLLILLUSION
2.1 EFFEKT
2.2 FAKTOREN
3 SPEKULATIONSBLASEN
3.1 VERLAUF
3.2 URSACHEN
3.2.1 RATIONALE ANLAGESTRATEGIEN
3.2.2 IRRATIONALE ANLAGESTRATEGIEN
4 KONTROLLILLUSION ALS URSACHE FÜR SPEKULATIONSBLASEN
4.1 FAKTOREN DER KONTROLLILLUSION BEI SPEKULATIONSBLASEN
4.2 DISKUSSION
5 FAZIT
Das Hauptziel dieser Arbeit ist es zu untersuchen, inwieweit der psychologische Effekt der Kontrollillusion das Investitionsverhalten beeinflusst und zur Entstehung von Spekulationsblasen an Finanzmärkten beiträgt. Dabei wird erforscht, wie eine verzerrte Wahrnehmung von Kontrolle dazu führt, dass Anleger irrationale Entscheidungen treffen.
2.1 Effekt
Der Effekt der Kontrollillusion besteht darin, dass Menschen denken, Vorgänge und Ereignisse kontrollieren bzw. beeinflussen zu können, obwohl diese nachweislich unkontrollierbar und deren Ergebnisse zufällig sind (Langer, 1975). Menschen erleben täglich verschiedene Situationen, welche in Zufalls- und Fähigkeitssituationen unterschieden werden können. Während bei Zufallsereignissen das Ergebnis beliebig entsteht, so ist in Fähigkeitssituationen das eigene Können für das Ergebnis verantwortlich. Wenn Menschen Zufallssituationen als Fähigkeitssituationen wahrnehmen, entsteht eine Illusion der Kontrolle. Das liegt daran, dass Fähigkeits- und Zufallsfaktoren korrelieren und so nicht mehr zwischen den Situationen differenziert werden kann. So kommen in Fähigkeitssituationen unkontrollierbare Momente des Zufalls vor wie Windböen beim Fußball oder Fehlentscheidungen von Schiedsrichtern in jeder Sportart. Ebenso spielen bei Zufallsereignissen auch Fähigkeiten eine Rolle.
1 EINLEITUNG: Die Einleitung führt in die Thematik der Spekulationsblasen ein und stellt die Forschungsfrage nach dem Einfluss der Kontrollillusion auf das Investitionsverhalten.
2 KONTROLLILLUSION: Dieses Kapitel erläutert den Begriff der Kontrollillusion, definiert deren psychologische Grundlagen und identifiziert die Faktoren, die diesen Effekt auslösen.
3 SPEKULATIONSBLASEN: Hier wird das Phänomen der Spekulationsblase anhand von Phasenmodellen beschrieben und die zugrunde liegenden rationalen sowie irrationalen Anlagestrategien werden beleuchtet.
4 KONTROLLILLUSION ALS URSACHE FÜR SPEKULATIONSBLASEN: Das Kapitel prüft die Verbindung zwischen den Faktoren der Kontrollillusion und der Bildung von Blasen und diskutiert dabei das Zusammenspiel mit anderen psychologischen Effekten.
5 FAZIT: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bestätigt, dass die Kontrollillusion eine wesentliche Rolle bei der Entstehung irrationaler Investitionen und damit auch von Blasen spielt.
Kontrollillusion, Spekulationsblasen, Behavioral Finance, Investitionsverhalten, Rationale Anlagestrategien, Irrationale Anlagestrategien, Selbstüberschätzung, Overconfidence, Herdenverhalten, Finanzmärkte, Psychologische Phänomene, Fehlbewertung, Risiko, Kapitalanlage, Marktteilnehmer.
Die Arbeit untersucht, ob und wie der psychologische Effekt der Kontrollillusion Anleger dazu verleitet, irrationale Investitionsentscheidungen zu treffen, die zur Entstehung von Spekulationsblasen beitragen.
Die zentralen Themen sind die verhaltensorientierte Finanzmarktforschung (Behavioral Finance), das Verständnis psychologischer Verzerrungen wie der Kontrollillusion und die Dynamiken des Entstehens von Blasen an den Finanzmärkten.
Das primäre Ziel ist es herauszufinden, ob die verzerrte Wahrnehmung von Kontrolle bei Anlegern als kausaler Faktor für die Bildung von Spekulationsblasen betrachtet werden kann.
Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf einer umfassenden Literaturanalyse wissenschaftlicher Studien zur Behavioral Finance, Psychologie und Finanzmarkttheorie basiert.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung des Kontrollillusionseffekts, die Analyse des Verlaufs von Spekulationsblasen und die Verknüpfung beider Aspekte unter Berücksichtigung rationaler und irrationaler Anlegerstrategien.
Wichtige Begriffe sind Kontrollillusion, Spekulationsblasen, Behavioral Finance, Overconfidence, Herdenverhalten und Anlegerpsychologie.
Die Arbeit definiert Fähigkeitssituationen dadurch, dass das Ergebnis durch das Können beeinflusst wird, während in Zufallssituationen das Ergebnis beliebig entsteht; die Kontrollillusion entsteht, wenn Anleger Zufallssituationen fälschlicherweise als Fähigkeitssituationen interpretieren.
Fondsmanager stehen unter hohem Wettbewerbsdruck, was dazu führt, dass sie ihre Fähigkeiten bei der Aktienauswahl überschätzen und eine Kontrollillusion entwickeln, die sie zu risikoreicheren Anlagen verleitet.
Die Arbeit betont, dass Kontrollillusion meist mit Phänomenen wie Overconfidence und Herdenverhalten korreliert, wobei sich diese Effekte gegenseitig verstärken und so die Wirkung auf das Investitionsverhalten potenzieren.
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