Bachelorarbeit, 2019
61 Seiten, Note: 99
1. Einleitung
1.1. Zielsetzung
1.2. Motivation
1.3. Vorgehensweise
2. Freihandel
2.1. Handelshemmnisse
2.1.1. Tarifäre Handelshemmnisse
2.1.2. Nichttarifäre Handelshemmnisse
2.2. Wirtschaftliche Integration
3. Der Austritt des Vereinigten Königreichs aus der EU
3.1. Mögliche Szenarien aus außenhandelsrechtlicher Sicht
3.2. Folgen der Szenarien auf den Außenhandel
4. Konsequenzen auf den Handel zwischen Deutschland und dem Vereinigten Königreich im Sektor der Intralogistik
4.1. Das Gravitationsmodell
4.1.1. Theoretische Grundlage
4.1.2. Verwendete Variablen und Datensatz
4.2. Kalibrierung
4.3. Prognose
4.4. Modellrobustheit
4.5. Kritische Betrachtung der Prognose
5. Fazit und Ausblick
Die Arbeit untersucht die Auswirkungen des Brexits auf den deutsch-britischen Güterhandel im Sektor der Intralogistik unter Anwendung des ökonometrischen Gravitationsmodells, um insbesondere die Folgen von tarifären und nichttarifären Handelshemmnissen in verschiedenen Austrittsszenarien zu quantifizieren.
4.1. Das Gravitationsmodell
Das Gravitationsmodell ist ein ökonometrisches Modell, das die Einflussfaktoren bilateraler Handelsströme untersucht. Es basiert auf dem Gedanken, dass Staaten mit einem großen BIP und abnehmender Entfernung untereinander mehr Handel betreiben. Der Name stammt von Newtons Gravitationsgesetz, nach dem sich zwei Körper in Abhängigkeit ihrer Masse und Entfernung gegenseitig anziehen. Diese Annahme des Gravitationsgesetzes aus der Physik wurde 1962 von Jan Tinbergen in die Handelstheorie übertragen: Das BIP der beiden Handelspartner stellt in Bezug auf ihre geographische Entfernung die Masse und die Entfernung von Newtons Gravitationsgesetz dar. In den letzten Jahrzenten unternahmen Handelstheoretiker große Anstrengungen, um das Modell in der Mainstream-Ökonometrie zu etablieren und es von der Newtonschen Analogie zu lösen. Heute sind Gravitationsschätzungen meistens ein erster Schritt zur Quantifizierung der handelsbedingten Wohlfahrtsgewinne. Sie sind eine Komponente in Analysen, in denen die aus bestimmten Handelspolitiken resultierenden Veränderungen im Wohlstand untersucht werden. Die Gravitationsgleichung kann auch an andere Arten von grenzüberschreitenden Strömen und Interaktionen angewandt werden, wie z. B. an Migrationsbewegungen, Portfolio-Investitionen oder ausländische Direktinvestitionen.
1. Einleitung: Die Einleitung definiert das Ziel der Arbeit, die Auswirkungen des Brexits auf den deutsch-britischen Handel im Sektor Intralogistik zu untersuchen, und erläutert die Motivation für diese ökonometrische Analyse.
2. Freihandel: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen des Freihandels, die Bedeutung von Handelshemmnissen sowie die verschiedenen Stufen wirtschaftlicher Integration.
3. Der Austritt des Vereinigten Königreichs aus der EU: Das Kapitel analysiert die verschiedenen Brexit-Szenarien aus rechtlicher Sicht und erörtert deren potenzielle makroökonomische Auswirkungen auf den Außenhandel.
4. Konsequenzen auf den Handel zwischen Deutschland und dem Vereinigten Königreich im Sektor der Intralogistik: Der Hauptteil beschreibt die Anwendung des Gravitationsmodells, die Datengrundlage, die Kalibrierung, die Prognosen für die Austrittsszenarien sowie die Prüfung der Modellrobustheit.
5. Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die Ergebnisse der ökonometrischen Untersuchung zusammen und diskutiert die Einschränkungen der Analyse sowie zukünftigen Forschungsbedarf.
Brexit, Gravitationsmodell, Intralogistik, Außenhandel, Handelshemmnisse, Freihandel, Wirtschaftliche Integration, Zollunion, WTO, Datensatz, Prognose, Handelsvolumen, BIP, Nichttarifäre Handelshemmnisse, Wartezeit
Die Arbeit analysiert die Auswirkungen des EU-Austritts des Vereinigten Königreichs auf den deutsch-britischen Außenhandel, mit einem spezifischen Fokus auf den Sektor der Intralogistik.
Zentrale Themen sind die ökonomischen Grundlagen des internationalen Handels, die verschiedenen rechtlichen Ausgestaltungsmöglichkeiten des Brexits sowie die ökonometrische Modellierung von Handelsströmen mittels des Gravitationsansatzes.
Die Forschungsfrage zielt darauf ab, wie sich verschiedene Brexit-Szenarien (Weicher vs. Harter Brexit) konkret auf das Handelsvolumen im Intralogistik-Sektor zwischen Deutschland und dem Vereinigten Königreich auswirken werden.
Die Autorin verwendet das klassische ökonometrische Gravitationsmodell, wobei Variablen wie BIP, Entfernung, Zölle und Wartezeiten an der Grenze als Prädiktoren für den bilateralen Handel genutzt werden.
Der Hauptteil befasst sich detailliert mit der theoretischen Fundierung des Modells, der Datenbeschaffung, der kalibrierten Simulation der Szenarien und der statistischen Robustheitsprüfung der Ergebnisse.
Wichtige Begriffe sind Brexit, Gravitationsmodell, Intralogistik, Handelshemmnisse, BIP, Zollunion, WTO und Exportzeit.
Da nichttarifäre Handelshemmnisse (NTBs) eine entscheidende Rolle spielen, werden Wartezeiten an den Grenzen als quantifizierbarer Indikator für den durch Zollkontrollen und Dokumentationsaufwand entstehenden zusätzlichen Kostenfaktor genutzt.
Die Autorin stellt fest, dass in beiden untersuchten Szenarien (Weicher und Harter Brexit) erhebliche Handelseinbußen zu erwarten sind, wobei diese primär durch nichttarifäre Barrieren und die damit verbundene Zeitverzögerung verursacht werden.
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