Bachelorarbeit, 2019
52 Seiten, Note: 1,0
Die Bachelorarbeit befasst sich mit den Chancen und Risiken des Kapitaldeckungsverfahrens im Kontext der aktuellen Niedrigzinspolitik. Die Arbeit analysiert das Kapitaldeckungsverfahren im Vergleich zum Umlageverfahren und untersucht die Herausforderungen, die sich durch die Niedrigzinspolitik für das Kapitaldeckungsverfahren ergeben. Im Fokus stehen die Auswirkungen auf die Anlagepolitik von Versicherern und die Sensibilität von Anlegern für Kapitalanlage und Altersvorsorge.
Kapitel 1 beleuchtet die historische Entwicklung der Sozialversicherung in Deutschland, beginnend mit der Einführung der Krankenversicherung im 19. Jahrhundert und den politischen Motivationen dahinter. Das Kapitel beschreibt die schrittweise Erweiterung des Sozialversicherungssystems und die Bedeutung der Riester-Rente als letztem großen Paradigmenwechsel.
Kapitel 2 beschäftigt sich mit den systemtheoretischen Grundlagen des Umlageverfahrens und des Kapitaldeckungsverfahrens. Es werden die jeweiligen Funktionsweisen der Verfahren erläutert und die Mackenroth-These diskutiert, die sich kritisch mit der Nachhaltigkeit des Umlageverfahrens auseinandersetzt.
Kapitel 3 behandelt die Herausforderungen des Kapitaldeckungsverfahrens in Zeiten der Niedrigzinspolitik. Die Auswirkungen der niedrigen Zinsen auf die Rendite und die regulatorischen Eingriffe wie Zinszusatzreserve und Solvency II werden beleuchtet.
Kapitel 4 analysiert die Situation des Umlageverfahrens im Kontext des demographischen Wandels.
Kapitel 5 beschreibt die aktuelle Situation der Renten- und Krankenversicherung in Deutschland. Die Kapitel beleuchtet die Gestaltung der Rentenversicherung seit 2001 und das duale System der Krankenversicherung.
Kapitel 6 untersucht die Chancen und Risiken des Kapitaldeckungsverfahrens in der Niedrigzinspolitik. Die Kapitel analysiert die Auswirkungen auf die Rendite, die Reaktion der Versicherer in Form von Anlagepolitik und Produktgestaltung sowie die Sensibilität von Anlegern für Kapitalanlage und Altersvorsorge.
Kapitel 7 betrachtet Schweden als mögliches Vorbild für ein nachhaltiges Altersvorsorgesystem.
Die Arbeit konzentriert sich auf die Kernthemen Kapitaldeckungsverfahren, Umlageverfahren, Niedrigzinspolitik, Altersvorsorge, Anlagepolitik, Versicherer, Rendite, Sensibilität, Schweden, Sozialversicherung.
Beim Umlageverfahren finanzieren die Aktiven direkt die Rentner, während beim Kapitaldeckungsverfahren jeder Versicherte ein eigenes Kapital am Markt anspart.
Niedrige Zinsen erschweren es Versicherern, garantierte Renditen zu erwirtschaften, was zu einem Abbau von Garantien und einem Umstieg auf risikoreichere Anlagen wie Aktien führt.
Sie besagt, dass die Sozialausgaben immer aus dem aktuellen Volkseinkommen der laufenden Periode gedeckt werden müssen, unabhängig vom Finanzierungsverfahren.
Schweden kombiniert Elemente beider Verfahren und nutzt einen staatlich organisierten Fonds, der sich deutlich von der deutschen Riester-Rente unterscheidet.
Regelungen wie die Zinszusatzreserve und Solvency II zwingen Versicherer zu höheren Kapitalrücklagen, was die Renditechancen in Niedrigzinsphasen weiter einschränkt.
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