Bachelorarbeit, 2019
34 Seiten
1 Motivation
2 Abgrenzung
2.1 Digitale Kommunikation
2.2 Unternehmenskommunikation
2.3 E-Mail
2.3.1 Aufbau und Funktionsweise von E-Mails
2.3.2 Mediale Eigenschaften von E-Mails
2.4 Stress
3 Methodisches Vorgehen
4 Aufbereitung der Rechercheergebnisse
4.1 Analyse
4.1.1 Eigenschaften des Senders
4.1.2 Eigenschaften des Kommunikationsmediums
4.1.3 Eigenschaften des Empfängers
5 Diskussion
5.1 Zusammenfassung
6 Schluss
Die Arbeit untersucht, wie die E-Mail-Kommunikation in Unternehmen Stress bei den Beschäftigten auslösen kann, identifiziert die zugrundeliegenden Auslöser und erarbeitet auf Basis einer Literatur-Review Maßnahmen für eine stressfreiere und produktivere Kommunikation.
2.3.2 Mediale Eigenschaften von E-Mails
Mit Hilfe der E-Mail-Kommunikation werden Nachrichten in Form der schriftlichen Sprache verfasst und verschickt (Voigt 2003, S. 16). Im Vergleich zur Face-to-Face-Kommunikation gehen nonverbale Ausdrucksformen verloren (Voigt 2003, S. 16). So fehlen bei einer E-Mail Mimik, Tonfall und Körpersprache eines Gesprächspartners. In diesem Zusammenhang wird in der Kommunikationsforschung von der ‚Media Richness Theory‘ gesprochen (van Dick und Groß 2017, S. 78). Diese besagt „(...) dass die mündliche Kommunikation reichhaltiger ist, weil sie in der Regel zusätzlichen Input über die reine Botschaft hinaus gibt (...)“ (van Dick und Groß 2017, S. 78). Eine weitere Eigenschaft der E-Mail-Kommunikation ist die hohe Geschwindigkeit, mit der die Nachrichten übertragen werden (Voigt 2003, S. 18). So ist es möglich, über das Internet schnell große Distanzen zu überwinden, ohne dabei hohe Transportkosten zu generieren (Voigt 2003, S. 18-19). Obwohl E-Mails innerhalb von Sekunden nach dem Versenden beim Empfänger ankommen, ist die E-Mail-Kommunikation zeitversetzt, es handelt sich also um eine asynchrone Kommunikation (Voigt 2003, S. 20). So kann der Nutzer den Zeitpunkt der Bearbeitung selbst bestimmen. Durch die Zeitversetzung kann die Kommunikationstätigkeit aufgespart und gebündelt werden (Voigt 2003, S. 20). Eine weitere Besonderheit von E-Mails ist „Das gleichzeitige Verschicken von Kopien an unbegrenzt viele E-Mail-Adressen ohne bedeutenden Mehraufwand (...)“ (Voigt 2003, S. 21). Es können also identische Nachrichten an mehrere Empfänger simultan verschickt werden. Bei den sogenannten ‚Rundmails‘ können mehrere Empfangsadressen verwendet werden (Voigt 2003, S. 13). Dabei besteht die Wahl zwischen ‚Primärempfänger‘, ‚Kopieempfänger‘ (,cc‘ als ‚carbon copy‘) oder ‚unentdeckter Kopieempfänger‘ (,bcc‘ als ‚blind carbon copy‘) (Voigt 2003, S 13). Ebenso ist es per E-Mail möglich, Informationen zu archivieren (Voigt 2003, S. 29). Auf diese Weise können gespeicherte E-Mails über die Suchfunktion schnell gefunden werden (Voigt 2003, S. 29).
1 Motivation: Die Einleitung beleuchtet die zunehmende Digitalisierung und die dominante Rolle der E-Mail als Kommunikationsmedium sowie die damit verbundenen gesundheitlichen Risiken durch Stress.
2 Abgrenzung: Dieses Kapitel definiert zentrale Begriffe wie digitale Kommunikation, Unternehmenskommunikation, E-Mail und Stress, um das theoretische Fundament für die weitere Analyse zu schaffen.
3 Methodisches Vorgehen: Hier wird der Prozess der Literatur-Review-Analyse beschrieben, inklusive der verwendeten Datenbanken und Suchstrategien zur Auswahl relevanter Quellen.
4 Aufbereitung der Rechercheergebnisse: Die Ergebnisse werden anhand eines Stimulus-Response-Modells strukturiert, um Faktoren der Stressentstehung im E-Mail-Kontext systematisch zu kategorisieren.
4.1 Analyse: Dieser Abschnitt untersucht detailliert die identifizierten Stressfaktoren, unterteilt in die Eigenschaften des Senders, des Kommunikationsmediums und des Empfängers.
4.1.1 Eigenschaften des Senders: Fokus auf den durch Sender erzeugten Druck, wie etwa die Erwartung schneller Antworten und die Auswirkungen der Formulierungen in E-Mails.
4.1.2 Eigenschaften des Kommunikationsmediums: Betrachtung der E-Mail-Flut, des Informations-Overloads und der fehlenden Reichhaltigkeit des Mediums als Stressquellen.
4.1.3 Eigenschaften des Empfängers: Untersuchung der individuellen Kompetenzen des Empfängers im Umgang mit E-Mail-Organisation und dem Einfluss auf das Stressempfinden.
5 Diskussion: Die Ergebnisse aus der Literaturanalyse werden kritisch reflektiert, Übereinstimmungen und Widersprüche werden diskutiert.
5.1 Zusammenfassung: Synthese der Erkenntnisse über das Zusammenspiel der verschiedenen Stressursachen und deren kumulative Wirkung.
6 Schluss: Fazit der Arbeit und Handlungsempfehlungen für Unternehmen zur Gestaltung einer stressfreieren und effizienteren E-Mail-Kommunikation.
E-Mail-Kommunikation, Stress am Arbeitsplatz, Informationsüberflutung, Unternehmenskommunikation, Digitale Kommunikation, Arbeitsbelastung, Stressforschung, E-Mail-Management, Zeitmanagement, Asynchrone Kommunikation, Überlastung, Stressfaktoren, Stressprävention, Mitarbeitergesundheit
Die Arbeit untersucht das Phänomen, dass die tägliche Nutzung von E-Mails in Unternehmen bei vielen Beschäftigten Stress auslöst und zu einer psychischen Belastung führen kann.
Die zentralen Themen sind digitale Kommunikation in Unternehmen, die spezifischen Eigenschaften von E-Mails als Medium, Stressfaktoren im Arbeitsalltag sowie Strategien zur Bewältigung der E-Mail-Flut.
Das Ziel ist es, die spezifischen Auslöser für Stress durch E-Mail-Kommunikation zu identifizieren, diese wissenschaftlich fundiert einzuordnen und Maßnahmen für einen produktiveren Umgang abzuleiten.
Es wurde eine systematische Literatur-Review-Analyse durchgeführt, bei der relevante wissenschaftliche Publikationen gesucht, ausgewählt und auf Basis eines Stimulus-Response-Modells strukturiert ausgewertet wurden.
Im Hauptteil werden zunächst theoretische Grundlagen geklärt, gefolgt von einer detaillierten Analyse von Stressfaktoren, die aus den Eigenschaften des Senders, des Mediums selbst und des Empfängers resultieren.
Die Arbeit lässt sich am besten durch Begriffe wie E-Mail-Kommunikation, Stress am Arbeitsplatz, Informationsüberflutung, Arbeitsbelastung und E-Mail-Management beschreiben.
Sie wird verwendet, um zu erklären, warum E-Mails als weniger „reichhaltiges“ Medium im Vergleich zur Face-to-Face-Kommunikation Defizite bei der Übermittlung nonverbaler Signale aufweisen, was zu Fehlinterpretationen führen kann.
Der Autor zeigt auf, dass nicht nur die E-Mail an sich Stress erzeugt, sondern maßgeblich die Art und Weise, wie Empfänger ihren Posteingang organisieren und Prioritäten setzen, über das Stresslevel entscheidet.
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