Bachelorarbeit, 2018
44 Seiten, Note: 2,3
1. Einleitung
2. Orthographie Deutschdidaktik
2.1 Definition Orthographie Deutschdidaktik
2.2 Besonderheiten der Orthographie Deutschdidaktik
2.3 Prinzipien der Orthographie Deutschdidaktik
2.3.1 Das Phonematische Prinzip
2.3.2 Das syllabische Prinzip
2.3.3 Das morphematische Prinzip
2.4 Umsetzung der Orthographie Deutschdidaktik
3. Orthographie Englischdidaktik
3.1 Definition Orthographie Englischdidaktik
3.2 Besonderheiten der Sprache Englisch
3.3 Umsetzung der Orthographiedidaktik
3.4 Zwischenfazit
4. Lese-Rechtschreib-Störung
4.1 Definition LRS
4.2 Symptomatik
4.3 Ursachen
4.4 Notwendigkeit einer gezielten Förderung
5. LRS und Fremdsprachen
5.1 Fremdsprachenlernen bei Legasthenikern
5.2 Förderung im Regelunterricht
5.3 Förderung in Förderkursen
6. Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht die spezifischen Herausforderungen, denen legasthene Kinder beim Erlernen der englischen Sprache gegenüberstehen, und erarbeitet evidenzbasierte Fördermaßnahmen für den schulischen und außerschulischen Bereich.
2.3.1 Das Phonematische Prinzip
Mit dem phonematischen Prinzip sind die Phonem-Graphem-Beziehungen gemeint. Mit Phonem ist die kleinste bedeutungsunterscheidende Einheit in der gesprochenen Sprache gemeint. Graphem bedeutet demnach die kleinste bedeutungsunterscheidende Einheit der geschriebenen Sprache (vgl. Fuhrhop 2009: 6). In der deutschen Sprache gibt es nicht für jedes einzelne Phonem ein Graphem. So haben wir in der vokalischen Phonem-Graphem-Beziehung sechzehn Vokalphoneme, die jedoch nur durch neun Vokalgrapheme verschriftet werden (vgl. Fuhrhop 2009:10). Andersherum kommt es jedoch vor, dass wir mehr Grapheme als Phoneme verwenden. So haben wir sechs Schreibdiphthonge <ei>, <ai>, <au>, <eu>, <äu> und <ie>, welche jedoch durch nur drei Sprechdiphthonge ausgedrückt werden: /ai/, /au/ und /ci/ (vgl. Fuhrhop 2009:11). Hier liegen also mehrere Schreibweisen für weniger Lautverbindungen vor. „Das heißt die deutsche Orthographie ist nicht alleine lautierend. Das grundlegende Prinzip ist aber lautierend und genau so schreiben Kinder, wenn sie die Schriftsprache erwerben – sie schreiben aufgrund dessen, was sie hören“ (Fuhrhop 2009:12). Es müssen dann überformende Prinzipien im Schriftspracherwerb folgen.
1. Einleitung: Diese Einleitung stellt das Thema der Lese-Rechtschreib-Störung vor und skizziert die besondere Problematik beim Erlernen einer Fremdsprache für betroffene Schüler.
2. Orthographie Deutschdidaktik: Dieses Kapitel erläutert die Grundprinzipien der deutschen Rechtschreibung und deren didaktische Vermittlung als notwendiges Fundament für den Schriftspracherwerb.
3. Orthographie Englischdidaktik: Der Fokus liegt auf der Analyse des komplexen und tiefen englischen Rechtschreibsystems sowie auf den Möglichkeiten, diese Struktur für L2-Lerner greifbar zu machen.
4. Lese-Rechtschreib-Störung: Dieses Kapitel definiert LRS, beleuchtet die Symptomatik sowie die Ursachen und betont die Dringlichkeit einer frühen, gezielten Förderung.
5. LRS und Fremdsprachen: Hier werden spezifische Förderansätze für den Englischunterricht sowie außerschulische Förderkonzepte diskutiert, um legasthene Schüler effektiv zu unterstützen.
6. Fazit: Das Fazit fasst die wesentlichen Erkenntnisse zusammen und unterstreicht die Notwendigkeit einer individuellen, strukturierten Förderung im muttersprachlichen und fremdsprachlichen Unterricht.
Legasthenie, LRS, Englischunterricht, Orthographiedidaktik, Phonologische Bewusstheit, Fremdsprachenerwerb, Multisensorisches Lernen, Schriftspracherwerb, Nachteilausgleich, Förderkurs, Rechtschreibstrategien, Inklusion, Lernstörung, Graphem-Phonem-Beziehung, Schulpädagogik
Die Arbeit analysiert die Herausforderungen für legasthene Schüler im Fach Englisch und leitet daraus konkrete didaktische Handlungsempfehlungen ab.
Die Schwerpunkte liegen auf den Unterschieden zwischen deutscher und englischer Orthographie sowie auf der Förderung der Lese- und Schreibkompetenz bei Legasthenikern.
Die Arbeit fragt nach den Ursachen der Schwierigkeiten legasthener Schüler im Englischen und danach, wie diese gezielt im Unterricht gefördert werden können.
Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf einer umfassenden Literaturanalyse zur Sprachdidaktik und aktuellen Forschungsergebnissen zur LRS basiert.
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der beiden Orthographiesysteme, die Untersuchung der LRS-Symptomatik sowie die Darstellung pädagogischer Fördermaßnahmen.
Die zentralen Begriffe sind Legasthenie, orthographische Prinzipien, Fremdsprachenerwerb, multisensorische Lernmethoden und gezielte Förderstrategien.
Im Vergleich zum Deutschen gilt das englische Orthographiesystem als tiefer und intransparenter, da historische Einflüsse das Verhältnis von Laut und Schrift stark kompliziert haben.
Die Pilotensprache unterstützt Schüler beim Schreibprozess durch mentales oder lautes, silbisch gliederndes Mitsprechen, um die orthographische Korrektheit zu steuern.
Ein Graphem-Phonem-Training in Deutsch schafft die notwendige Basis, damit die Schüler die unterschiedlichen Systeme (L1 und L2) besser voneinander abgrenzen können.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

