Bachelorarbeit, 2016
41 Seiten, Note: 2.0
1. Einleitung
2. Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz
2.1 Grundlegendes zum Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz
2.2 Ziele des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes
3. Latente Steuern
3.1 Grundlegendes zu latenten Steuern
3.2 Konzepte der Abgrenzung latenter Steuern
3.2.1 Timing-Konzept
3.2.2 Temporary-Konzept
3.3 Methoden der Abgrenzung latenter Steuern
3.3.1 Liability-Methode
3.3.2 Deferred-Methode
3.4 Klassifizierung von Differenzen
3.4.1 Zeitlich begrenzte Differenzen
3.4.2 Quasi-permanente Differenzen
3.4.3 Permanente Differenzen
3.5 Besonderheiten des Steuerrechts
3.5.1 Latente Steuern auf Verlustvorträge
3.5.2 Latente Steuern auf Zinsvorträge
3.6 Diskontierungsverbot latenter Steuern
4. Latente Steuern im Konzernabschluss nach HGB
4.1 Konzernabschluss
4.1.1 Inside basis differences I
4.1.2 Inside basis differences II
4.1.3 Konsolidierungsmaßnahmen bei Vollkonsolidierung
4.1.3.1 Kapitalkonsolidierung
4.1.3.2 Schuldenkonsolidierung
4.1.3.3 Zwischenergebniseliminierung
5. Konzernsteuerquote
5.1 Grundlegendes
5.2 Konzernsteuerquote als Funktion
5.2.1 Zusammensetzung der Konzernsteuerquote
5.2.2 Darstellung der Konzernsteuerquote
5.2.3 Vorzeichen der Konzernsteuerquote
5.3 Funktionen der Konzernsteuerquote
5.4 Steuerliche Überleitungsrechnung
5.5 Einflussfaktoren auf die Konzernsteuerquote
5.6 Bedeutung latenter Steuern für die Konzernsteuerquote
6. Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht die komplexen Auswirkungen latenter Steuern auf die Konzernsteuerquote und analysiert, wie diese Kennzahl als Steuerungsgröße sowie Indikator für die steuerliche Belastung des Konzerns fungiert.
3.1 Grundlegendes zu latenten Steuern
Das Wort „latent“ stammt aus dem lateinischen und bedeutet gewissermaßen „versteckt“ oder „vorhanden, aber (noch) nicht in Erscheinung tretend“. Mit dem Wort „Steuern“ bedeutet das Begriffspaar „latente Steuern“ entweder eine Steuerbelastung oder -entlastung für Unternehmen.
Ihren Ursprung haben latente Steuern in der unterschiedlichen Ermittlung des handels- und steuerrechtlichen Jahresabschlusses aufgrund zeitlicher Differenzen zwischen einzelnen Wertansätzen. Diese Differenzen resultieren aus unterschiedlichen Ansatz- und Bewertungsregeln zwischen der Handels- und Steuerbilanz. Die Folge ist, dass der in der handelsrechtlichen Gewinn- und Verlustrechnung (GuV) ausgewiesene Steueraufwand nicht zwingend in einem sinnvollen Zusammenhang zum veröffentlichten Jahresüberschuss steht. Somit liegt dem in der Handelsbilanz ausgewiesenen Gewinn entweder ein zu hoher oder zu niedriger Steueraufwand gegenüber. Die Bilanzierung latenter Steuern fördert eine gerechte Ermittlung des Periodenerfolgs, da der „richtige“ Steueraufwand erfasst wird. In diesem Kontext wird unter „richtig“ nicht der nach dem Steuerrecht berechnete, sondern der nach dem handelsrechtlichen Ergebnis übereinstimmende Steueraufwand verstanden.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik latenter Steuern und deren Bedeutung für die Konzernsteuerquote unter Berücksichtigung des nationalen Handelsrechts ein.
2. Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz: Kapitel 2 erläutert die wesentlichen Reformen des BilMoG und den daraus resultierenden konzeptionellen Wandel in der Steuerabgrenzung.
3. Latente Steuern: Dieses Kapitel definiert das Wesen latenter Steuern, vergleicht das Timing- und Temporary-Konzept und klassifiziert die verschiedenen Arten von Differenzen.
4. Latente Steuern im Konzernabschluss nach HGB: Hier findet eine detaillierte Auseinandersetzung mit der Bilanzierung latenter Steuern auf Konzernstufe statt, inklusive der Behandlung von Konsolidierungsmaßnahmen.
5. Konzernsteuerquote: Das Kapitel widmet sich der Analyse der Konzernsteuerquote als Kennzahl, ihrer mathematischen Funktion, den Einflussfaktoren und der steuerlichen Überleitungsrechnung.
6. Fazit: Das Fazit fasst die ambivalenten Auswirkungen latenter Steuern zusammen und plädiert für eine genauere Analyse sowie eine mögliche Aufnahme der Überleitungsrechnung als Pflichtangabe nach HGB.
Konzernsteuerquote, Latente Steuern, BilMoG, Temporary-Konzept, Steuerabgrenzung, Liability-Methode, Konzernabschluss, Steuerbelastung, Steuerliche Überleitungsrechnung, Zeitlich begrenzte Differenzen, Steuerplanung, Steueraufwand, Steuerliche Verlustvorträge, Steuerliche Zinsvorträge, Ertragsteuern
Die Arbeit analysiert die wechselseitigen Beziehungen zwischen latenten Steuern und der Konzernsteuerquote im Kontext der deutschen Rechnungslegung nach dem BilMoG.
Die Schwerpunkte liegen auf der Steuerabgrenzung in Einzel- und Konzernabschlüssen, der methodischen Ermittlung der Konzernsteuerquote sowie der Wirkung von Differenzen zwischen Handels- und Steuerbilanz.
Ziel ist es, die hohe Komplexität der latenten Steuern und deren Einfluss auf die Steuerbelastung des Konzerns anhand von Rechenbeispielen verständlich darzustellen und zu analysieren.
Die Arbeit nutzt eine theoretische Fundierung, ergänzt durch anschauliche Rechenbeispiele und Szenario-Betrachtungen zur Illustration der Steuereffekte.
Der Hauptteil behandelt die gesetzlichen Rahmenbedingungen des BilMoG, die Konzepte der Steuerabgrenzung, die Besonderheiten bei Konzernkonsolidierungen sowie die detaillierte Funktionsweise der Konzernsteuerquote.
Wichtige Begriffe sind Konzernsteuerquote, Temporary-Konzept, Steuerlatenzen, Konsolidierungsmaßnahmen und die steuerliche Überleitungsrechnung.
Die Steuerbilanz bildet die Basis für die steuerliche Bemessungsgrundlage. Da Handels- und Steuerbilanz oft divergieren, entstehen Differenzen, die erst durch latente Steuern für den Konzernabschluss harmonisiert werden.
Der Kompensationseffekt beschreibt die Nivellierung des Steueraufwands über mehrere Perioden hinweg durch die Bildung und Auflösung latenter Steuern, was zu einer stabileren Konzernsteuerquote führt.
Das Diskontierungsverbot führt dazu, dass latente Steuern mit ihrem Nominalwert statt mit ihrem Barwert ausgewiesen werden, was die Aussagekraft der Kennzahl durch eine zeitliche Verzerrung einschränken kann.
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