Bachelorarbeit, 2017
29 Seiten, Note: 1,3
Einleitung
1. Historischer Hintergrund
1.1 Ästhetik – Aisthesis
2. Ästhetische Bildung - Ästhetische Erfahrung
2.1 Transfereffekte
2.2 Was macht eine Erfahrung zur einer ästhetischen?
2.3 Sind Erkenntnisse durch ästhetische Erfahrungen möglich?
3. Erkenntnis und Sinnlichkeit
3.1. Ästhetisches Lernen
3.2. Ist Erkenntnis durch Sinnlichkeit möglich?
3.3 Goethes Naturforschung als Beispiel für einen aisthetischen Zugang in den Naturwissenschaften
4. Anforderungen an einen guten Unterricht
4.1 Anforderungen an einen guten Sachunterricht
4.2 Ziele des Sachunterrichtes
5. Ästhetische Zugangsweisen im Sachunterricht
5.1 Forschendes-entdeckendes Lernen und ästhetisches Erleben
5.2 Nutzugsmöglichkeiten der Ästhetischen Zugänge im Sachunterricht
5.3 Beispiele für ästhetische Zugangsweisen im Sachunterricht
6. Ausblick
7. Zusammenfassung
Die vorliegende Arbeit untersucht die Potenziale ästhetischer Erfahrungen für das naturwissenschaftliche Lernen im Grundschul-Sachunterricht. Dabei wird der Frage nachgegangen, wie ästhetische Zugangsweisen in den Unterricht integriert werden können, um Erkenntnisprozesse bei Kindern zu fördern und eine aktive Auseinandersetzung mit der Umwelt zu ermöglichen.
5.3 Beispiele für ästhetische Zugangsweisen im Sachunterricht
Um ein wahrnehmendes Denken zu fördern bedient sich Doris Freeß der Fotografie (vgl. Freeß 2002). Die Fotografie hat den Vorteil, dass sie den unnötigen Raum ausspart, den wir sonst auch noch wahrnehmen und zu verarbeiten haben. Die Fotografie kann ein Phänomen in seiner Eigenart und in seinem Wesen so festhalten, dass uns nur dieser offenbart wird. Die Fotografien können auch als eine Art Dokumentation eines komplexen Prozesses dienen, so lassen sich Ordnungen und Strukturen eines Phänomens verdeutlichen.
Am Anfang eines Lernprozesses soll ein “Genussvolles Staunen” entstehen (Freeß 2002, 63). Über das Staunen lässt sich Interesse für ein Phänomen erwecken, was sich in einer Art Sich-Wundern äußert. Freeß beschreibt das als einen natürlichen Übergang, indem die SuS beginnen ihre ersten Fragen zu einem Problem zu stellen (vgl. Freeß 2002, 65). Auch hier bietet Freeß ein Angebot wie die folgenden Gespräche stattfinden sollen, was schon des Öfteren erwähnt worden ist, nämlich in der Form der Sokratischen Gespräche.
In dieser Form der Gespräche haben die SuS die Möglichkeit ihr vorhandenes Wissen mit einzubringen, dass sie sich durch Erfahrungen und durch die Umwelt erworben haben aber auch neue und interessierende Probleme zu benennen.
Die Sokratischen Gespräche fördern somit das selbstständige Entwickeln von Erklärungskonzepten der SuS (ebd., 95).
Es geht darum dem Wesen eines Phänomens so nah wie möglich zu kommen. Die Sprache welcher sich hier bedient wird soll dazu dienen, nicht das Verstehen nur rein intellektuell zu verfassen, sondern die Sprache soll hier als Erfahrung verstanden werden etwas, dass ich verstanden habe im Gesamtzusammenhang, selbst mit eigenen Worten herzustellen.
Freeß bietet hier den SuS die Möglichkeit einen Verstehensprozess zu vertiefen, indem sie sie auffordert den stärksten und ansprechendsten Aspekt eines Phänomens in einem Vierzeiler zu beschreiben.
Einleitung: Einführung in die Thematik der ästhetischen Bildung und Erläuterung der Forschungsfrage nach der Relevanz ästhetischer Erfahrungen für das naturwissenschaftliche Lernen.
1. Historischer Hintergrund: Historische Herleitung des Begriffs der Ästhetik von der griechischen Aisthesis bis zum Begründer der Ästhetik als Disziplin, Alexander Gottlieb Baumgarten.
2. Ästhetische Bildung - Ästhetische Erfahrung: Auseinandersetzung mit bildungstheoretischen Ansätzen und der Frage, welche Rolle ästhetische Erfahrungen im Bildungsprozess und für Transfereffekte spielen.
3. Erkenntnis und Sinnlichkeit: Untersuchung des Verhältnisses von sinnlicher Wahrnehmung und kognitiver Erkenntnis, unter anderem am Beispiel von Goethes Naturforschung.
4. Anforderungen an einen guten Unterricht: Erörterung moderner konstruktivistischer Anforderungen an den Sachunterricht, insbesondere im Hinblick auf offene Lernformen und individuelle Kompetenzentwicklung.
5. Ästhetische Zugangsweisen im Sachunterricht: Darstellung konkreter Methoden und Möglichkeiten, wie ästhetische Erfahrungen in den naturwissenschaftlichen Unterricht integriert werden können.
6. Ausblick: Kritische Reflexion darüber, dass das Konzept ästhetischen Lernens nicht bloß als Motivation dienen darf, sondern tief in der erkenntnistheoretischen Auseinandersetzung verankert sein muss.
7. Zusammenfassung: Abschlussbetrachtung der Potenziale ästhetischer Zugänge und deren Bedeutung für die Umweltaneignung und Vielfalt von Lernprozessen im Sachunterricht.
Ästhetische Bildung, Aisthesis, Sachunterricht, naturwissenschaftliches Lernen, ästhetische Erfahrung, sinnliche Wahrnehmung, forschend-entdeckendes Lernen, Goethes Naturforschung, erkenntnistheoretischer Prozess, Grundschule, pädagogische Praxis, Konstruktivismus, Bildungsprozesse, Umweltaneignung, Sokratische Gespräche.
Die Arbeit untersucht, wie ästhetische Erfahrungen und Zugangsweisen genutzt werden können, um das naturwissenschaftliche Lernen im Sachunterricht an Grundschulen zu bereichern und vertiefen.
Die zentralen Felder umfassen die Theorie der ästhetischen Bildung, die Verknüpfung von Sinnlichkeit und kognitiver Erkenntnis sowie die praktische Umsetzung dieser Konzepte in offenen Unterrichtsformen.
Das primäre Ziel ist es, Möglichkeiten aufzuzeigen, wie ästhetische Erfahrungen als bildende Einheit für das naturwissenschaftliche Lernen nutzbar gemacht werden können, um Schülerinnen und Schüler bei der aktiven Umweltaneignung zu unterstützen.
Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Analyse bildungswissenschaftlicher und didaktischer Fachliteratur, inklusive historischer Abrisse und der Auswertung von Bildungsstandards und Lehrplänen.
Im Hauptteil werden theoretische Grundlagen (Ästhetik, Erkenntnistheorie), die Anforderungen an modernen Sachunterricht sowie konkrete didaktische Beispiele für ästhetische Zugänge (z.B. Fotografie, Sokratische Gespräche, künstlerische Gestaltung) detailliert erörtert.
Die zentralen Begriffe sind Ästhetische Bildung, naturwissenschaftliches Lernen, Sachunterricht, sinnliche Wahrnehmung, forschend-entdeckendes Lernen und Erkenntnisprozess.
Es dient als prominentes Beispiel dafür, wie sinnliche Wahrnehmung und rationales Denken nicht als Gegensatz, sondern als komplementärer Prozess verstanden werden können, um Naturphänomene ganzheitlich zu erschließen.
Sie ermöglichen es den Lernenden, ihre eigenen Erfahrungen und Wahrnehmungen sprachlich zu reflektieren, was den Weg von einer rein sinnlichen Erfahrung hin zur Ausbildung von Erklärungskonzepten ebnet.
Die Autorin betont, dass ästhetisches Lernen weit über einen kreativen Einstieg oder eine Motivationsmethode hinausgeht; es ist ein fundamentaler Bildungsprozess, der tiefgreifende Erkenntnis und Weltaneignung ermöglicht.
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