Fachbuch, 2020
79 Seiten
1 Einleitung
1.1 Ausgangslage
1.2 Ziel der Arbeit
1.3 Methodisches Vorgehen
1.3.1 Policy Cycle
1.3.2 Dokumentenanalyse
1.4 Historie des Hochwasserschutzes im Wasserrecht
2 Hochwasserschutzgesetz I
2.1 Problemwahrnehmung
2.2 Agenda Setting
2.3 Politikformulierung und Entscheidungsfindung
2.3.1 Verbot von Ölheizungen
2.3.2 Verbot der Ausweisung neuer Baugebiete
2.3.3 Ackerbauverbot
2.4 Implementierung und Evaluierung
3 Hochwasserschutzgesetz II
3.1 Problemwahrnehmung
3.2 Agenda Setting
3.3 Politikformulierung und Entscheidung
3.3.1 Verbot von Ölheizungen
3.3.2 Verbot der Ausweisung neuer Baugebiete
3.4 Politikimplementierung und Evaluierung
4 Schlussbemerkungen
4.1 Fazit
4.2 Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht den politischen Umgang mit den Herausforderungen des Klimawandels, konkretisiert am Beispiel der Hochwasserschutzgesetze I und II. Ziel ist es, den politischen Entscheidungsprozess – von der Problemwahrnehmung über die Politikformulierung bis hin zur Implementierung – zu analysieren und zu bewerten, inwiefern die gesetzgeberischen Maßnahmen geeignet sind, künftige Hochwasserrisiken effektiv zu mindern.
1.1 Ausgangslage
Das extrem trockene Jahr 2018 mit seinen negativen Folgen u. a. für die Landwirtschaft und die im Jahr 2019 aufgekommenen „Fridays for Future“-Demonstrationen haben die Veränderungen des Klimas wieder stärker in den Fokus des öffentlichen Bewusstseins gerückt und auf die politische Agenda gesetzt. Einen Beweis für die Wichtigkeit des Themas lieferte nicht zuletzt das Ergebnis der Europawahl im Mai 2019, bei der 48 Prozent der Befragten angaben, dass Umwelt- und Klimaschutz für ihre Wahlentscheidung besonders wichtig sind (z. Vgl. 2014: 20 Prozent). Bei der Bundestagswahl 2009 gaben dies nur zwischen 4 und 8 Prozent der Befragten an; 2017 spielte vor allem der Zuzug und der Umgang mit Geflüchteten die Hauptrolle im Wahlkampf.
Ein gängiger Begriff in der Diskussion ist der Klimawandel. Es darf jedoch nicht verkannt werden, dass ein oder zwei aufeinanderfolgende heiße Sommer noch kein Indiz für den Klimawandel sind. Dies zeigt die Definition des Begriffs Klima: „Klima ist der mittlere Zustand der Atmosphäre an einem bestimmten Ort oder in einem bestimmten Gebiet über einen längeren Zeitraum. Als Zeitspanne empfiehlt die Weltorganisation für Meteorologie (WMO – World Meteorological Organization) mindestens 30 Jahre, aber auch Betrachtungen über längere Zeiträume wie Jahrhunderte und Jahrtausende sind bei der Erforschung des Klimas gebräuchlich. Das Klima wird durch statistische Eigenschaften der Atmosphäre charakterisiert, wie Mittelwerte, Häufigkeiten, Andauerverhalten und Extremwerte meteorologischer Größen.“
Zu dieser Begriffsbestimmung passt das Wort „Wandel“ insofern gut, weil unter Wandel ein kontinuierlicher Veränderungsprozess über eine gewisse Zeitspanne verstanden wird. Grundsätzlich bezeichnet Klimawandel die allgemeine Veränderung des Klimas auf der Erde, was also eine Abkühlung oder Erwärmung über einen gewissen Zeitraum bedeuten kann. Das heute mit dem Klimawandel vor allem die globale Erderwärmung verbunden wird, liegt an den Ergebnissen der Klimaforschung in den letzten Jahren, die darauf verweist, dass seit Beginn der Industrialisierung die Konzentration von Treibhausgasen in der Atmosphäre erheblich angestiegen ist.
1 Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik des Klimawandels und dessen Auswirkungen auf Hochwasserereignisse ein, skizziert die methodische Vorgehensweise (Policy Cycle) und gibt einen Überblick über die historische Entwicklung des Hochwasserschutzes.
2 Hochwasserschutzgesetz I: Der Fokus liegt auf der Analyse der politischen Reaktion auf das Hochwasserereignis von 2002, insbesondere der Debatten um das Verbot von Ölheizungen und die Ausweisung von Baugebieten in Überschwemmungsgebieten.
3 Hochwasserschutzgesetz II: Hier wird der Prozess der politischen Entscheidungsfindung infolge des Hochwassers von 2013 untersucht und die Implementierung sowie die Wirksamkeit der neuen gesetzlichen Regelungen kritisch reflektiert.
4 Schlussbemerkungen: Das abschließende Kapitel resümiert die Ergebnisse der Arbeit bezüglich des politischen Umgangs mit Klimawandelfolgen und bietet einen Ausblick auf notwendige künftige Anpassungen im Hochwasserschutz.
Hochwasserschutz, Klimawandel, Politikfeldanalyse, Policy Cycle, Wasserhaushaltsgesetz, Ölheizungsverbot, Überschwemmungsgebiete, Gesetzgebungsverfahren, Risikomanagement, Bodenerosion, Flutkatastrophe, Infrastruktur, Nachhaltigkeit, Klimaanpassung, Wasserrecht.
Die Arbeit analysiert den politischen Umgang mit dem Klimawandel und dessen Folgen, mit dem spezifischen Schwerpunkt auf dem Hochwasserschutz in Deutschland und den dazugehörigen Gesetzesinitiativen.
Zentrale Themen sind die Auswirkungen des Klimawandels, der Hochwasserschutz, die politische Steuerung durch Gesetze sowie das Spannungsfeld zwischen ökonomischen Interessen und ökologischen Erfordernissen.
Das Ziel ist die Untersuchung des politischen Prozesses hinter den Hochwasserschutzgesetzen I und II, um zu verstehen, wie Interessen verhandelt wurden und ob die Gesetze ausreichen, um zukünftige Risiken zu mindern.
Die Untersuchung nutzt das politikfeldanalytische Modell des "Policy Cycle" sowie eine qualitative Dokumentenanalyse, um politische Prozesse chronologisch zu rekonstruieren.
Der Hauptteil befasst sich detailliert mit der Problemwahrnehmung, dem Agenda Setting sowie der konkreten Politikformulierung und Implementierung der beiden Hochwasserschutzgesetze.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Hochwasserschutz, Policy Cycle, Klimawandel, Gesetzgebungsverfahren und Risikomanagement charakterisieren.
Das Verbot dient als konkretes Fallbeispiel für kontroverse politische Diskussionen, da es einerseits Umweltschutzinteressen vertritt, andererseits aber in Zielkonflikte mit wirtschaftlichen Interessen und dem Bestandschutz von Eigenheimbesitzern gerät.
Der Autor kommt zu dem Schluss, dass die Gesetze wichtige Impulse gegeben haben, jedoch insgesamt den absehbaren Folgen des Klimawandels und den damit einhergehenden Extremwetterlagen nicht ausreichend Rechnung tragen.
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