Bachelorarbeit, 2016
56 Seiten, Note: 2,3
1 Problemstellung
2 Historischer Hintergrund
2.1 Das Disclosure Problem
2.2 Erwartungen an die Disclosure Initiative
2.3 Der IASB Maßnahmenkatalog
2.3.1 Kurzfristige Maßnahmen
2.3.2 Mittelfristige Forschungsaktivitäten
3 Status Quo und künftige Entwicklungen
3.1 Interdependenzen zwischen der Disclosure Initiative und dem Rahmenwerk Projekt
3.2 Abgeschlossene Projekte
3.2.1 Indossierte Teiländerung des IAS 1
3.2.2 Indossierte Teiländerung des IAS 7
3.3 Aktuelle Projekte
3.3.1 Standardentwurf zur Änderung des IAS 8
3.3.2 Standardentwurf zur Praxisanwendung der Wesentlichkeit
3.3.3 Angabeprinzipien
3.3.4 Überprüfung bestehender Angabevorschriften
3.3.5 Angabenrahmenwerk
4 Kritische Würdigung
5 Thesenförmige Zusammenfassung
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht den Status Quo sowie die künftige Ausrichtung der Disclosure Initiative des International Accounting Standards Board (IASB), um das Problem des sogenannten "Disclosure Overload" bei der IFRS-Rechnungslegung zu analysieren und Lösungsansätze zu bewerten.
2.1 Das Disclosure Problem
Das Disclosure Problem wird vor allem auf die ausufernden Angaben im Anhang der Jahresabschlüsse kapitalmarktorientierter Unternehmen zurückgeführt. Gemäß IAS 1.10 gehören zu einem vollständigen IFRS-Abschluss neben dem Anhang auch die vier Rechenwerke Bilanz, Kapitalflussrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung und Gesamtergebnisrechnung. Die Anmerkungen im Anhang (notes) werden wie folgt definiert: „Jeder erläuterungsbedürftige Abschlusssposten (aus Bilanz, GuV, Kapitalflussrechnung) ist technisch mit einem Querverweis zu sämtlichen im Anhang seiner Erläuterung dienenden Information zu versehen (IAS 1.113).“ Insofern lassen sich die Offenlegungen (disclosures) im Anhang wie folgt definieren: „Dem Anhang kommt die Funktion zu, die Zahlen der Rechenwerke, d.h. ihr Zustandekommen (Methoden) und ihren Inhalt (Zusammensetzung), zu erläutern sowie zusätzliche Informationen zu liefern, die nicht Teil der Finanzbuchhaltung bzw. der anderen Abschlussbestandteile sind (IAS 1.112).“
1 Problemstellung: Dieses Kapitel führt in die Problematik des Disclosure Overload ein und erläutert die Zielsetzung der Arbeit, den Status Quo und die Entwicklungen der Disclosure Initiative zu analysieren.
2 Historischer Hintergrund: Hier wird die zeitliche Entwicklung des Disclosure Problems seit 2006 sowie die Entstehung und Zielsetzung der Disclosure Initiative des IASB detailliert dargestellt.
3 Status Quo und künftige Entwicklungen: Das Kapitel analysiert die operativen Maßnahmen des IASB, gegliedert in abgeschlossene Teiländerungen von Standards sowie laufende Projekte zur Entwicklung von Angabeprinzipien und Rahmenwerken.
4 Kritische Würdigung: Es erfolgt eine normative Bewertung der IASB-Maßnahmen hinsichtlich ihrer Eignung, die Erwartungen der verschiedenen Rechnungslegungsparteien effektiv zu erfüllen.
5 Thesenförmige Zusammenfassung: Die zentralen Erkenntnisse der Untersuchung werden kompakt in Form von drei Kernaussagen zusammengefasst.
Disclosure Initiative, IASB, IFRS, Disclosure Overload, Anhangangaben, Wesentlichkeit, Rahmenwerk, Rechnungslegung, Kapitalmarkt, Finanzberichterstattung, Abschlussersteller, Abschlussadressaten, Angabeprinzipien, Standardsetzung, Informationsqualität
Die Arbeit befasst sich mit der Disclosure Initiative des IASB, die ins Leben gerufen wurde, um die Qualität der Anhangangaben in IFRS-Abschlüssen zu verbessern und den sogenannten Disclosure Overload zu reduzieren.
Zentral sind die unterschiedlichen Perspektiven von Abschlusserstellern, die den hohen Aufwand der Offenlegung beklagen, und Abschlussadressaten, die einen Mangel an entscheidungsrelevanten Informationen kritisieren.
Das Ziel ist es, den aktuellen Status und die zukünftige Richtung der verschiedenen Teilprojekte der Disclosure Initiative deskriptiv darzustellen und kritisch zu würdigen.
Die Arbeit nutzt eine deskriptive Darstellung der Entwicklung sowie eine normative kritische Würdigung der IASB-Maßnahmen im Vergleich zu den geäußerten Erwartungen der Stakeholder.
Der Hauptteil gliedert sich in die historische Herleitung des Disclosure Problems, die Vorstellung des Maßnahmenkatalogs (kurz- und mittelfristig) sowie die detaillierte Analyse spezifischer IASB-Projekte wie IAS 1, IAS 7 und IAS 8.
Zu den prägenden Begriffen zählen Disclosure Overload, Wesentlichkeitsprinzip (Materiality), Anhang, IASB, Interdependenz und Angabeprinzipien.
Die Überarbeitung des Rahmenwerks ist eng mit der Disclosure Initiative verzahnt, da die neuen Angabeprinzipien die Grundlage für ein zukünftiges, konsistentes Angabensystem bilden sollen.
Beide Parteien sehen darin eine Ursache für die Überladung des Anhangs mit unwesentlichen Informationen, die zulasten einer unternehmensspezifischen und verständlichen Berichterstattung geht.
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