Magisterarbeit, 2002
109 Seiten, Note: 1,3
Diese Magisterarbeit befasst sich mit der Analyse der grotesken und komischen Elemente in drei ausgewählten Holocaust-Dramen von George Tabori. Ziel der Arbeit ist es, Taboris Vorgehensweise in Bezug auf den Holocaust zu untersuchen und seine Einordnung im Kontext des deutschsprachigen Bewältigungsdramas zu beleuchten. Die Arbeit geht davon aus, dass Tabori mit seinem Theater bewusst auf zeitgenössische Stücke sowie politische und gesellschaftliche Tendenzen und Entwicklungen reagiert hat.
Die Arbeit beginnt mit einer Einleitung, die die Debatte um die Darstellbarkeit des Holocausts anhand des Films "Das Leben ist schön" von Roberto Benigni einführt und die Relevanz von Taboris Theaterarbeit in diesem Kontext beleuchtet. Kapitel 2 skizziert die theoretischen Voraussetzungen für das Verständnis von Holocaust-Literatur und gibt einen Überblick über das deutschsprachige Bewältigungsdrama der Nachkriegszeit, das den kontextuellen Rahmen für Taboris Dramen liefert. Kapitel 3 widmet sich der Analyse des Grotesken und des Witzes in Taboris Dramen "Die Kannibalen", "Jubiläum" und "Mein Kampf", wobei die Analysegegenstände Groteske und Witz theoretisch erläutert werden. Die Ergebnisse werden in Kapitel 4 zusammengefasst und ausgewertet.
Die zentralen Schlüsselwörter der Arbeit sind: Holocaust, Darstellbarkeit, Groteske, Witz, Tabori, Bewältigungsdrama, deutschsprachiges Theater, Nachkriegszeit, Erinnerungskultur.
Die Arbeit untersucht diese Debatte am Beispiel von George Tabori und Roberto Benigni und fragt, ob Groteske und Witz angemessene Mittel zur Darstellung von Auschwitz sind.
Analysiert werden die Dramen „Die Kannibalen“, „Jubiläum“ und „Mein Kampf“.
Tabori nutzt als Überlebender bewusst Groteske und Witz, um bestehende Normen der deutschen „Bewältigungskultur“ zu kritisieren und das Unsagbare sagbar zu machen.
Theodor W. Adorno stellte die berühmte Frage nach der Möglichkeit von Lyrik nach Auschwitz und warnte vor einer ästhetischen Verklärung des Grauens.
Es bezeichnet deutschsprachige Theaterstücke nach 1945, die versuchten, die Zeit des Nationalsozialismus und den Holocaust künstlerisch aufzuarbeiten.
Der Witz dient bei Tabori nicht der Verharmlosung, sondern als Mittel zur Distanzierung und zur Aufdeckung der absurden Logik der Vernichtung.
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