Diplomarbeit, 2005
168 Seiten, Note: 2,3
Geowissenschaften / Geographie - Bevölkerungsgeographie, Stadt- u. Raumplanung
1 EINFÜHRUNG
1.1 PROBLEM- UND FRAGESTELLUNG
1.2 ZIELSETZUNG DER ARBEIT
1.3 AUFBAU UND METHODIK
2 KLEINE UND MITTLERE UNTERNEHMEN IN DEUTSCHLAND
2.1 BEGRIFFSKLÄRUNG
2.2 DIE STELLUNG DES DEUTSCHEN MITTELSTANDES
3 DAS LEITBILD DER „NACHHALTIGEN ENTWICKLUNG“
3.1 REGION UND NACHHALTIGE ENTWICKLUNG
3.1.1 Der Regionsbegriff
3.1.2 Nachhaltige Entwicklung in der Region
3.1.3 Regionalisierung als Handlungsstrategie nachhaltiger Entwicklung
4 VERNETZUNG UND KOOPERATION
4.1 NETZWERKE
4.2 ARTEN VON NETZWERKEN
4.2.1 Soziale Netzwerke
4.2.2 Personelle Netzwerke
4.3 BEWEGGRÜNDE FÜR VERNETZUNG UND KOOPERATION
5 GRUNDLAGEN DES STOFFSTROMMANAGEMENTS
5.1 STOFFSTROM
5.2 DAS MANAGEMENT VON STOFFSTRÖMEN
5.3 STOFFSTROMRECHT
5.3.1 Umweltrecht
5.3.2 Chemikalienrecht
5.3.3 Planungsrecht
5.4 AUFGABEN UND ZIELE DES SSM
5.4.1 Aufgaben des SSM
5.4.2 Ziele des SSM
5.5 DIE TYPEN DES STOFFSTROMMANAGEMENTS
5.5.1 Vertikales Stoffstrommanagement
5.5.2 Horizontales Stoffstrommanagement
5.5.3 Diagonales Stoffstrommanagement
5.6 INSTRUMENTE DES STOFFSTROMMANAGEMENTS
5.6.1 Umweltmanagement
5.6.2 Kooperation
5.6.3 Umweltinformationen für Nachfrager
5.7 DIE PHASEN DES STOFFSTROMMANAGEMENTS
5.8 DIE AKTEURE DES STOFFSTROMMANAGEMENTS
5.8.1 Akteurstypen
6 ZIELSYSTEMATIK UND INDIKATOREN DER EMPIRIE UND ANALYSE
6.1 DIE EBENEN DER ZIELSYSTEMATIK
6.1.1 Innerbetriebliche Ebene
6.1.2 Zwischenbetriebliche Ebene
6.1.3 Kommunikations- und Kooperationsebene
6.2 INDIKATOREN
7 STOFFVERWERTUNGSNETZWERK WIEBELSHEIDE IM WIRTSCHAFTSRAUM ARNSBERG
7.1 REGION ARNSBERG
7.1.1 Der Wirtschaftsraum Arnsberg
7.2 DAS GEWERBEGEBIET WIEBELSHEIDE
7.2.1 Lage, Größe und Struktur des Gebietes
7.2.2 Unternehmensbefragung im Gewerbegebiet
7.2.3 Auswertung der Unternehmensbefragung
7.2.4 Fazit der Untersuchungen des Fallbeispiels
8 HANDLUNGSKATALOG ZUR NETZWERKIMPLEMENTIERUNG
8.1 PHASEN ZUR UMSETZUNG
8.1.1 Vorbereitungsphase
8.1.2 Start-up-Phase
8.1.3 Konkretisierungs- und Analysephase
8.1.4 Aufbauphase
8.1.5 Etablierungs- und Ausweitungsphase
8.2 WEITERE HANDLUNGSEMPFEHLUNG ZUR AUSWEITUNG DES NETZWERKS
8.2.1 Ressourcenpooling und Rationalisierung
8.2.2 Forschung und Entwicklung
8.2.3 Produktionsnetzwerke
9 FAZIT/AUSBLICK
Die Arbeit untersucht, wie kleine und mittlere Unternehmen (KMU) im Wirtschaftsraum Arnsberg durch stoffstrombasierte Unternehmensnetzwerke ihre Zukunftsfähigkeit und Ressourceneffizienz steigern können, um so zu einer nachhaltigen regionalen Entwicklung beizutragen.
1.1 Problem- und Fragestellung
„Die globale Rohstoffkrise verheizt den Mittelstand.“ So titelte eine von der RAG und vom Wirtschaftsverband Stahl- und Metallverarbeitung veröffentlichte Broschüre, in der die zunehmend schwieriger werdende Situation der KMU der Metallverarbeitung sowie weiterer Branchen des Mittelstandes auf dem Rohstoffmarkt verdeutlicht wird. Diese Situation ist von einem immer größer werdenden Kostendruck gekennzeichnet, für den im Wesentlichen zwei Haupttrends verantwortlich sind: Zum einen die natürlichen Grenzen nicht erneuerbarer Ressourcen, zum anderen die steigende Nachfrage nach eben diesen Ressourcen im Zuge wirtschaftlicher Expansion, insbesondere in China und Indien sowie auch anderen Schwellenländern.
Beide Trends haben in den letzten fünf Jahren die Industrierohstoffpreise und somit auch die Preise für Stahl ansteigen lassen. Da für die o. g. Länder auch in den nächsten Jahren ein stark expansiver Wirtschaftskurs prognostiziert wird und diese demzufolge auch weiterhin Rohstoffe in steigendem Umfang nachfragen werden, ist mit einer Entschärfung der Situation auf dem Weltmarkt in den nächsten vier bis fünf Jahren nicht zu rechnen. Vielmehr ist zu erwarten, dass auf Grund der steigenden Nachfrage nach nicht erneuerbaren Ressourcen die Preisspirale weiterhin nach oben gedreht wird, so dass auch langfristig eher eine Verschärfung als eine Entspannung der Situation zu erwarten ist.
Darüber hinaus muss sich der deutsche Mittelstand auf dem globalisierten Markt einem immer härteren Wettbewerb gerade auch mit Konkurrenten aus den besagten Schwellenländern, aber auch aus den mittel- und osteuropäischen EU-Mitgliedsstaaten stellen und nach Wegen suchen, mit seinen Produkten wettbewerbsfähig zu bleiben. Das bedeutet jedoch auch, dass immer wieder Innovationsanstrengungen zur Sicherung des Technologievorsprungs vorgenommen werden müssen, da sich die deutschen KMU im Bereich der standardisierten Massenproduktion von Billigkonsumgütern auf Grund verschiedener Faktoren (z.B. hohes Lohnniveau in Deutschland) nicht behaupten kann.
Einführung: Das Kapitel erläutert die Problemstellung der globalen Rohstoffknappheit für den Mittelstand und definiert die Zielsetzung sowie Methodik der Arbeit.
Kleine und mittlere Unternehmen in Deutschland: Hier wird der Mittelstand als Rückgrat der deutschen Wirtschaft begrifflich definiert und seine sozioökonomische Bedeutung analysiert.
Das Leitbild der „nachhaltigen Entwicklung“: Dieses Kapitel führt in das Konzept der Nachhaltigkeit ein und beleuchtet dessen ökologische, ökonomische und soziale Dimensionen im regionalen Kontext.
Vernetzung und Kooperation: Der Fokus liegt auf der theoretischen Begründung von Netzwerken und Kooperationen als Instrumente zur Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen.
Grundlagen des Stoffstrommanagements: Es werden die Definitionen, rechtlichen Rahmenbedingungen, Aufgaben, Ziele sowie Instrumente und Akteure des Stoffstrommanagements (SSM) dargelegt.
Zielsystematik und Indikatoren der Empirie und Analyse: Dieses Kapitel operationalisiert die Ziele der Arbeit und definiert die Indikatoren für die empirische Untersuchung im Gewerbegebiet.
Stoffverwertungsnetzwerk Wiebelsheide im Wirtschaftsraum Arnsberg: Eine detaillierte empirische Fallstudie des Gewerbegebiets Wiebelsheide zur Analyse der Stoffströme und Kooperationspotenziale.
Handlungskatalog zur Netzwerkimplementierung: Basierend auf den Ergebnissen wird ein praktischer Phasenplan für den Aufbau eines Stoffverwertungsnetzwerks entwickelt.
Fazit/Ausblick: Das Fazit resümiert die Potenziale des Stoffstrommanagements für die Region und gibt einen Ausblick auf die zukünftige Entwicklung.
Stoffstrommanagement, Mittelstand, KMU, Nachhaltige Entwicklung, Unternehmensnetzwerke, Gewerbegebiet Wiebelsheide, Stoffverwertung, Kreislaufwirtschaft, Ressourceneffizienz, Kooperation, Regionale Wirtschaftsförderung, Abfallmanagement, Wertschöpfungskette, Innovationsstau, Industrierohstoffe.
Die Arbeit befasst sich mit der Implementierung von stoffstromorientierten Kooperationsansätzen, um die Wettbewerbsfähigkeit mittelständischer Unternehmen durch Ressourceneffizienz zu stärken.
Die zentralen Themen umfassen Stoffstrommanagement, nachhaltige regionale Entwicklung, Unternehmensvernetzung und die Analyse industrieller Kooperationsmöglichkeiten.
Das Ziel ist die Erarbeitung eines Konzeptes zur Etablierung eines Stoffverwertungsnetzwerkes im Gewerbegebiet „Wiebelsheide“ in Arnsberg, um ökologische Nachhaltigkeit mit wirtschaftlichem Nutzen zu verbinden.
Die Arbeit nutzt ein exploratives Forschungsdesign, bestehend aus einer Literaturanalyse, der Erhebung von Sekundärdaten und einer Unternehmensbefragung (PAPI-Interviews) in einem Fallbeispiel.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen (Nachhaltigkeit, Netzwerke, SSM, Recht) und einen empirischen Teil (Fallstudie, Befragungsauswertung) sowie einen daraus abgeleiteten Handlungskatalog.
Schlüsselwörter sind Stoffstrommanagement, Mittelstand, Ressourceneffizienz, Kooperation, regionale Entwicklung und Kreislaufwirtschaft.
Es dient als konkretes Fallbeispiel, an dem die Machbarkeit eines Verwertungsnetzwerks durch die Analyse der dort ansässigen Unternehmen und deren Abfallströme geprüft wird.
Sie wird als wichtiges Instrument identifiziert, das Hersteller dazu motiviert, bereits bei der Produktentwicklung ökologische Aspekte wie Recyclingfähigkeit stärker zu berücksichtigen.
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