Diplomarbeit, 2005
108 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
1.1. Hintergrund der Arbeit
1.2. Struktur und Zielsetzung der Arbeit
2. Untersuchungsgegenstand und Untersuchungsgebiet der Arbeit
2.1. Die wissenschaftlichen Einrichtungen in der Region Kiel
2.1.1. Abgrenzung des Begriffs „wissenschaftliche Einrichtungen“
2.1.2. Der Hochschulbereich
2.1.3. Der außerhochschulische Bereich
2.2. Die K.E.R.N.-Region
3. Theoretische Diskussion über die Bedeutung wissenschaftlicher Einrichtungen für ihre Region
3.1. Wissensbasierte Regionalentwicklung
3.1.1. Allgemeine Anmerkungen über den Zusammenhang zwischen dem Faktor Wissen und regionaler Entwicklung
3.1.2. Das Konzept regionaler Innovationssysteme
3.1.3. Das Konzept regionaler innovativer Milieus und Netzwerke
3.2. Die Wirkungsfelder wissenschaftlicher Einrichtungen in ihrer Region
3.2.1. Produktionsfunktion – Antennenfunktion – Selektionsfunktion
3.2.2. Ökonomische Effekte wissenschaftlicher Einrichtungen
3.2.3. Die Bedeutung wissenschaftlicher Einrichtungen für die Stadt- und Regionalentwicklung
3.3. Ableitung des Analyserahmens für die empirische Untersuchung
4. Methodisches Vorgehen
5. Empirische Analyse der regionalen Effekte der wissenschaftlichen Einrichtungen in der K.E.R.N.-Region
5.1. Die wissenschaftlichen Einrichtungen in der K.E.R.N.-Region als ökonomische Akteure
5.1.1. Beschäftigungseffekte
5.1.2. Anzahl und Struktur der Studierenden
5.1.3. Monetäre Effekte
5.2. Die Kernkompetenzen der Kieler Wissenschaften
5.3. Die Interaktionsmuster der Kieler Wissenschaften
5.3.1. Zentral erfasste Kooperationen der Hochschulen
5.3.2. Kooperationen einzelner Professoren am Beispiel ausgewählter Fallstudien
5.4. Die wissenschaftlichen Einrichtungen in der K.E.R.N.-Region als Dienstleister für die Kieler Stadtverwaltung
5.5. Die wissenschaftlichen Einrichtungen in der K.E.R.N.-Region im Dialog mit der regionalen Bevölkerung
6. Die Bedeutung der wissenschaftlichen Einrichtungen für die K.E.R.N.-Region – eine Synthese
Die vorliegende Arbeit untersucht den Beitrag, den wissenschaftliche Einrichtungen zur regionalen ökonomischen und gesellschaftlichen Entwicklung im Raum Kiel (K.E.R.N.-Region) leisten. Ziel ist es, die ökonomischen Beschäftigungs- und Ausgabeneffekte zu quantifizieren, die Kernkompetenzen der lokalen Wissenschaftslandschaft zu identifizieren sowie die Interaktionsmuster zwischen Wissenschaft, lokaler Wirtschaft und Verwaltung zu analysieren.
3.1.2. Das Konzept regionaler Innovationssysteme
Das Konzept regionaler Innovationssysteme geht auf Philip Cooke zurück, der das Konzept 1992 initiierte. Vorbild war das in den achtziger Jahren entwickelte Konzept nationaler Innovationssysteme, das die Elemente und Charakteristika von Innovationsprozessen und -akteuren auf der nationalstaatlichen Ebene problematisiert.
Definiert werden kann ein regionales Innovationssystem als die Gesamtheit „innovationsrelevanter Akteure aus Wirtschaft, Wissenschaft, Bildung, Politik und Administration sowie ihre auf Ressourcenaustausch und -neukombination basierenden Beziehungen, die innerhalb der Grenzen einer Region verankert sind oder hier ihre Wurzeln haben. Sie bilden eine wichtige Grundlage für regional kontextualisierte Innovationsprozesse im Sinne interaktiven Lernens, Suchens und Forschens, die zu neuen Produkten, Techniken, Organisationsformen und Verhaltensmustern sowie neuen Märkten führen“ (VOß, S. 35).
Wissenschaftliche Einrichtungen, sowohl Hochschulen, als auch außerhochschulische Forschungsstätten, sind zentrale Elemente eines regionalen Innovationssystems. Innerhalb des Systems stellen sie neues Wissen aus der Grundlagenforschung und der angewandten Forschung bereit, von dem andere Akteure des Systems durch Vernetzungen mit den wissenschaftlichen Einrichtungen profitieren können. Die übrigen Akteure eines regionalen Innovationssystems sind Unternehmen, Kunden, Wirtschaftsförderungs- und Technologietransfereinrichtungen, Weiterbildungseinrichtungen, Berater, öffentliche und private Finanzeinrichtungen und alle weiteren Personen und Institutionen, die in den Innovationsprozess involviert sind (COOKE et al., S. 478). Die Akteure prägen das regionale Innovationssystem durch vielfältige, wechselseitige Interaktionen und durch Vernetzungen mit anderen Innovationssystemen (KOSCHATZKY, S. 175). Eine Innovation ist folglich nicht die Leistung eines Einzelakteurs, sondern das Resultat ausgeprägter Interaktionen zwischen mehreren beteiligten Akteuren (DREWELLO & WURZEL, S. 19).
1. Einleitung: Beschreibt den Wandel der Erwartungen an wissenschaftliche Einrichtungen als Akteure der Regionalentwicklung und erläutert die Zielsetzung sowie die strukturelle Vorgehensweise der Arbeit.
2. Untersuchungsgegenstand und Untersuchungsgebiet der Arbeit: Definiert den Begriff der wissenschaftlichen Einrichtungen und stellt die beteiligten Hochschulen sowie die Region Kiel (K.E.R.N.-Region) kurz vor.
3. Theoretische Diskussion über die Bedeutung wissenschaftlicher Einrichtungen für ihre Region: Erörtert theoretische Ansätze zur wissensbasierten Regionalentwicklung, insbesondere regionale Innovationssysteme und innovative Milieus, und leitet den Analyserahmen ab.
4. Methodisches Vorgehen: Erläutert die Datengrundlage der Untersuchung, einschließlich der Erhebung von Beschäftigtenzahlen, Budgets, Experteninterviews und der schriftlichen Ämterbefragung.
5. Empirische Analyse der regionalen Effekte der wissenschaftlichen Einrichtungen in der K.E.R.N.-Region: Präsentiert die Ergebnisse zu Beschäftigung, monetären Effekten, Kernkompetenzen, Kooperationsmustern, Dienstleistungen für die Verwaltung und Dialogaktivitäten.
6. Die Bedeutung der wissenschaftlichen Einrichtungen für die K.E.R.N.-Region – eine Synthese: Fasst die Kernergebnisse zusammen und leitet Handlungsempfehlungen zur Stärkung des regionalen Wissenstransfers ab.
Regionale Entwicklung, Wissenschaftliche Einrichtungen, K.E.R.N.-Region, Wissenstransfer, Innovationssysteme, Wirtschaftskooperation, Beschäftigungseffekte, Kernkompetenzen, Stadtentwicklung, Hochschulen, Forschungstransfer, Technologietransfer, Standort Kiel, Regionalökonomie, Interaktionsmuster.
Die Diplomarbeit untersucht den Einfluss wissenschaftlicher Einrichtungen in der Region Kiel auf die regionale wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung.
Die Schwerpunkte liegen auf Beschäftigungseffekten, der Ermittlung wissenschaftlicher Kernkompetenzen, Wissenstransfer-Kooperationen mit der Wirtschaft, Dienstleistungen für die öffentliche Verwaltung sowie dem öffentlichen Dialog.
Das Ziel ist es, den Beitrag der Forschungseinrichtungen zum wirtschaftlichen Leben in Kiel zu erfassen und die Interaktionsmuster zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Verwaltung aufzudecken.
Es werden sekundäre Datenquellen ausgewertet, Experteninterviews mit Professoren geführt und eine schriftliche Befragung der Kieler Stadtverwaltung durchgeführt.
Neben einer theoretischen Fundierung der Regionalentwicklung wird eine empirische Analyse der direkten, indirekten und induzierten Effekte sowie der spezifischen Kooperationshemmnisse in der Region Kiel durchgeführt.
Wissenstransfer, regionale Innovationssysteme, ökonomische Effekte, Hochschulen, Kieler Wissenschaftslandschaft und regionale Kooperation.
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