Bachelorarbeit, 2018
119 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Bindung und Beziehung – Bindungspsychologische Theorieansätze
2.1 Bindungstypen
2.2 Wie entsteht eine sichere Bindungsperson-Kind-Bindung?
2.3 Warum ist eine sichere Bindung notwendig?
2.4 Die Rolle von Ersatzbindungspersonen
3. Vollstationäre Mutter-Kind-Einrichtung
3.1 Vorüberlegungen
3.2 Definition des Begriffes ‚Vollstationäre Mutter-Kind-Einrichtung‘
3.3 Rechtliche Grundlagen
3.4 Ansätze und Aufgaben
4. Programme für die ‚Bindungsstärkung‘
4.1 Das Netzwerk ‚Frühe Hilfen‘
4.2 Bindungsorientierte Programme allgemein
4.3 Präventive Hilfsangebote
4.3.1 Inhalte, Methoden und Ziele
4.3.2 Marte Meo
4.3.3 STEEP™
4.3.4 Das Baby verstehen
4.3.5 SAFE®
4.4 Zwischenfazit
5. Die Arbeit im Familienhaus
5.1 Zielgruppe und Bedarfslage
5.2 Art und Ziel der Leistungen
5.3 Methodische Grundlagen
6. Qualitative Analyse
6.1 Forschungsmethode
6.2 Durchführung der Analyse
6.2.1 Fallvergleich und Auswertung
6.2.2 Ergebnisse
7. Schlussbetrachtung
7.1 Bezug auf qualitative Evaluationen
7.2 Fazit
7.3 Ausblick
Die vorliegende Bachelor-Thesis untersucht, inwieweit das Präventionsprogramm SAFE® dazu beitragen kann, die Bindung zwischen Mutter und Kind in einer vollstationären Mutter-Kind-Einrichtung zu stärken. Die Forschungsfrage leitet sich aus der Notwendigkeit ab, die tatsächliche Wirksamkeit und praktische Umsetzbarkeit bindungsorientierter Programme unter den spezifischen Bedingungen stationärer Jugendhilfe zu analysieren.
Die sichere Bindung
Eine sichere Bindung wird daran deutlich, dass das Kind auf eine Trennung von der Mutter mit Angst reagiert. Wenn ein sicher gebundenes Kind von seiner Mutter getrennt wird, protestiert es laut, weint, ruft, rennt ihr aktiv hinterher oder macht sich auf die Suche nach ihr (vgl. Brisch 2010: 40,41). Beim Wiedereintreffen der Mutter reagiert das Kind mit Freude. Es streckt zum Beispiel die Arme nach der Mutter aus und will getröstet werden. Sicher gebundene Kinder zeigen einen deutlichen Wunsch nach Körperkontakt zur Mutter und können sich nach kurzer Zeit von ihr beruhigen lassen und ihren Aktivitäten weiter nachgehen (vgl. Brisch 2009: 51). Die Ursachen für eine sichere Bindung liegen dabei stets im Verhalten der Bindungsperson. Wenn die Mutter feinfühlig auf die Bedürfnisse des Kindes reagiert, wird dies vom Kind wahrgenommen und es kann eine emotionale Sicherheit und somit die damit verbundene sichere Bindung entstehen. Rund 60 bis 65 Prozent aller Kinder entwickeln im Laufe ihres ersten Lebensjahres eine sichere Bindung zu ihrer Mutter. 55 Prozent aller Kinder sind auch an ihren Vater sicher gebunden. Wenn Elternteile selbst in ihrer Kindheit sicher gebunden waren, wird die sichere Bindung meist an die eigenen Kinder weiter gegeben (vgl. Brisch 2010: 40,41).
Eine sichere Bindung gilt als die zentrale Voraussetzung für eine spätere gesunde, psychische Entwicklung eines Kindes (vgl. Cierpka 2012: 66). Die Entstehung einer sicheren Bindung und die dahinter stehenden Gründe werden in den folgenden Unterkapiteln weiter thematisiert und analysiert (siehe Kapitel 2.2 und 2.3).
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz der Bindungsentwicklung ein und begründet die Forschungsfrage nach der Umsetzung des SAFE®-Programms in einem vollstationären Familienhaus.
2. Bindung und Beziehung – Bindungspsychologische Theorieansätze: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen der Bindungstheorie, einschließlich verschiedener Bindungstypen und der Bedeutung der Feinfühligkeit.
3. Vollstationäre Mutter-Kind-Einrichtung: Hier werden Definition, rechtliche Rahmenbedingungen sowie die Aufgaben und Konzepte von vollstationären Mutter-Kind-Einrichtungen dargestellt.
4. Programme für die ‚Bindungsstärkung‘: Das Kapitel bietet einen Überblick über das Netzwerk der Frühen Hilfen und vergleicht diverse präventive Elternkurse wie Marte Meo, STEEP™ und SAFE®.
5. Die Arbeit im Familienhaus: Dieser Abschnitt beschreibt die pädagogische Konzeption, Zielgruppe und methodische Ausrichtung des untersuchten Familienhauses.
6. Qualitative Analyse: Hier wird der empirische Forschungsprozess erläutert, inklusive der Forschungsmethodik, der Durchführung von Experteninterviews und der Auswertung der Ergebnisse.
7. Schlussbetrachtung: Das letzte Kapitel setzt die Ergebnisse in Bezug zu bestehenden Evaluationen, zieht ein Fazit zur Fragestellung und gibt einen Ausblick auf zukünftige Forschungsfelder.
Bindungstheorie, SAFE®, Mutter-Kind-Einrichtung, Bindungsstärkung, Feinfühligkeit, Frühe Hilfen, Pädagogische Arbeit, Bindungsentwicklung, Qualitative Analyse, Elternkurs, Stationäre Jugendhilfe, Bindungsqualität, Erziehungskompetenz, Bindungsstörungen, Kindeswohl.
Die Arbeit befasst sich mit der Unterstützung der Mutter-Kind-Bindung im Rahmen eines vollstationären Aufenthalts und untersucht die Rolle des Präventionsprogramms SAFE® hierbei.
Zentrale Themen sind die theoretischen Grundlagen der Bindungspsychologie, die Struktur vollstationärer Einrichtungen sowie Methoden zur Stärkung elterlicher Feinfühligkeit.
Die Forschungsfrage lautet: „Inwieweit gelingt es mit einem Programm wie SAFE® die Bindung zwischen Mutter und Kind in einer vollstationären Mutter-Kind-Einrichtung zu unterstützen?“
Es wird eine qualitative Forschungsmethode angewandt, konkret die qualitative Inhaltsanalyse nach Mayring, basierend auf leitfadengestützten Experteninterviews mit pädagogischen Fachkräften.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung der Bindung und institutioneller Rahmenbedingungen sowie eine empirische Analyse der praktischen Anwendung von SAFE® in einem konkreten Familienhaus.
Wesentliche Begriffe sind Bindungstheorie, SAFE®, vollstationäre Mutter-Kind-Einrichtung, Feinfühligkeit und qualitative Analyse.
Das Clearing stellt eine Besonderheit der Einrichtung dar, da es als zentraler Bestandteil der Arbeit dient, um den individuellen Betreuungsbedarf der Mutter-Kind-Paare zu evaluieren.
Da die Zielgruppe im Familienhaus mit der im Originalprogramm von Brisch nicht vollständig korrespondiert (z.B. wechselnde Gruppen statt stabiler Elternpaare), passen die Pädagoginnen die Methoden flexibel an, um sie an das kognitive Niveau und die aktuelle Lebenssituation der Mütter anzupassen.
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