Fachbuch, 2018
314 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
2. Literaturrecherche
3. Methodik
4. Normative Grundlagen und Entwicklung der Praxisanleitung
4.1 Praxisanleiter und Mentoren in der Pflegeausbildung bis zum Jahr 2003
4.2 Praxisanleiter in der Pflegeausbildung seit dem Krankenpflegegesetz und Altenpflegegesetz ab dem Jahr 2003
4.2.1 Bundesebene
4.2.2 Länderebene Nordrhein-Westfalen
4.3. Entwicklung und Einsatzbereiche der Praxisanleitung
4.4. Verteilung und Verhältnisse der Praxisanleiter
5. Das Pflegeberufegesetz
5.1 Gründe und Ziele für das Gesetzesverfahren
5.2 Innovationen und Reformen des Pflegeberufegesetz
5.2.1 Generalisierung und Spezialisierung
5.2.2 Vorbehaltene Tätigkeiten
5.2.3 Ausbildungsziel
5.2.4 Primärqualifizierende akademische Pflegeausbildung
5.2.5 Praktischer Ausbildungsplan und Praxisanleitung
6. Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für die Pflegeberufe
7. Anforderungen der Praxisanleitung
7.1 Einflussfelder der Praxisanleitung
7.2 Anforderungen an die Praxisanleitung
7.3 Konsequenzen der Anforderungen auf die Praxisanleitung
8. Kompetenzorientierung der Praxisanleiter
8.1 Begriffserklärung Kompetenz
8.2 Kompetenzentwicklung
8.3 Kompetenzen im Pflegeberufegesetz und in der Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für die Pflegeberufe
8.4 Kompetenzen in der Praxisanleiterweiterbildung
8.4.1 DKG-Empfehlung für die Weiterbildung zur Praxisanleitung
8.4.2 Ausbildung in der Altenpflege/Standard-Praxisanleitung
8.4.3 Entwicklung eines Curriculums für die Praxisanleiterweiterbildung in Nordrhein-Westfalen (NIENHAUS & NAUMER)
8.5 Zusammenfassung
9. Grundlagen der Weiterbildungsdokumente in der Pflege
9.1 Einfluss der Bundesebene/Bundesministerien
9.2 Einfluss der Länderebene/Landesministerien
9.3 Einflussebene Pflegeschule/Bildungseinrichtung
10. Vergleich der Ausbildungsstruktur und Praxisanleiterweiterbildung
10.1 Darstellung der Praxisanleiterweiterbildungen
10.1.1 DKG-Empfehlung für die Weiterbildung zur Praxisanleitung
10.1.2 Ausbildung in der Altenpflege/Standard–Praxisanleitung
10.1.3 Entwicklung eines Curriculums für die Praxisanleiterweiterbildung in Nordrhein-Westfalen (NIENHAUS & NAUMER)
10.2 Vergleich der Weiterbildungs- und Ausbildungsstruktur
11. Zusammenfassung und abschließende Betrachtung des theoretisch-analytischen Teils
12. Dokumentenanalyse der Weiterbildungsdokumente
12.1 Evaluation von Pflegecurricula: Ein Instrument zur vergleichenden Beschreibung und Bewertung
12.2 Evaluation von Pflegecurricula. Revision eines Instruments zur vergleichenden Beschreibung und Bewertung anhand von Curriculumdokumenten
12.3 Legitimation der Anwendung des Instrumentes von BIELEFEDT & NOSKA für die Dokumente der Praxisanleiterweiterbildung
12.4 Adaption des Instruments BIELEFEDT & NOSKA auf die Dokumente der Praxisanleiterweiterbildung
13. Kriterien geleitete Evaluation bestehender Praxisanleiterweiterbildungsdokumente
13.1 Kriterien der Makroebene
13.1.1 Merkmale der formalen Gestaltungsaspekte, Anschaulichkeit und Handhabbarkeit
13.1.2 Merkmale zum Entstehungsprozess
13.1.3 Merkmale zur Organisation
13.1.4 Merkmale zur Orientierung der übergeordneten Zielsetzungen bzw. Leitideen
13.1.5 Merkmale zur Art und zum Ausmaß der curricularen Festlegungen und deren Begründungsrahmen
13.1.6 Merkmale für die didaktischen Grundlagen
13.2 Zwischenfazit der kriteriengeleiteten Evaluation
13.3 Kriterien der Mikroebene
13.3.1 Evaluationsaspekt: Verständlichkeit, Handhabbarkeit und Zugänglichkeit
13.3.2 Evaluationsaspekt: Stimmigkeit
13.3.3 Evaluationsaspekt: Transparenz und Überprüfbarkeit
13.3.4 Evaluationsaspekt: Umsetzbarkeit
13.3.5 Evaluationsaspekt: Ziele
13.3.6 Evaluationsaspekt: Ziele und Inhalte
13.3.7 Evaluationsaspekt: Ziele, Inhalte und Methoden
13.3.8 Evaluationsaspekt: Ziele, Inhalte, Methoden und Sequenzierung
13.3.9 Evaluationsaspekt: Prüfungen
13.4 Zusammenfassung und Beurteilung der zentralen Ergebnisse der Evaluation der Praxisanleiterdokumente
14. Entscheidung Revision oder Neukonstruktion der Praxisanleiterweiterbildung
15. Neukonstruktion eines Praxisanleitercurriculum
15.1 Curriculumkonstruktionsprozess nach SIEBERT
15.2 Erste Konstruktionsphase
15.2.1 Pflegeverständnis
15.2.2 Allgemeine übergeordnete Bildungsziele
15.2.3 Festlegung des Begründungsrahmens
15.3 Zweite Konstruktionsphase
15.3.1 Analyse der Handlungsfelder des Berufs
15.3.2 Analyse der Lernvoraussetzungen
15.3.3 Analyse der wissenschaftlichen Disziplinen
15.4 Dritte Konstruktionsphase
15.4.1 Qualifikation der Autoren
15.4.2 Konzept der Handlungsorientierung
15.4.3 Aufbau des Lernfeldkonzeptes
15.4.4 Aufbau und Gegenstand des Praxisanleitercurriculums
15.4.5 Lernaufgaben
15.4.6 Leistungsbeurteilung
15.4.7 Praxisanleitercurriculum HEILIG & THIELMANN
15.4.8 Sequenzierung des Curriculums: Verteilung der theoretischen und praktischen Weiterbildungsstunden
15.4.9 Exemplarisch ausformulierte Lernaufgabe
15.5 Ideenspeicher für die jährliche Fortbildungsverpflichtung
16. Zusammenfassung und Ausblick
17. Rückblick auf den eigenen Arbeitsprozess
Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, die Eignung bestehender Curricula für die Praxisanleiterweiterbildung im Kontext der neuen Pflegeberufereform zu evaluieren und auf dieser Grundlage ein didaktisch fundiertes, neukonstruiertes Curriculum zu entwickeln, das den gestiegenen Anforderungen an Handlungskompetenz und pädagogischer Expertise gerecht wird.
Methodik
Für die Textanalyse der gesamten Literatur im theoretischen-analytischen Teil wurde von den Autoren HEILIG & THIELMANN auf die methodischen Grundsätze von RITTELMEYER, PARMENTIER & KLAFKI zurückgegriffen, die sich mit dem Themenschwerpunkt der pädagogischen Hermeneutik auseinandersetzen. Mit den methodischen Grundsätzen ist sichergestellt, dass die Analyse der Texte mit den hermeneutischen Interpretationsregeln von RITTELMEYER, PARMENTIER & KLAFKI eingehalten sind. Die Texte wurden in ihrem sozialen und historischen Hintergrund eingebettet und die Aussagen der jeweiligen Verfasser in ihrer Bedeutung erfasst.
„Die Hermeneutik soll Inhalte oder Bedeutungen eines Textes aus- bzw. Offenlegen, die zunächst […] nicht auffallen“ (Rittelmeyer, Parmentier, Klafki 2001, S. 1). Folgende neun methodische Regelungen konnten herangezogen werden:
Die methodische Prüfung von Voreinstellungen und Interpretationsperspektiven am interpretierten Sachverhalt
Prüfung der Frage, ob sich die Interpretation strikt am Objekt orientiert
Prüfung, ob neue Erkenntnisse oder nur Paraphrasen vorliegen
Quellenkritik
Das Problem der „Lebenswelt“/Sinnbezüge
Betrachtung des historischen und sozialen Zusammenhangs, in dem ein Objekt hermeneutischer Analyse steht
Die Bedeutung formaler bzw. strukturaler Merkmale eines Interpretationsobjektes
Beachtung der Eigentümlichkeit des interpretierten Objektes, der interpretierten Person oder sozialen Situation
Die Klärung zentraler Begriffe (ebd., S. 43-48).
Die ausgewählte Literatur im theoretisch-analytischen Teil dieser Masterarbeit wurde sorgfältig gelesen und die Kerngedanken der jeweiligen Autoren in ihrer Bedeutung erfasst. Die Texte wurden analysiert und im Sinngehalt der Autoren zusammenfassend dargestellt.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die pflegepädagogische Relevanz der Praxisanleitung im Kontext der Pflegeberufereform ein und definiert die zentrale Forschungsfrage nach der Notwendigkeit einer Curriculumrevision oder Neukonstruktion.
2. Literaturrecherche: Dieses Kapitel erläutert den systematischen Prozess der Literatursuche in diversen Datenbanken und Bibliotheken, um eine evidenzbasierte Grundlage für die Arbeit zu schaffen.
3. Methodik: Hier wird der methodische Ansatz der pädagogischen Hermeneutik nach Rittelmeyer et al. für die Literaturanalyse sowie der APA-Standard für die korrekte Zitation dargelegt.
4. Normative Grundlagen und Entwicklung der Praxisanleitung: Das Kapitel vergleicht die gesetzlichen Regelungen und die historische Entwicklung der Rolle des Praxisanleiters von 1985 bis 2018.
5. Das Pflegeberufegesetz: Diese Sektion analysiert die Innovationen des neuen Pflegeberufegesetzes, wie die Generalisierung, vorbehaltene Tätigkeiten und die akademische Ausbildung, und deren Auswirkungen auf die Akteure.
6. Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für die Pflegeberufe: Das Kapitel stellt die zentralen Anforderungen an Praxisanleiter aus der PflAPrV vor, insbesondere hinsichtlich der Qualifizierung und der Beteiligung an Prüfungen.
7. Anforderungen der Praxisanleitung: Hier werden die aktuellen Einflussfelder, wie der demografische Wandel und DRGs, auf die Praxisanleitung sowie die daraus resultierenden Anforderungen und Konsequenzen analysiert.
8. Kompetenzorientierung der Praxisanleiter: Das Kapitel beleuchtet den Begriff Kompetenz, die Kompetenzentwicklung und wie diese in den geltenden Gesetzen und Curricula verankert sind.
9. Grundlagen der Weiterbildungsdokumente in der Pflege: Diese Ausführungen klären die Einflussebenen (Bund, Land, Schule) auf die Curriculumgestaltung und definieren grundlegende curriculare Begriffe.
10. Vergleich der Ausbildungsstruktur und Praxisanleiterweiterbildung: Hier findet ein systematischer Vergleich der drei untersuchten Weiterbildungsdokumente (DKG-Empfehlung, Standard, Curriculum) statt.
11. Zusammenfassung und abschließende Betrachtung des theoretisch-analytischen Teils: Das Kapitel fasst die zentralen Erkenntnisse aus dem theoretischen Teil zusammen und leitet zur Evaluation über.
Praxisanleitung, Pflegeberufereform, Pflegeberufegesetz, Curriculumkonstruktion, Kompetenzorientierung, Weiterbildung, Pflegepädagogik, Handlungskompetenz, Evaluation, Lernfeldkonzept, generalistische Pflegeausbildung, berufspädagogische Qualifizierung, Theorie-Praxis-Transfer.
Die Arbeit untersucht die Eignung bestehender Weiterbildungscurricula für Praxisanleiter im Licht der tiefgreifenden Änderungen durch die deutsche Pflegeberufereform und das Pflegeberufegesetz.
Zu den zentralen Themen gehören die normativen Grundlagen der Praxisanleitung, die Innovationen des Pflegeberufegesetzes (PflBG), die Kompetenzorientierung, die kriteriengeleitete Evaluation bestehender Dokumente sowie die Neukonstruktion eines modernen Curriculums.
Die zentrale Forschungsfrage lautet: „Ist eine Revision oder Neukonstruktion eines Praxisanleitercurriculums im Kontext der Pflegeberufereform erforderlich?“ Das Ziel ist es, diese Frage durch Analyse und Evaluation zu beantworten und ein konstruktives Modell vorzulegen.
Die Arbeit nutzt die pädagogische Hermeneutik nach Rittelmeyer, Parmentier & Klafki für die Textanalyse sowie ein kriteriengeleitetes Instrument zur Dokumentenevaluation, um die Curricula strukturell und inhaltlich zu bewerten.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretisch-analytische Aufarbeitung der rechtlichen Grundlagen, eine detaillierte Evaluation bestehender Dokumente sowie die konzeptionelle Entwicklung eines neuen Curriculums auf Basis des Lernfeldkonzepts.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Praxisanleitung, Pflegeberufereform, Curriculumkonstruktion, Kompetenzorientierung und Handlungskompetenz beschreiben.
Die Evaluation zeigt, dass bestehende Dokumente den komplexen neuen Anforderungen des PflBG an Professionalisierung, rechtliche Absicherung und wissenschaftliche Fundierung nicht mehr hinreichend gerecht werden.
Durch die Integration von Lernaufgaben, die direkt im beruflichen Praxisfeld anzusiedeln sind, und durch die Nutzung der Handlungsregulationstheorie wird die theoretische Ausbildung direkt mit dem pflegerischen Alltag verknüpft.
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