Masterarbeit, 2019
90 Seiten, Note: 1,9
1. Einleitung
1.1. Problemstellung und Ziel der Arbeit
1.2. Aufbau der Arbeit
2. Der Mittelstand in Deutschland
2.1. Definition
2.2. Bedeutung des Mittelstandes
2.3. Finanzierungsstruktur
3. Theoretische Grundlagen und Begriffserläuterungen
3.1. Einordnung des Factorings in die Finanzierung
3.2. Historische Entwicklung des Factorings
3.3. Grundlagen des Factorings
3.4. Funktionen des Factorings
3.4.1. Finanzierungsfunktion
3.4.2. Delkrederefunktion
3.4.3. Dienstleistungsfunktion
3.5. Arten des Factorings
3.5.1. Standard-Factoring
3.5.2. Echtes und unechtes Factoring
3.5.3. Offenes und stilles Factoring
3.5.4. Fälligkeits-Factoring
3.5.5. Inhouse-Factoring
3.6. Kosten des Factorings
3.7. Abgrenzung des Factorings gegenüber anderen Finanzierungsformen
3.7.1. Zessionskredite
3.7.2. Forfaitierung
3.7.3. Asset-Backed-Securities
4. Internationales Factoring
4.1. Grundlagen zum internationalen Factoring
4.2. Arten des internationalen Factorings
4.2.1. Export-Factoring
4.2.2. Import-Factoring
4.2.3. Back-to-Back Factoring
4.3. Rechtliche Regelungen des internationalen Factorings
4.3.1. UNIDROIT-Übereinkommen
4.3.2. UNCITRAL-Konvention
4.3.3. Rom I-Verordnung
5. Factoring als Finanzierungsform
5.1. Factoring in Europa
5.2. Factoring in Deutschland
5.2.1. Factoring-Verbände in Deutschland
5.2.2. Entwicklung des Factorings in Deutschland
5.2.3. Factoring-Quote
5.2.4. Nutzen und Kundenstruktur
5.2.5. Branchen und Factoring-Arten
5.3. Aktuelle Entwicklung des Factorings
5.3.1. Factoring als Arbeitgeber
5.3.2. B2C-Factoring
5.3.3. Factoring im Healthcare-Bereich
5.4. Auswirkungen des Factorings
5.4.1. Bilanzielle Auswirkungen
5.4.2. Weitere Komponenten
5.5. Chancen und Risiken
6. Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht, ob Factoring als alternatives Finanzierungsinstrument für den deutschen Mittelstand eine lohnende und attraktive Option darstellt, insbesondere im Hinblick auf eine Unabhängigkeit von klassischen Bankkrediten. Dabei wird die Rolle des Factorings auf nationaler und internationaler Ebene analysiert.
3.3. Grundlagen des Factorings
Die Erbringung einer vereinbarten Lieferung oder Leistung und die Ausstellung einer Rechnung auf Ziel gegenüber dem Abnehmer führen zum Entstehen einer Forderung aus Lieferungen und Leistungen gegenüber den Kunden im Unternehmen. Das Einräumen eines Zahlungsziels stellt einen kurzfristigen Kredit für den Kunden dar. Die bestehende Forderung wird bis zur Zahlung vom Unternehmen selbst finanziert, wodurch der Kunde einen Finanzierungsvorteil genießen kann. Falls die Kunden die Forderung nicht sofort begleichen und das eingeräumte Zahlungsziel in Anspruch nehmen, entsteht im Unternehmen eine verlängerte Kapitalbindung. Der Zeitpunkt für den Kapitalzufluss verzögert sich und dadurch ist das Kapital in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gebunden, was bedeutet, dass es nicht als liquides Mittel zur Verfügung steht.
Eine Alternative zur Kürzung der Kapitalbindung stellt das Factoring dar. Angesichts des Umstandes, dass eine exakte Übersetzung des englischen Begriffes „Factoring“ nicht existiert, ist unter dem Begriff der käufliche Erwerb von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen eines Unternehmens zu fassen. Beim Factoring verkauft ein Unternehmen auf vertraglicher Grundlage seine laufenden Forderungen aus Lieferung und Leistung an einen „Factor“. Dementsprechend werden aus den Außenständen direkte liquide Mittel generiert und die Liquidität im Unternehmen wird gestärkt.
1. Einleitung: Die Arbeit thematisiert die zunehmende Bedeutung des Factorings als alternative Finanzierungsform für den deutschen Mittelstand angesichts restriktiverer Kreditvergabepraxis der Banken.
2. Der Mittelstand in Deutschland: Dieses Kapitel definiert den deutschen Mittelstand mittels quantitativer und qualitativer Kriterien und beleuchtet seine volkswirtschaftliche Relevanz sowie Finanzierungsstruktur.
3. Theoretische Grundlagen und Begriffserläuterungen: Es werden die Funktionsweise, die verschiedenen Arten des Factorings, Kostenstrukturen sowie Abgrenzungen zu anderen Instrumenten wie Zessionskrediten dargelegt.
4. Internationales Factoring: Das Kapitel analysiert Prozesse und rechtliche Rahmenbedingungen beim Factoring in grenzüberschreitenden Geschäften, inklusive spezieller Export- und Import-Formen.
5. Factoring als Finanzierungsform: Hier stehen die Marktentwicklung, Kundenstrukturen, branchentypische Nutzung sowie die bilanziellen Auswirkungen und spezifischen Risiken im Fokus.
6. Fazit: Die abschließende Betrachtung bestätigt, dass sich Factoring als wertvolles Instrument etabliert hat, das insbesondere kleinen und mittleren Unternehmen Vorteile bei Liquidität und Risikomanagement bietet.
Factoring, Mittelstand, Finanzierungsinstrument, Liquidität, Delkrederefunktion, Forderungsmanagement, Export-Factoring, Import-Factoring, Bilanzverkürzung, Kreditrisiko, Zessionskredit, Forfaitierung, Asset-Backed-Securities, Unternehmensfinanzierung, Eigenkapitalquote.
Die Arbeit untersucht das Factoring als alternatives Finanzierungsinstrument für kleine und mittelständische Unternehmen in Deutschland, um deren Abhängigkeit von traditionellen Bankkrediten zu verringern.
Zentrale Themen sind die Finanzierungsstruktur des Mittelstands, die theoretischen und operativen Grundlagen des Factorings, die Besonderheiten bei internationalen Geschäften sowie die bilanziellen Effekte der Forderungsabtretung.
Das Ziel ist es, zu prüfen, ob Factoring für mittelständische Unternehmen eine lohnende Ergänzung oder ein Ersatz zur klassischen Bankfinanzierung darstellt, unter Berücksichtigung von Kosten, Risiken und praktischem Nutzen.
Die Arbeit nutzt eine Analyse von Fachstudien, Statistiken und eine vergleichende Gegenüberstellung der Abläufe sowie Voraussetzungen verschiedener forderungsbasierter Finanzierungsinstrumente.
Der Hauptteil behandelt die verschiedenen Funktionen des Factorings (Finanzierung, Delkredere, Dienstleistung), unterscheidet zwischen nationalen und internationalen Factoring-Arten und analysiert Kostenstrukturen sowie Auswirkungen auf die Bilanz.
Wichtige Begriffe sind Factoring, Mittelstand, Liquiditätssicherung, Forderungsverkauf, Delkrederefunktion und Bilanzverkürzung.
Strengere Eigenkapitalvorgaben (Basel-Abkommen) für Banken erschweren den Zugang zu Krediten für Mittelständler, was Factoring als alternative Quelle für Liquidität attraktiver macht.
Es erfordert zusätzliche Kenntnisse über ausländische Märkte und Rechtsordnungen und dient primär zur Absicherung gegen länderspezifische Risiken und schwierige Bonitätseinschätzungen bei ausländischen Debitoren.
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