Wissenschaftliche Studie, 1999
29 Seiten, Note: 2
1. Zusammenfassung
2. Problemstellung
3. Methode
3.1 Versuchspersonen
3.2 Versuchsmaterial
3.3 Versuchsdurchführung
3.4 Versuchsplan
4. Ergebnisse
5. Diskussion
6. Literatur
Die Arbeit untersucht das Phänomen des negativen Transfers durch Einstellungseffekte beim Problemlösungsverhalten, basierend auf dem klassischen Experiment von Luchins (1942). Ziel ist es zu analysieren, ob durch das Erlernen komplizierter Lösungsschemata eine mechanisierte Denkweise entsteht, die das Finden einfacherer Lösungen bei Folgeaufgaben verhindert.
Problemstellung
"Heinz!", ermahnt der Lehrer den an der Tafel stehenden Schüler, "warum siehst Du die einfache Lösung dieser Aufgabe nicht?".
Ist Heinz zu dumm oder hat er nur ein festgefahrenes Lösungsschema im Kopf? Nicht immer ist es mangelnde Intelligenz, die es erschwert, den richtigen Lösungsweg zu finden, sondern hierfür können Vorgänge vor dem Lösungsversuch, wie der Einstellungseffekt verantwortlich sein. Der Einstellungseffekt (set effect) wurde folgendermaßen definiert: "Die Beeinträchtigung der Problemlösung infolge früherer Erfahrungen mit der Lösung der selben Art von Problemen; insbesondere wird ein Lösungsweg beibehalten, der sich bei früheren Problemen bewährt hat, obwohl eine einfachere Lösung möglich wäre" (Anderson, 1996).
Vielfach beobachtet man bei anderen Menschen oder auch bei sich selbst, daß man bei einem Problem nicht weiterkommt und immer wieder erfolglos Ansätze versucht.
Eine Einstellung ist einem nicht immer mitgegeben, sondern sie kann auch leicht entwickelt werden. Hat man eine Reihe ähnlich strukturierter Aufgaben mehrmals nacheinander durch Anwendung derselben Lösungsregel mit Erfolg bearbeitet, läuft man Gefahr, eine neue Aufgabe in der selben Weise aufzufassen wie die vorangegangenen und den bewährten Lösungsweg einzuschlagen. Bei der Lösung der ersten Aufgabe wird eine Einstellung entwickelt, die einen daran hindert, die Folgeaufgaben unvoreingenommen zu bearbeiten. Die Fixierung auf einen Lösungsweg bezeichnet man als ein "starres Festhalten" an einer Einstellung oder auch als "Rigidität".
Zusammenfassung: Bietet einen Überblick über die zentrale Hypothese und die Ergebnisse der Untersuchung bezüglich des negativen Transfers.
Problemstellung: Erläutert die theoretischen Grundlagen des Einstellungseffekts und wie frühere Erfahrungen die Problemlösung blockieren können.
Methode: Beschreibt den Versuchsaufbau, die Auswahl der Probanden, die verwendeten Materialien (Umfüllaufgaben) und den Ablauf des Experiments.
Ergebnisse: Präsentiert die empirischen Daten zur Häufigkeit der einfachen versus komplizierten Lösungen in den drei Versuchsgruppen.
Diskussion: Interpretiert die Ergebnisse im Kontext der aufgestellten Hypothesen und diskutiert die Auswirkungen von Mechanisierung des Denkens auf das Lernverhalten.
Literatur: Listet die verwendeten wissenschaftlichen Quellen der Arbeit auf.
Negativer Transfer, Einstellungseffekt, Problemlösungsverhalten, kognitive Rigidität, Umfüllaufgaben, Mechanisierung des Denkens, Set-Effekt, Lernpsychologie, Lösungsstrategien, Experiment, Kognitive Psychologie, Transferwirkung.
Die Arbeit untersucht, wie das wiederholte Anwenden eines komplexen Lösungsschemas dazu führt, dass Menschen bei neuen Aufgaben unflexibel werden und einfachere Lösungen übersehen.
Die Themenfelder umfassen die kognitive Psychologie, insbesondere die Bereiche Lernen, Problemlösen, Transferleistungen sowie die Entstehung von starren Denkmustern (Einstellungseffekte).
Das Ziel ist die Replikation des Experiments von Luchins (1942), um nachzuweisen, dass durch gezielte Einstellungsinduktion eine mechanisierte Vorgehensweise erzwungen werden kann, die den negativen Transfer bei Folgeaufgaben begünstigt.
Es handelt sich um ein experimentelles Design, bei dem Probanden in Kontroll- und Experimentalgruppen eingeteilt wurden und unter kontrollierten Bedingungen (Umfüllaufgaben) ihre Problemlösungsstrategien protokolliert haben.
Der Hauptteil gliedert sich in die methodische Beschreibung des Versuchsaufbaus, die detaillierte Darstellung der durchgeführten 15 Aufgaben und die quantitative Auswertung der Lösungswege der Probanden.
Die Arbeit wird primär durch Begriffe wie negativer Transfer, Einstellungseffekt, Rigidität und Problemlösungsverhalten charakterisiert.
Aufgabe 13 fungiert als „Set-Breaker“. Ihr Zweck ist es zu prüfen, ob die zuvor erzeugte mechanisierte Einstellung durch eine spezifische, nur einfach lösbare Aufgabe gelöscht oder zumindest so weit abgeschwächt werden kann, dass bei den Aufgaben 14 und 15 wieder flexibler gedacht wird.
Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass es für die Fixierung auf ein kompliziertes Schema zweitrangig ist, ob nur ein oder insgesamt mehrere komplizierte Schemata induziert wurden; das Gehirn scheint eine einmal gelernte Strategie hartnäckig beizubehalten, statt nach Variationen zu suchen.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

