Bachelorarbeit, 2019
48 Seiten, Note: 2,5
Einleitung
1. Das Bilderbuch
1.1. Begriffsdefinition und Merkmale des Bilderbuchs
1.2. Gründe für den Einsatz von Bilderbüchern in der Grundschule
1.3. Bilderbücher als Mittel zur Problemthematisierung im Deutschunterricht der Grundschule
2. Das Down Syndrom
2.1. Erscheinungsformen des Down-Syndroms
2.2. Mögliche Verhaltensprobleme von Kindern mit Down–Syndrom
2.3. Inklusion von Kindern mit Down–Syndrom in der Grundschule
3. Inklusive Lerngruppen
3.1. Unterrichten von heterogenen Lerngruppen
3.2. Stärkung des Klassenklimas in inklusiven Lerngruppen
4. Analyse der ausgewählten Bilderbücher hinsichtlich ihrer Eignung zur Stärkung des Klassenklimas in inklusiven Lerngruppen
4.1. Ausgewählte Analyseaspekte und Begründung der Auswahl der Aspekte
4.2. Analyse der ausgewählten Bilderbücher
4.2.1. Planet Willi
4.2.2. Irgendwie Anders
4.2.3. Ich bin Laura – Ein Mädchen mit Down-Syndrom erzählt
5. Entwurf eines Konzepts zum Einsatz des Bilderbuches „Irgendwie Anders“
Fazit
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht, inwiefern sich der Einsatz ausgewählter Bilderbücher dazu eignet, das Klassenklima in inklusiven Grundschulgruppen zu stärken, in denen mindestens ein Kind mit Down-Syndrom lernt. Dabei liegt der Fokus auf der Identifikation geeigneter narrativer und visueller Ansätze, um Akzeptanz für Verschiedenheit zu fördern und Ausgrenzungsmechanismen entgegenzuwirken.
1.1. Begriffsdefinition und Merkmale des Bilderbuchs
Der Begriff des „Bilderbuchs“ wird im alltäglichen Gebrauch selbstverständlich und häufig genutzt. Dennoch stellt sich die Frage, wie ein Bilderbuch genau definiert werden kann und über welche typischen Merkmale es verfügt. Kurwinkel führt zur Definition des Bilderbuchs drei Kriterien auf. So nennt er das Alter der Adressaten, das Text-Bild-Verhältnis und den Umfang als Anhaltspunkte für eine Definition des Bilderbuches (vgl. Kurwinkel 2017: 13). Bilderbücher sind prinzipiell an Kinder gerichtet, auch wenn sie oft zur gemeinsamen Rezeption von Kindern und Erwachsenen bestimmt sind. Dadurch richten sie sich auch an den erwachsenen Vermittler, der den Leseprozess der Kinder unterstützt, als sekundären Adressaten (vgl. Weinkauff/ von Glasenapp 2018: 170).
Bezeichnend für ein Bilderbuch ist das Vorhandensein von sowohl einer verbalen, als auch einer piktoralen Zeichenebene (vgl. Weinkauff/ von Glasenapp 2018: 165). Das Text-Bild-Verhältnis eines Bilderbuches zeichnet sich dadurch aus, dass ebenso wie der Schrifttext auch der Bildtext des Bilderbuches als selbstständiger Bedeutungsträger fungiert und beide gemeinsam ein Handlungskontinuum entwickeln. Die Funktion der Illustrationen reicht also über die bloße Veranschaulichung oder Kommentierung des Textes hinaus. Somit sind Bilderbücher „durch die qualitative und quantitative Bedeutung der Illustrationen in Relation zum Verbaltext“ (Weinkauff/ von Glasenapp 2018: 164) bestimmt. Durch das Vorhandensein eines solchen Text-Bild-Kontinuums grenzt sich das Bilderbuch vom illustrierten Kinder- und Jugendbuch ab (vgl. Kurwinkel 2017: 25). Der Umfang der meisten Bilderbücher liegt in der Regel zwischen 24 und 28 Seiten, allerdings ist dies kein eindeutiges Kriterium zur Kategorisierung eines Bilderbuches und besonders die gegenwärtigen Bilderbücher verfolgen diese Konvention immer weniger (vgl. Kurwinkel 2017: 15).
Einleitung: Die Arbeit beleuchtet die Bedeutung eines wertschätzenden Klassenklimas in heterogenen Gruppen und führt die Forschungsfrage ein, ob Bilderbücher als Medium zur Inklusionsförderung dienen können.
1. Das Bilderbuch: Es werden theoretische Grundlagen zu Definitionen, Merkmalen und dem Einsatz von Bilderbüchern in der Grundschule sowie deren Funktion als Mittel zur Problemthematisierung dargelegt.
2. Das Down Syndrom: Dieses Kapitel erläutert medizinische Erscheinungsformen, typische Verhaltensmerkmale und spezifische Anforderungen an die Inklusion von Kindern mit Down-Syndrom.
3. Inklusive Lerngruppen: Der Fokus liegt auf den Herausforderungen des Unterrichts in heterogenen Gruppen und Strategien zur aktiven Stärkung des Klassenklimas.
4. Analyse der ausgewählten Bilderbücher hinsichtlich ihrer Eignung zur Stärkung des Klassenklimas in inklusiven Lerngruppen: Nach einer methodischen Begründung der Analyseaspekte werden die drei Bilderbücher "Planet Willi", "Irgendwie Anders" und "Ich bin Laura" kritisch geprüft.
5. Entwurf eines Konzepts zum Einsatz des Bilderbuches „Irgendwie Anders“: Auf Basis der Ergebnisse wird ein didaktisches Konzept entwickelt, wie das ausgewählte Buch gezielt in inklusiven Klassen eingesetzt werden kann.
Fazit: Die Arbeit fasst zusammen, dass insbesondere "Irgendwie Anders" und "Planet Willi" ein hohes Potential zur Förderung eines positiven Klassenklimas bieten.
Inklusion, Klassenklima, Bilderbuch, Down-Syndrom, Grundschule, Andersartigkeit, Literaturdidaktik, Heterogenität, Medienkompetenz, soziale Integration, Unterrichtskonzept, Wertschätzung, Ausgrenzung, Visual Literacy, soziale Kompetenz
Die Arbeit untersucht den pädagogischen Nutzen von ausgewählten Bilderbüchern als Medium zur Förderung eines positiven Klassenklimas in inklusiven Grundschulklassen.
Die Schwerpunkte liegen auf Inklusionspädagogik, dem Umgang mit dem Down-Syndrom, der Analyse von Kinderliteratur und der praktischen Unterrichtsgestaltung in heterogenen Lerngruppen.
Das Ziel ist es, zu analysieren, welche Bilderbücher geeignet sind, um bei Kindern Akzeptanz für Andersartigkeit zu wecken und somit der Ausgrenzung entgegenzuwirken.
Die Autorin stützt sich auf eine mediendidaktische und fachliterarische Analyse von Bilderbüchern nach gängigen Kriterien der Literaturdidaktik und Literaturwissenschaft.
Der Hauptteil umfasst eine theoretische Fundierung zur Inklusion und zum Down-Syndrom, eine detaillierte Analyse der drei ausgewählten Bilderbücher sowie einen praktischen Entwurf für ein Unterrichtskonzept.
Wesentliche Begriffe sind Inklusion, Klassenklima, Bilderbuch, Down-Syndrom, Andersartigkeit und soziale Integration.
Das Buch thematisiert Andersartigkeit auf einer abstrakten Ebene, ohne ein Kind im Klassenverband stigmatisierend direkt zu adressieren, was eine wertschätzende Auseinandersetzung ermöglicht.
Die Autorin stellt fest, dass die explizite Benennung des Down-Syndroms und die teilweise groteske Darstellung in den Illustrationen kontraproduktiv wirken könnten, da sie eher abgrenzen als verbinden.
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