Bachelorarbeit, 2019
87 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
2 Theoretischer Hintergrund
2.1 Persönlichkeit, Ich-Identität und Selbst
2.2 Das Selbstkonzept
2.2.1 Das Selbstkonzeptmodell von Shavelson, Hubner und Stanton (1976)
2.2.2 Internal/External Frame of Reference (I/E) Modell von Marsh (1986)
2.2.3 Theorie der Selbstkonzeptentwicklung von Harter (1998, 1999, 2012)
2.3 Selbstwertgefühl
2.3.1 Selbstwerthöhe
2.3.2 Selbstwertstabilität
2.3.3 Selbstwertkontingenz
2.3.4 Quellen des Selbstwertgefühls
2.3.5 Entwicklung des Selbstwertgefühls
2.3.4 Auswirkungen des Selbstwerts auf Erleben und Verhalten
2.3.5 Selbstwert und Unterrichtsbeteiligung
2.4 Selbstwirksamkeit
2.4.1 Selbstwirksamkeit und Selbstwertgefühl
2.4.2 Generalisierte und spezifische Selbstwirksamkeit
2.4.3 Kollektive Selbstwirksamkeit
2.4.4 Quellen der Selbstwirksamkeit
3 Empirische Untersuchung
3.1 Fragestellung und Hypothesen
3.2 Methode
3.2.1 Stichprobe
3.2.2 Instrument
3.2.3 Durchführung
4 Ergebnisse
5 Diskussion
Diese Arbeit untersucht den Einfluss der von Lehrkräften vermittelten sozialen Akzeptanz auf das Selbstwertgefühl von Schülern in der Pubertät und Adoleszenz sowie die Auswirkungen dieses Selbstwertgefühls auf die mündliche Unterrichtsbeteiligung.
2.3.2 Selbstwertstabilität
Der Selbstwert lässt sich neben der Ausprägung der im vorigen Kapitel beschriebenen emotionalen, globalen Selbstwertschätzung (Selbstwerthöhe) durch zwei weitere Facetten beschreiben. Zum einen ist hier die Selbstwertstabilität zu erwähnen. Diese beschreibt die wahrgenommene Schwankungsanfälligkeit bzw. Zerbrechlichkeit des Selbstwerts (subjektive Selbstwertstabilität). Die Selbstwertstabilität kann einerseits als geringe Schwankungen der Selbstwerthöhe über die Zeit (zeitliche Stabilität) verstanden werden (Schöne & Stiensmeier-Pelster, 2016), andererseits im Sinne eines gefestigten, solide konstruierten und robusten Selbstwerts (zerbrechlich vs. unzerbrechlich). In der vorliegenden Arbeit wird die zeitliche Stabilität an Schöne und Stiensmeier-Pelster (2016) angelehnt und entgegen der weit verbreiteten Operationalisierung über die Unterschiedlichkeit der gemessenen Selbstwerthöhe zu zwei oder mehreren Messzeitpunkten und anschließender Berechnung der intraindividuellen Standardabweichung (statistische Stabilität) verstanden. Die beiden Autoren argumentieren, dass in der gängigen Operationalisierung Häufigkeit, Ausmaß und Muster der Schwankung nicht angemessen berücksichtigt werden. So kann die intraindividuelle Standardabweichung bei verschiedenen Personen mit völlig unterschiedlich schwankendem Selbstwert identisch sein, jedoch psychologisch Unterschiedliches ausdrücken. Auch wenn die statistische Stabilität in der Selbstwerthöhe im Sinne der intraindividuellen Standardabweichung stets gleich ist, unterscheidet sich ein beständig leicht fluktuierender Selbstwert von einem Selbstwert, der durch seltenere, aber eben große Schwankungen charakterisiert ist.
1 Einleitung: Einführung in die Relevanz des Selbstwerts in der Leistungsgesellschaft und der Schule als zentralem Entwicklungsraum für Jugendliche.
2 Theoretischer Hintergrund: Umfassende Darstellung psychologischer Modelle zu Persönlichkeit, Selbstkonzept, Selbstwertgefühl und Selbstwirksamkeit sowie deren Entwicklung im Jugendalter.
3 Empirische Untersuchung: Detaillierte Beschreibung der Fragestellung, Hypothesenbildung, methodischen Vorgehensweise, Stichprobenbeschreibung sowie der Instrumente zur Datenerhebung.
4 Ergebnisse: Präsentation der statistischen Auswertung der soziodemografischen Daten sowie der Skalen zu Selbstwert und Unterrichtsbeteiligung.
5 Diskussion: Interpretation der statistischen Befunde hinsichtlich der Forschungsfragen, Reflexion der methodischen Grenzen und Implikationen für die pädagogische Praxis.
Selbstwertgefühl, Selbstkonzept, Selbstwirksamkeit, Adoleszenz, soziale Akzeptanz, Lehrerfürsorglichkeit, Unterrichtsbeteiligung, Schulpädagogik, Persönlichkeitsentwicklung, Selbstwertstabilität, Selbstwertkontingenz, Schulische Leistung, Identitätsbildung, quantitative Forschung, Schüler-Lehrer-Interaktion.
Die Arbeit untersucht die Entwicklung und Bedeutung des Selbstwertgefühls bei Schülern in der frühen bis mittleren Adoleszenz im schulischen Kontext.
Die zentralen Felder sind die Facetten des Selbstwerts (Höhe, Stabilität, Kontingenz), die wahrgenommene soziale Akzeptanz durch Lehrkräfte und das mündliche Unterrichtsverhalten.
Das Ziel ist es, zu prüfen, ob verbale Rückmeldungen von Lehrern den Selbstwert beeinflussen und ob der Selbstwert wiederum ein verlässlicher Prädiktor für die Unterrichtsbeteiligung ist.
Es wurde ein quantitatives Untersuchungsdesign im Querschnitt gewählt, bei dem 78 Schüler mittels eines standardisierten Fragebogens (modifiziertes SEKJ-Inventar) befragt wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in eine ausführliche theoretische Fundierung der psychologischen Konstrukte und eine empirische Untersuchung, die Hypothesen über Zusammenhänge und Unterschiede zwischen Geschlechtern und Schulstufen testet.
Wichtige Begriffe sind Selbstwertgefühl, Selbstwirksamkeit, Adoleszenz, soziale Akzeptanz und Unterrichtsbeteiligung.
Die Arbeit betrachtet Lehrkräfte als wichtige Bezugspersonen, deren soziale Akzeptanz und Feedback-Stil das Selbstbild der Jugendlichen im schulischen Lernumfeld beeinflussen können.
Die empirische Untersuchung ergab keine statistisch signifikanten Unterschiede in der Selbstwerthöhe, Stabilität oder Kontingenz zwischen männlichen und weiblichen Schülern.
Die statistische Analyse konnte den angenommenen direkten Zusammenhang zwischen der Höhe des Selbstwerts und einer aktiven Unterrichtsbeteiligung in der vorliegenden Stichprobe nicht signifikant belegen.
Die Autorin diskutiert insbesondere den geringen Stichprobenumfang, das Querschnittdesign sowie die Komplexität der Unterrichtsbeteiligung, die von weiteren, nicht erfassten Variablen wie Leistungsangst beeinflusst wird.
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