Bachelorarbeit, 2018
39 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
2. Begriffsbestimmung
2.1 Rechnungslegungsmethoden
2.2 Rechnungslegungsbezogene Schätzungen
2.3 Fehler in der Rechnungslegung
3. Abgrenzung von Methoden und Schätzungen
3.1 Abgrenzungsschwierigkeiten in der Praxis
3.2 Abgrenzungssystematik
3.3 Bilanzielle Behandlung
4. Bestrebungen des IASB zur deutlicheren Abgrenzung
4.1 Due Process Verfahren
4.2 ED/2017/5: Vorgeschlagene Änderungen und Stellungnahmen
4.3 ED/2018/1
5. Fazit
Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, Rechnungslegungsmethoden und rechnungslegungsbezogene Schätzungen voneinander abzugrenzen, die in der Praxis bestehenden Schwierigkeiten bei dieser Differenzierung zu identifizieren und diese vor dem Hintergrund einer fundierten Abgrenzungskonzeption aufzulösen. Die zentrale Forschungsfrage untersucht dabei, wie eine präzise Klassifizierung von Sachverhalten erreicht werden kann, um die Vergleichbarkeit von Abschlüssen zu gewährleisten.
3.2 Abgrenzungssystematik
Eine eindeutige Abgrenzung zwischen einer Rechnungslegungsmethode und einer rechnungslegungsbezogenen Schätzung bzw. ein allgemeingültiges und anerkanntes Konzept existiert in den IFRS nicht. Aus den Definitionen des IAS 8.5 und der eingänglichen Begriffsbestimmung lässt sich ein erstes Grundgerüst gestalten, welches das Zusammenwirken der beiden Termini verdeutlicht. Die gemäß IAS 8.5 als Prinzipien, grundlegende Überlegungen, Konventionen, Regeln und Praktiken verstandenen Rechnungslegungsmethoden können als übergeordnete Berechnungs- bzw. Strukturierungslogik zusammengefasst werden. IAS 8.35 legt daneben eindeutig fest, dass es sich bei einer Änderung der Bewertungsgrundlage, um eine Änderung der Rechnungslegungsmethode handelt. Unter Bewertungsgrundlagen versteht man die der Bilanzierung zugrunde gelegten Prinzipien der Bewertung, sozusagen eine Vorstufe für die Anwendung von Rechnungslegungsmethoden. Beispiele dafür sind die historischen Anschaffungs- und Herstellungskosten, der Nettoveräußerungswert oder der erzielbare Betrag. Demgegenüber sind Schätzungen immer dann anzunehmen, wenn ein Parameter als Element zur Ausfüllung einer vorgegebenen übergeordneten Berechnungslogik geändert wird. Schätzungen dienen folglich dazu, die vorgegebenen Regelungen auszufüllen. Nach Blaum/Holzwarth/Wendlandt ist eine Rechnungslegungsmethode, bzw. die Bilanzierungs- und Bewertungsmethode ‚das Verfahren‘, das heißt die Rechen- oder Ermittlungslogik, welches sich aus verschiedenen wertbeeinflussenden Bausteinen, ‚den Faktoren‘, zusammensetzt und die bei der Bilanzierung eines Sachverhaltes zu beachten sind. Schätzungen dienen in diesem Zusammenhang dazu, die von der Bewertungsmethode vorgegebene Bewertungsgrundlage, ‚den Faktor‘, auszufüllen. Diese ‚Faktoren‘ können entweder mit Präzision ermittelbar sein oder aber mit Unsicherheit behaftet, wobei Schätzungen zum Einsatz kommen.
1. Einleitung: Diese Einleitung erläutert die Bedeutung des Grundsatzes der Vergleichbarkeit in IFRS-Abschlüssen und stellt die zentrale Problemstellung der Abgrenzung zwischen Methoden- und Schätzungsänderungen gemäß IAS 8 vor.
2. Begriffsbestimmung: In diesem Kapitel werden die theoretischen Grundlagen für Rechnungslegungsmethoden, Schätzungen sowie Fehlerkorrekturen definiert, um ein Verständnis für die terminologische Abgrenzung innerhalb des IAS 8 zu schaffen.
3. Abgrenzung von Methoden und Schätzungen: Dieses Kapitel analysiert praktische Schwierigkeiten bei der Differenzierung, stellt eine methodische Systematik zur Klassifizierung vor und erörtert die daraus resultierende unterschiedliche bilanzielle Behandlung.
4. Bestrebungen des IASB zur deutlicheren Abgrenzung: Dieses Kapitel untersucht kritisch die aktuellen Exposure Drafts des IASB (ED/2017/5 und ED/2018/1) und fasst die dazu eingegangenen Stellungnahmen verschiedener Institutionen und Prüfungsgesellschaften zusammen.
5. Fazit: Das Fazit fasst die wesentlichen Erkenntnisse zusammen und unterstreicht die Notwendigkeit von fachlicher Expertise sowie einer ergänzenden Konzeption zur Beseitigung bestehender Grauzonen bei der Abgrenzung.
IAS 8, Rechnungslegungsmethoden, rechnungslegungsbezogene Schätzungen, Abgrenzung, Stetigkeitsgrundsatz, Bilanzielle Behandlung, IASB, Exposure Draft, Vergleichbarkeit, Bewertungsverfahren, Fehlerkorrektur, Stufenkonzeption, Rechnungslegungsstandards, Finanzberichterstattung, Ermessensspielraum
Die Arbeit befasst sich mit der Abgrenzung zwischen Rechnungslegungsmethoden und rechnungslegungsbezogenen Schätzungen innerhalb des Standards IAS 8, da eine falsche Zuordnung die Vergleichbarkeit von Abschlüssen beeinträchtigen kann.
Zentrale Themen sind die theoretische Differenzierung der Begriffe, die Analyse praktischer Probleme bei der Anwendung des IAS 8 sowie die Bewertung der aktuellen Reformvorschläge des IASB zur Präzisierung dieser Regeln.
Ziel ist es, bestehende Abgrenzungsschwierigkeiten aufzuzeigen und ein systematisches Konzept (die Stufenkonzeption) zu erörtern, das dem Bilanzierenden hilft, Änderungen korrekt als Methoden- oder Schätzungsänderung zu klassifizieren.
Die Arbeit stützt sich auf eine tiefgehende Analyse der IAS/IFRS-Standards, der einschlägigen Fachliteratur sowie der kritischen Auswertung von Stellungnahmen zu den Exposure Drafts durch Experten und Standardsetter.
Der Hauptteil gliedert sich in die Definition der Begriffe, die Erarbeitung einer Abgrenzungssystematik anhand von Praxisbeispielen, die Darstellung der bilanziellen Folgen und die Diskussion der Bestrebungen des IASB.
Die wichtigsten Schlagworte sind IAS 8, Rechnungslegungsmethoden, Schätzungsänderungen, Bilanzielle Behandlung, Vergleichbarkeit und Stufenkonzeption.
Die Unterscheidung bestimmt, ob Anpassungen retrospektiv (Methodenänderung) oder prospektiv (Schätzungsänderung) in den Abschlüssen erfasst werden müssen, was erhebliche Auswirkungen auf die Vergleichbarkeit der Kennzahlen über verschiedene Zeitperioden hat.
Der Autor kommt zu dem Schluss, dass die Vorschläge des IASB zwar einen Fortschritt darstellen, jedoch noch nicht ausreichen, um alle bestehenden Grauzonen vollständig zu beseitigen, weshalb der Bedarf an fachkundiger Einschätzung fortbesteht.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

