Diplomarbeit, 2005
77 Seiten, Note: 2
Philosophie - Theoretische (Erkenntnis, Wissenschaft, Logik, Sprache)
Teil A Einführung
1. Einleitung
2. Was ist die „klassische“ Logik?
Teil B Nichtklassische Logiken
3. Warum braucht man nicht-klassische Logiken?
4. Überblick über die wesentlichen nichtklassischen Logiken
4.1 Logiken, die der klassischen Wahrheitstheorie widersprechen
4.2 Logiken, deren Umfang von logischen Operatoren sich von der klassischen Logik unterscheiden
4.3 Logiken, deren logischen Operatoren eine andere Bedeutung zugeschrieben wird, als in der klassischen Logik
5. Zwei ausgewählte Beispiele für nichtklassische Logiken
5.1 Das dreiwertige System von Łukasiewicz (Ł3)
5.1.1 Überblick über Ł3
5.1.2 Wahrheitstafeln, Syntax und Semantik
5.2 Modallogik S5
5.2.1 Überblick über S5
5.2.2 Axiomatisierung von S5
Teil C Klassische vs. Nichtklassische Logiken
6. Gemeinsamkeiten
7. Das Problem unterschiedlicher Notationen
7.1 Allgemeines
7.2 Unterschiedliche Notationen als Argument gegen die Widersprüchlichkeit von Ł3 und PC
8. Übersetzungen zwischen logischen Systemen
8.1 Grammatikalische Übersetzungen
8.1.1 Definitionen und Bedingungen von grammatikalischen Übersetzungen
8.1.2 Grammatikalische Übersetzung von PC nach L3
8.2 Übersetzung von PC nach S5
8.3 Die Nichtübersetzbarkeit von Ł3 und S5 nach PC
9. Rivalisierende vs. nicht-rivalisierende Logiken
10. Extensionen und Deviationen
10.1 Definitionen von Extensionen und Deviationen
10.2 Ł3: Deviation oder Extension?
10.3 S5: Deviation oder Extension?
11. Bedingungen für Rivalität
11.1 Allgemeines
11.2 Rivalität von Deviationen und Extensionen
11.3 Die Rivalität von Ł3
11.4 Die Rivalität von S5
Teil D Mögliche Positionen im Hinblick auf Konflikte zwischen Klassischer Logik und alternativen Logiken
12. Mögliche Positionen gegenüber rivalisierenden Theorien
13. Mögliche Positionen nach HAACK
13.1 „Korrektheit“ von logischen Systemen
13.2 Monismus
13.3 Pluralismus
13.3.1 Lokaler Pluralismus
13.3.2 Globaler Pluralismus
13.4 Instrumentalismus
13.5 Zusammenfassung der Positionen
14. Relativismus und Absolutismus in der Logik nach RESCHER
15. EPSTEINS semantischer Ansatz
16. Versuch eines neuen Ansatzes
17. Zusammenfassung
Die Arbeit untersucht metaphysische Fragestellungen, die aus der Existenz verschiedener, zur klassischen Logik rivalisierender logischer Systeme resultieren. Das Hauptziel ist die Klärung der Bedingungen von logischer „Korrektheit“ und der Natur der Rivalität zwischen logischen Systemen, wobei das Verhältnis zwischen klassischer Logik (PC), der dreiwertigen Logik (Ł3) und der Modallogik (S5) im Zentrum steht.
4.2 Logiken, deren Umfang von logischen Operatoren sich von der klassischen Logik unterscheiden
Gewisse abweichende Logiken bauen auf dem Grundgedanken auf, dass das Instrumentarium der klassischen logischen Operatoren nicht dazu ausreicht, all das auszudrücken, was es ausdrücken sollen müsste, um auf alle Gebiete angewendet werden zu können, auf die sie angewendet werden sollten.
Diese These mag insofern als problematisch erscheinen, da PC eigentlich ein wahrheitsfunktional komplettes System ist, d.h. dass sich alle möglichen Kombinationen von Wahrheitswerten durch seine Operatoren ausdrücken lassen können. Die folgenden Beispiele sollen das anhand von Wahrheitstafeln für den Fall zweier Formeln verdeutlichen.
Trotzdem gibt es einige Philosophen die der Ansicht sind, dass eben nicht alle Sätze, die durch die Logik formalisierbar sein sollten, durch dieses Instrumentarium formalisierbar sind. Eines der prominentesten Beispiele für Logiken, die aus diesem Grund vorgeschlagen worden sind, sind die klassischen Modallogiken, die Operatoren für Notwendigkeit und Möglichkeit einführen. Ein Beispiel für eine solche Modallogik ist etwa das System S5, das später in dieser Arbeit vorgestellt werden soll.
Teil A Einführung: Dieses Kapitel stellt die Zielsetzung der Arbeit vor und definiert die klassische Logik (PC) als Ausgangspunkt.
Teil B Nichtklassische Logiken: Hier werden Gründe für nicht-klassische Logiken erörtert und zwei Beispielsysteme, Ł3 und S5, eingeführt.
Teil C Klassische vs. Nichtklassische Logiken: Dieser Teil analysiert die Gemeinsamkeiten logischer Systeme, das Übersetzungsproblem und die begriffliche Abgrenzung von Extensionen und Deviationen.
Teil D Mögliche Positionen im Hinblick auf Konflikte zwischen Klassischer Logik und alternativen Logiken: Dieses Kapitel diskutiert philosophische Positionen wie Monismus, Pluralismus und Instrumentalismus sowie einen eigenen Lösungsansatz.
Klassische Logik, nicht-klassische Logik, Wahrheitstafeln, PC, Łukasiewicz, Modallogik, S5, Korrektheit, Übersetzung, Rivalität, Extension, Deviation, Monismus, Pluralismus, Instrumentalismus
Die Arbeit behandelt metaphysische Fragen bezüglich der Logik, die sich aus der Existenz konkurrierender logischer Systeme zur klassischen Logik ergeben.
Im Zentrum stehen die Klassifizierung nicht-klassischer Logiken, die Problematik der Übersetzung zwischen Systemen, der Begriff der Rivalität sowie die erkenntnistheoretischen Positionen (Monismus/Pluralismus).
Das Ziel ist die Beantwortung der Fragen, ob bei rivalisierenden Systemen nur eines korrekt sein kann, was „korrekte Logik“ bedeutet und wie Rivalität zwischen Logiken definiert ist.
Der Autor nutzt eine strukturierte Analyse von logischen Systemen, Wahrheitstafeln, definitorische Abgrenzungen und die Diskussion philosophischer Fachliteratur (z.B. von Haack, Epstein, Rescher).
Der Hauptteil analysiert die formale Beziehung zwischen der klassischen Logik und den Beispielsystemen Ł3 und S5, insbesondere hinsichtlich der Übersetzbarkeit und der formalen Rivalität.
Die Arbeit ist durch Begriffe wie Logikpluralismus, Korrektheit, Übersetzbarkeit, Extension, Deviation und den Vergleich von PC mit nicht-klassischen Systemen gekennzeichnet.
Der Autor schlägt vor, eine Extension über die syntaktische Übersetzbarkeit unter Semantikerhalt zu definieren, während Deviationen Systeme beschreiben, die nicht wechselseitig ineinander übersetzbar sind.
Der Autor betont, dass Unterschiede in den logischen Operatoren (wie Negation oder Subjunktion) nicht automatisch eine Unvergleichbarkeit bedeuten, sondern Übersetzungsregeln erfordern, um das Verhältnis der Systeme zueinander zu bestimmen.
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