Masterarbeit, 2017
119 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
2 Begriffseinordnung und theoretische Grundlagen
2.1 Theoretische Grundlagen
2.1.1 Nonverbale Kommunikation
2.1.2 Historie der nonverbalen Kommunikation
2.1.3 Einführung in die Körpersprache
2.1.4 Funktionen von Körpersprache
2.2 Kommunikationskonzepte
2.2.1 Das Sender-Empfänger-Modell nach Shannon und Weaver
2.2.2 Die fünf Axiome der Kommunikationstheorie nach Watzlawick
2.3 Körpersprache als spezifische Form nonverbaler Kommunikation
2.3.1 Die Rolle von Emotionen
2.3.2 Geschlechtsspezifische Unterschiede
2.3.3 Effekte des Bildungsstands
2.3.4 Nonverbale Kommunikationsforschung
2.3.5 Nutzen der Körpersprache im beruflichen Kontext
2.4 Die Körperhaltung und untersuchungsrelevante Formen
2.4.1 Die Körperausrichtung
2.4.2 Die Armhaltung
2.4.3 Die Kopfhaltung
2.4.4 Die Ausrichtung des Rumpfes
2.4.5 Die Persönlichkeitsmerkmale
2.5 Herleitung der Fragestellung und Hypothesen
2.5.1 Fragestellung
2.5.2 Hypothesen
3 Methoden der Studie
3.1 Untersuchungsdesign
3.2 Messinstrument
3.3 Stichprobenkonstruktion
3.4 Untersuchungsdurchführung
4 Ergebnisteil
4.1 Stichprobenbeschreibung
4.2 Statistische Auswertungsmethoden und Prüfung der Testvoraussetzungen
4.3 Ergebnisse der Hypothesenprüfung
5 Diskussion und Ausblick
5.1 Interpretation der Ergebnisse
5.2 Reflexion der Untersuchung
5.3 Implikationen für die Praxis
5.4 Fazit und Ausblick
Die Arbeit untersucht den Einfluss verschiedener Körperhaltungen auf die Beurteilung berufsrelevanter Persönlichkeitsmerkmale bei Gesprächspartnern. Dabei wird analysiert, inwieweit Körperausrichtung, Arm-, Kopf- und Rumpfhaltung das Urteilsverhalten von Betrachtern beeinflussen, unter Berücksichtigung von Faktoren wie Geschlecht und Bildungsstand.
2.4.1 Die Körperausrichtung
Innerhalb der empirischen Untersuchung wird die Körperausrichtung des Gesprächspartners durch eine frontale sowie seitlich ausgerichtete Haltung repräsentiert. Die vordere, ventrale Körperseite beinhaltet die wichtigsten, menschlichen Elemente des Körpers wie den Mund, die Augen, Brust und Genitalien (Parker, 2014). In einer Gefahrensituation hat eine Person grundsätzlich zwei Möglichkeiten, sich zu verhalten. Um auf die Bedrohung zu reagieren, kann sie entweder Flucht- oder Kampfverhalten zeigen (Navarro, 2011). Bei der Entscheidung zur Verteidigung wird der Körper dem bedrohlichen Reiz zugewendet und somit die volle Konzentration auf ihn gerichtet (Navarro, 2011).
Fällt die Entscheidung jedoch auf die Flucht, wendet eine Person ihren Körper ab und zieht sich defensiv zurück (Navarro, 2011). Dieses ursprüngliche Verhalten des Menschen wird auch in der heutigen Zeit beobachtet, wenn auch in einem veränderten Umweltsetting. Dominante Personen wenden sich ihrem Gegenüber mit dem Körper eher frontal zu und halten Kritik oder Meinungsverschiedenheiten stand, während weniger dominante Personen direkte Konfrontationen versuchen zu vermeiden oder sich in bedrohlichen Situationen abwenden, um sich instinktiv zu schützen (Navarro, 2011). Unterwürfigkeit eines Gegenübers wird demnach durch ein Wegdrehen des Körpers nonverbal kommuniziert (Collett, 2008). Bei der Ausrichtung des Körpers ist darüber hinaus der Bauchnabel, der die allererste Beziehung zu einem Menschen widerspiegelt, eine nonverbale Informationsquelle (Driver & van Aalst, 2011). In einer Untersuchung der Dreißigerjahre fanden Forscher heraus, dass die Körperausrichtung und mit ihr die Ausrichtung des Nabels den Grad des Interesses, dass einer Person entgegengebracht wird, widerspiegelt (Driver & van Aalst, 2011). Ungefähr 30 Jahre später griff Mehrabian (1971) diese Ergebnisse auf und arbeitete unter anderem heraus, dass die Nabelausrichtung den wichtigsten Indikator für die Intention einer Gesprächsperson darstellt (Mehrabian, 1969). Daraufhin widmeten sich weitere Untersuchungen der sogenannten Bauchnabelregel und verifizierten die Bedeutung der Nabelausrichtung für die Einschätzung der Intention und des Interesses einer Person (Driver & van Aalst, 2011). Folgernd lässt sich festhalten, dass die Richtung des Nabels und somit des Körpers Informationen über die Gefühle und das Verhalten einer Person darlegt. Die Ausrichtung des Bauchnabels, beispielsweise zum Ausgang, kommuniziert nichtsprachlich, dass der Wunsch nach Rückzug besteht (Driver & van Aalst, 2011).
1 Einleitung: Stellt das Thema der nonverbalen Kommunikation vor und leitet die Forschungsfrage bezüglich des Einflusses der Körperhaltung auf die Bewertung von Persönlichkeitsmerkmalen ab.
2 Begriffseinordnung und theoretische Grundlagen: Definiert nonverbale Kommunikation und diskutiert zentrale Kommunikationsmodelle sowie spezifische Körpersprache-Kategorien im Hinblick auf ihre Bedeutung für das berufliche Umfeld.
3 Methoden der Studie: Beschreibt das explanative Forschungsdesign, die Konstruktion und Durchführung des Online-Fragebogens sowie die Zielgruppenansprache.
4 Ergebnisteil: Präsentiert die statistische Auswertung der Daten, einschließlich der Stichprobenbeschreibung und der detaillierten Ergebnisse der Hypothesenprüfung.
5 Diskussion und Ausblick: Interpretiert die Studienergebnisse kritisch, reflektiert die methodische Vorgehensweise und leitet praktische Empfehlungen für den beruflichen Alltag ab.
Nonverbale Kommunikation, Körperhaltung, Körpersprache, Gesprächssituation, Persönlichkeitsmerkmale, Durchsetzungsstärke, Führungskompetenz, Leistungsmotivation, Toleranz, Selbstbewusstsein, Bildungsstand, Halo-Effekt, Geschlechtsspezifische Unterschiede, Quantitative Studie, Wirtschaftspsychologie.
Die Masterarbeit befasst sich mit der Wirkung von nonverbaler Kommunikation, spezifisch der Körperhaltung, auf die Fremdwahrnehmung von Persönlichkeitsmerkmalen in Gesprächssituationen.
Die zentralen Felder umfassen Kinesik (Lehre von der Körpersprache), Kommunikationspsychologie, berufsbezogene Personalbeurteilung und soziale Stereotype.
Ziel ist es zu klären, inwiefern die Körperhaltung eines Gesprächspartners die Bewertung berufsrelevanter Persönlichkeitseigenschaften beeinflusst und ob dabei geschlechtsspezifische Unterschiede oder ein Halo-Effekt durch den Bildungsstand existieren.
Es wird ein quantitativer Forschungsansatz in Form einer Querschnittsstudie (Online-Fragebogen mit 217 Probanden) gewählt, bei der fotografische Stimuli beurteilt wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in eine fundierte theoretische Aufarbeitung der Kommunikationskonzepte und Körpersprache sowie einen empirischen Teil, der das Studiendesign, die Ergebnisse und eine kritische Diskussion umfasst.
Die Arbeit zeichnet sich durch Begriffe wie Nonverbale Kommunikation, Körperhaltung, Durchsetzungsstärke, Führungskompetenz und Halo-Effekt aus.
Die Arbeit verknüpft spezifische Körperhaltungsmodelle mit einer breiteren Auswahl an Persönlichkeitsmerkmalen (wie Toleranz und Selbstbewusstsein) und untersucht explizit den moderierenden Faktor des Bildungsstandes.
Überraschenderweise wurde in dieser Untersuchung eine verschränkte Armhaltung teilweise mit einem durchsetzungsstärkeren Auftreten assoziiert, was im Widerspruch zu der oft postulierten „offenen“ Idealhaltung steht.
Die Studie identifiziert geschlechtsspezifische Unterschiede in der Bewertung, wobei Frauen in dieser Untersuchung teilweise höhere Werte in Kategorien wie Führungskompetenz und Leistungsmotivation erzielten, was auf einen gesellschaftlichen Rollenwandel hindeutet.
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