Bachelorarbeit, 2018
90 Seiten, Note: 1,3
1 EINLEITUNG
1.1 Hinführung zum Thema
1.2 Zielsetzung und methodische Vorgehensweise
2 DAS GASTGEWERBE
2.1 Struktur der Branche
2.1.1 Die Gastronomie
2.1.2 Das Beherbergungsgewerbe
2.2 Branchenspezifische Herausforderungen
3 SOCIAL ENTREPRENEURSHIP
3.1 Definition
3.2 Einordnung verwandter Begriffe
3.2.1 Social Business
3.2.2 Non Profit Organisation
3.2.3 Corporate Social Responsibility
3.3 Bedeutung von Social Entrepreneurship
4 DIE ÜBERTRAGBARKEIT VON SOCIAL ENTREPRENEURSHIP AUF DAS GASTGEWERBE
4.1 Klassisches vs. Soziales Geschäftsmodell
4.1.1 Unternehmensformen
4.1.1.1 Formen des klassisches Unternehmertums
4.1.1.2 Formen von Social Entrepreneurship Organisationen
4.1.2 Unternehmensziele
4.1.2.1 Ziele des klassischen Unternehmertums
4.1.2.2 Ziele der Social Entrepreneurship Organisationen
4.1.3 Zwischenfazit
4.2 Mögliche Handlungsfelder von Social Entrepreneurship im Gastgewerbe
4.2.1 Nachhaltige Entwicklung im Gastgewerbe
4.2.2 UNO-Entwicklungsziele
4.2.3 Handlungsfelder im Gastgewerbe
4.2.3.1 Inklusion
4.2.3.2 Nachhaltiger Konsum
4.2.3.3 Nachhaltiger Tourismus
4.2.3.4 Social Franchise
5 FAZIT
Das Ziel dieser Arbeit ist es, die Übertragbarkeit des Konzepts Social Entrepreneurship auf das Gastgewerbe zu untersuchen und aufzuzeigen, in welcher Form sozialunternehmerische Ansätze in dieser Branche angewendet werden können.
4.2.3.1 Inklusion
Allgemein steht der Begriff Inklusion für die Einbindung aller Menschen in eine Gesellschaft (Bundeszentrale für politische Bildung, 2018). Die UNO Entwicklungsziele 4 und 8 sprechen explizit auf die Inklusionsthematik im Zusammenhang mit hochwertiger Bildung und menschenwürdiger Beschäftigung an. Diese sozialen Standards sollen laut der UNO mithilfe der Wirtschaft durchgesetzt werden (Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, 2018f). Die Integration in den Arbeitsmarkt stellt hierbei einen wichtigen Mehrwert für Menschen mit Einschränkung jeglicher Art dar (Theunissen, 2013, S. 9). Inklusionsbetriebe verfolgen das Wertschätzungsprinzip, dass ,,[…] - im Gegensatz zum Wertschöpfungsprinzip, das den Mitarbeiter ausschließlich nach seiner Brauchbarkeit für die Erreichung des ökonomischen Erfolgs des Unternehmens schätzt – auf die Person und Persönlichkeit des Menschen ausgerichtet ist.’’ (Schwalb, 2013, S. 28). Durch Social Entrepreneurship können beide Prinzipien korrespondieren (ebd.).
Der Name der Beherbergungs- und Gastronomiebranche fällt als potentielles Handlungsfeld in der Debatte um die Integration auf dem Arbeitsmarkt (Scheuerle et al., 2013, S. 14). Im Gastgewerbe nimmt die Anzahl solcher Betriebe zwar zu, dennoch wird dieser Nische bisher kaum Beachtung geschenkt (Stauß, 2015). Social Entrepreneurship drückt sich in der Branche bislang überwiegend in solchen Inklusionsbetrieben aus (Sloan, Legrand und Simons-Kaufmann, 2014, S. 53). Die folgenden Beispiele aus der Praxis zeigen, dass das Gastgewerbe bereits über individuelle Inklusions-Konzepte des sozialen Unternehmertums verfügt. Dabei geht es den Entrepreneuren neben der Inklusion von Menschen mit Behinderungen auch um die Integration von Flüchtlingen, Obdachlosen sowie jungen Arbeitslosen.
1 EINLEITUNG: Einführung in die Thematik der gesellschaftlichen Herausforderungen und Zielsetzung der Arbeit, die Verbindung von Social Entrepreneurship und Gastgewerbe zu untersuchen.
2 DAS GASTGEWERBE: Darstellung der Branchenstruktur sowie Analyse aktueller Herausforderungen wie dem Fachkräftemangel und dem Wandel in der Branche.
3 SOCIAL ENTREPRENEURSHIP: Definition des Konzepts sowie Einordnung von verwandten Begriffen und Erläuterung der Relevanz in der heutigen Wirtschaft.
4 DIE ÜBERTRAGBARKEIT VON SOCIAL ENTREPRENEURSHIP AUF DAS GASTGEWERBE: Zentraler Hauptteil der Arbeit, der durch Geschäftsmodellvergleiche und Praxisbeispiele die Anwendungsmöglichkeiten von Social Entrepreneurship in der Gastronomie und Hotellerie aufzeigt.
5 FAZIT: Zusammenfassung der Ergebnisse und Reflexion über das sozialunternehmerische Potenzial des Gastgewerbes.
Social Entrepreneurship, Gastgewerbe, Nachhaltigkeit, Inklusion, Soziales Unternehmertum, Soziale Wirkung, Geschäftsmodell, Nachhaltiger Tourismus, Social Franchise, Gemeinwohl, Unternehmensziele, Arbeitsmarktintegration, Gesellschaftliche Herausforderungen, Wirtschaft, Innovation.
Die Arbeit untersucht die theoretische und praktische Übertragbarkeit des Konzepts Social Entrepreneurship auf das Gastgewerbe und analysiert, inwieweit sozialunternehmerische Ansätze bestehende gesellschaftliche Probleme innerhalb dieser Branche adressieren können.
Die zentralen Felder umfassen die Branchenstruktur des Gastgewerbes, die theoretische Fundierung von Social Entrepreneurship, den Vergleich zwischen klassischen und sozialen Geschäftsmodellen sowie spezifische Handlungsfelder wie Inklusion, nachhaltigen Konsum und Tourismus.
Das Ziel ist es, eine Verbindung zwischen Social Entrepreneurship und dem Gastgewerbe zu erschließen und aufzuzeigen, ob sozialunternehmerische Konzepte auf gastgewerbliche Betriebe ausgeweitet werden können und in welcher Form sie dort anwendbar sind.
Die Arbeit nutzt eine strukturierte Literaturanalyse sowie eine explorative Untersuchung anhand von exemplarischen Praxisbeispielen, um die Potenziale von Social Entrepreneurship im Gastgewerbe fundiert darzulegen.
Der Hauptteil widmet sich der Gegenüberstellung von Geschäftsmodellen sowie der Identifikation und Analyse konkreter Handlungsfelder im Gastgewerbe, in denen soziale Ziele mit wirtschaftlicher Gewinnerwirtschaftung kombiniert werden.
Zu den prägenden Begriffen zählen Social Entrepreneurship, Gastgewerbe, Inklusion, Nachhaltigkeit und soziale Geschäftsmodelle.
Inklusion wird als zentrales Handlungsfeld identifiziert, in dem sozialunternehmerische Betriebe (z.B. Integrationshotels) Menschen mit Behinderungen oder Flüchtlinge erfolgreich und selbstständig in den Arbeitsmarkt integrieren.
Die UNO-Entwicklungsziele dienen als globaler Bezugsrahmen, um das bestehende Ungleichgewicht zu verdeutlichen und spezifische Handlungsbedarfe zu formulieren, die von sozialunternehmerischen Gastgewerbebetrieben adressiert werden können.
Das Social Franchise Modell wird als effektives Instrument zur Skalierung und Replikation sozialer Geschäftskonzepte im Gastgewerbe beschrieben, um den sozialen Mehrwert über lokale Nischen hinaus zu vergrößern.
Das Fazit betont, dass das Gastgewerbe ein erhebliches, bisher nur teilweise genutztes Potenzial für soziales Unternehmertum aufweist und Nachhaltigkeit sowie Inklusion als Zukunftsfelder für die Branche fungieren.
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