Fachbuch, 2020
77 Seiten
1 Einleitung
1.1 Fragestellung
1.2 Aufbau der Arbeit
2 Purpose/Sinn und seine Bedeutung
2.1 Purpose Driven Organisation: Definition
2.2 Begriffe Purpose und Sinn: Abgrenzung / Definition
2.3 Sinn des Unternehmens
2.4 Welche Sinnorientierung für Unternehmen gibt es?
3 Sinnorientierung, Kulturwandel und Rolle der Führungskraft in diesem Prozess
3.1 Zusammenhang Sinnorientierung und Führungsrolle
3.2 Kultur und Kulturwandel
3.3 Rolle der Führungskraft im Kulturwandel
4 Neue Rolle der Führungskraft in „Purpose Driven Organisations“
4.1 Führungsstile mit Nennung der Sinnorientierung
4.2 Managementwirksame Instrumente in Purpose Driven Organisations.
4.3 Erklärung der Notwendigkeit eines neuen Konzepts
5 Good Future Leadership (GFL)®: nach dem Sinn des Unternehmens führen
5.1 Organisation und Sinn (Sinn als Orientierungs-Stern)
5.2 Sinnempfinden am Arbeitsplatz
6 Kompetenzen der Führungskraft in Purpose Driven Organisations
6.1 Selbstführung: Verhalten und Kompetenzen der Führungskraft für Selbstführung
6.2 Verhalten und Kompetenzen der Führungskraft in der Mitarbeiterführung
6.3 Teamarbeit: Eigenschaften und Kompetenzen der Führungskraft in der Teamarbeit
6.4 Organisation: Verhalten und Kompetenzen der Führungskraft in Bezug auf die Organisation
6.5 Methodik
Die vorliegende Arbeit untersucht die Rolle und die notwendigen Kompetenzen einer Führungskraft, um Mitarbeiter effektiv im Kontext eines „Purpose Driven“ Unternehmens zu führen. Zentral ist dabei die Forschungsfrage, wie Führungskräfte den Sinn des Unternehmens in den Arbeitsalltag implementieren und authentisch vorleben können, um die Transformation zur sinnstiftenden Organisation erfolgreich zu gestalten.
2.2.1 Emotionale Dimension des Sinnes
Das Bedürfnis, Sinnvolles zu erleben und zu tun, ist bei Menschen neurobiologisch bedingt. Der Sinn oder die Kohärenz gehören zu den psychologischen Grundbedürfnissen, die einen Menschen glücklich und zufrieden machen.15 Nach Maslov sind die Bedürfnisse nach Selbstverwirklichung essentiell für jeden Menschen, nach dem seine Grundbedürfnisse (wie essen, trinken, schlafen) befriedigt sind. Da für viele Menschen, die in industriellen Ländern tätig sind, die Grundbedürfnisse vollkommen befriedigt sind, wird zunehmend nach dem Sinn selbst gesucht. Es entsteht ein Bedürfnis etwas anderes, sinnvolles zu tun.16 Auch im Aspekt der Arbeitswelt wird das Bedürfnis nach dem Sinn zunehmend wichtig. Die Erfahrung der Sinnhaftigkeit am Arbeitsplatz ist von Bundesministerium für Arbeit und Soziales als wichtiger Bestandteil zur Erhaltung – oder Beschädigung – der Gesundheit am Arbeitsplatz anerkannt.17 Daraus erklärt sich, dass ein Mensch, der sowohl im privaten Umfeld als auch im Arbeitsleben keinen Sinn (mehr) in seinem Leben sieht, eine Beeinflussung seiner Gesundheit und Motivation erfahren kann. Dies kann im schlimmsten Fall zur Depression führen.18
Die folgenden Beispiele zur Definition des Sinnes werden nur oberflächlich und kurz dargestellt, um einen Überblick zu erhalten.
a) Das Sinnverständnis nach dem Kohärenzgefühl von ANTONOVSKY:
Das Kohärenzgefühl nach ANTONOVSKY ist die Bezeichnung einer grundlegenden Lebensorientierung, die aus drei Komponenten besteht:
a) Verstehbarkeit
b) Bewältigbarkeit
c) Sinnhaftigkeit
Das Gefühl von Verstehbarkeit beschreibt die Erwartung, dass die Anforderungen des Lebens strukturiert und vorhersehbar sind. Das Gefühl von Bewältigbarkeit beschreibt die Überzeugung, dass der Mensch genügend Ressourcen zu Verfügung hat, um diesen Anforderungen zu begegnen. Sinnhaftigkeit beschreibt das Gefühl, dass die meisten Anforderungen sinnvoll sind und ausreichend Motivation und Energie existiert, um in ihre Bewältigung zu investieren.
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den Wandel der modernen Arbeitswelt hin zu Purpose Driven Organisations und führt in die Fragestellung der Arbeit ein.
2 Purpose/Sinn und seine Bedeutung: Dieses Kapitel definiert die Begriffe Purpose und Sinn und betrachtet sowohl die emotionale als auch die sachlich-inhaltliche Dimension des Sinns.
3 Sinnorientierung, Kulturwandel und Rolle der Führungskraft in diesem Prozess: Der Abschnitt erläutert, warum die Implementierung von Sinn eine Verankerung in der Unternehmenskultur erfordert und welche zentrale Rolle Führungskräfte dabei einnehmen.
4 Neue Rolle der Führungskraft in „Purpose Driven Organisations“: Hier wird analysiert, wie sich die Anforderungen an Führungskräfte durch die Suche nach dem Sinn verändern und warum ein neues Konzept für die Praxis notwendig ist.
5 Good Future Leadership (GFL)®: nach dem Sinn des Unternehmens führen: Die Autorin stellt ihr eigenes Konzept „Good Future Leadership“ vor, das den Sinn des Unternehmens mit der individuellen Führungsebene verbindet.
6 Kompetenzen der Führungskraft in Purpose Driven Organisations: Dieses Kapitel detailliert die notwendigen Kompetenzen für Selbstführung, Mitarbeiterführung, Teamarbeit und Organisation, ergänzt durch praktische Methoden.
Purpose, Sinn, Führungskraft, Unternehmenskultur, Purpose Driven Organisation, Good Future Leadership, Kulturwandel, Mitarbeiterführung, Selbstreflexion, Sinnorientierung, Motivation, Werte, Authentizität, Teamarbeit, Transformation.
Die Arbeit behandelt die Integration eines Unternehmenszwecks (Purpose) in den Alltag von Organisationen und die damit verbundenen Anforderungen an moderne Führungskräfte.
Die zentralen Felder sind die Definition von Sinn im Business-Kontext, die Rolle der Führung im Kulturwandel und die praktische Umsetzung durch das Modell „Good Future Leadership“.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Führungskräfte den Unternehmenssinn mit den persönlichen Werten ihrer Mitarbeiter verknüpfen können, um ein sinnstiftendes und erfolgreiches Arbeitsumfeld zu schaffen.
Die Autorin kombiniert eine intensive Literaturrecherche mit ihren eigenen praktischen Erfahrungen aus einem „Purpose Team“ sowie Erkenntnissen aus Coaching-Workshops.
Der Hauptteil befasst sich mit der Definition von Purpose, der Analyse der Unternehmenskultur, der Rolle der Führung und der Vorstellung des GFL®-Konzepts sowie konkreten Kompetenzen und Methoden.
Die wichtigsten Begriffe sind Purpose, Sinnorientierung, Führungskultur, Transformation und Selbstreflexion.
Es verbindet den übergeordneten Unternehmenszweck systemisch mit der täglichen Führungsaufgabe und den individuellen Motivationstreibern der Mitarbeiter.
Sie dienen dem Praxistransfer, indem sie Führungskräften konkrete Übungen zur Sinnfindung und Teambildung an die Hand geben, die direkt im Arbeitsalltag anwendbar sind.
Dies geschieht durch authentisches Vorleben, offene Kommunikation, die Einbindung in Entscheidungsprozesse und durch Methoden wie die „Sinnmatrix“ oder die „Praxis des leeren Stuhls“.
Die Arbeit verweist auf aktuelle Studien, die belegen, dass sinnorientierte Unternehmen profitabler und innovativer sind, da Mitarbeiter durch den klaren Sinn höher motiviert und engagierter sind.
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