Fachbuch, 2020
86 Seiten
1 Einleitung
1.1 Begriffserklärungen
2 Zielsetzung
3 Aufbau der Arbeit
4 Methodik
4.1 Literaturrecherche
4.2 Qualitative Sozialforschung
5 Ergebnisse
5.1 Ergebnisse der Literaturanalyse
5.2 Ergebnisse der qualitativen Sozialforschung
6 Zusammenfassung und Diskussion
7 Schluss
Das primäre Ziel dieser Arbeit ist es, den Veganismus als Lebensstil zu untersuchen und zu analysieren, welche Faktoren die Entscheidung für diese Lebensweise beeinflussen sowie welche Auswirkungen sie auf den Alltag der Betroffenen hat. Dabei wird der aktuelle wissenschaftliche Forschungsstand mit den Ergebnissen einer qualitativen Studie ergänzt.
5.1.4.1 Motive der Ethik
Seit der Antike bestehen ethisch-moralische Aspekte, die für eine vegane Lebensweise sprechen, bis heute ist das eines der wichtigsten Motive (Grube 2009: 35). Der Begriff Ethik kommt aus dem Griechischen und ist auf den Philosophen Aristoteles zurückzuführen, der diese Bezeichnung erstmals verwendete. Das Wort Ethik geht auf das griechische Wort „ethos“ oder auch „aethos“ zurück und steht für Sitte, Brauch oder Gewohnheit. Somit ist damit das Handeln gemäß den im antiken Stadtstaat allgemein geltenden Handlungsregeln gemeint. Genauer beschreibt das ethische Handeln ein Verhalten, das aus Überlegung und Einsicht hervorgeht und somit dazu führen soll, dass in jeder Situation das Richtige getan wird. (Fenner 2008: 3)
Laut Leitzmann ist „das wichtigste Motiv der Veganer, die ethische Überzeugung, dass es ein Unrecht ist, Tiere auszubeuten und sie zu töten“ (Leitzmann 2018: 23).
So tritt im Veganismus der Tierschutz in den Bereich der Ethik. Der Begriff Tierschutz bezeichnet die Gesamtheit der gesetzlichen Maßnahmen zum Schutz von Tieren vor Quälerei, Aussetzung, Tötung ohne einsichtigen Grund (Duden 2019). Der §1 des deutschen Tierschutzgesetzes besagt: „Niemand darf einem Tier ohne vernünftigen Grund Schmerzen, Leiden oder Schäden zufügen“ (Bundesamt für Justiz: 2019).
Für viele Menschen spielen Tiere eine zentrale Rolle in ihrem Leben. In Deutschland werden laut Statista ungefähr 34 Millionen Haustiere gehalten (Statista 2019). Im Jahr 2017 lebte in fast jedem zweiten Haushalt in Deutschland ein Heimtier (IVH 2018). Diese Zahlen zeigen die Liebe der Deutschen zu Tieren. Bei vielen Menschen findet allerdings eine Trennung von Tierliebe und Ernährung statt. So ernähren sich laut dem Vegetarierbund Deutschland nur 10% der deutschen Bevölkerung fleischlos, demnach essen 90% der in Deutschland lebenden Menschen Fleisch- und Fleischprodukte. (VEBU 2019).
Grundsätzlich kann dazu gesagt werden, dass Tiere eine zentrale Rolle im Leben der Menschen spielen. Auf der einen Seite werden sogenannte Haustiere als menschliche Begleiter und sogar als Familienmitglieder angesehen. Auf der anderen Seite isst ein Großteil der Bevölkerung Fleisch, trinkt Milch und trägt Leder von Tieren, die als Nutztiere bezeichnet werden. Trotz dieses Kontrasts empfinden die meisten Menschen Tierquälerei grundsätzlich als unerträglich, egal um welche Tiere es sich dabei handelt. (VEBU 2019)
1 Einleitung: Dieses Kapitel bettet den Veganismus als aktuellen Trend in den gesellschaftlichen Kontext ein und diskutiert die Positionierungen großer Ernährungsgesellschaften.
2 Zielsetzung: Hier wird das Ziel der Bachelorarbeit formuliert, den Veganismus als Lebensstil zu beleuchten und Motive sowie Faktoren durch qualitative Interviews zu ergründen.
3 Aufbau der Arbeit: Dieser Abschnitt gibt einen Überblick über die Gliederung der Arbeit in acht Hauptkapitel.
4 Methodik: Es wird das methodische Vorgehen beschrieben, welches sich aus einer Literaturrecherche und der qualitativen Sozialforschung (Experteninterviews) zusammensetzt.
5 Ergebnisse: Dieser umfangreiche Teil präsentiert die theoretischen Erkenntnisse zur Entwicklung und den Motiven des Veganismus sowie die Auswertung der durchgeführten Interviews.
6 Zusammenfassung und Diskussion: Die zentralen Ergebnisse werden hier noch einmal zusammengeführt und im Hinblick auf die Fragestellung kritisch reflektiert.
7 Schluss: Die Arbeit endet mit einem Fazit, das die Rolle des Veganismus als Lebensstil bestätigt, den die Probanden dauerhaft beibehalten möchten.
Veganismus, Vegetarismus, Lebensstil, Tierschutz, Ethische Motive, Nachhaltigkeit, Qualitative Sozialforschung, Experteninterviews, Ernährungsumstellung, Klimawandel, industrielle Tierhaltung, Bewusster Konsum, Identitätsbildung, Tierwohl, Gesellschaftlicher Wandel.
Die Arbeit untersucht den Veganismus nicht nur als reine Ernährungsform, sondern als ganzheitlichen Lebensstil, der durch diverse ethische, ökologische und gesundheitliche Motive geprägt ist.
Die zentralen Themen umfassen die Geschichte des Veganismus, die unterschiedlichen Motive der Veganer, die Auswirkungen der Massentierhaltung sowie die Analyse des Alltags von Menschen, die sich für eine vegane Lebensweise entschieden haben.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, was Menschen zur Wahl eines veganen Lebensstils bewegt, wie sie diesen in ihren Alltag integrieren und wie sie mit gesellschaftlichen Reaktionen und Rahmenbedingungen umgehen.
Die Arbeit basiert auf einer Kombination aus Literaturanalyse und qualitativer Sozialforschung in Form von leitfadengestützten Experteninterviews mit fünf Personen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine fundierte theoretische Analyse der historischen und ökologischen Aspekte des Veganismus sowie eine detaillierte Auswertung der geführten Interviews zur Lebenspraxis der Probanden.
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Veganismus, Tierschutz, Identitätsbildung, ethische Motive und eine bewusste Lebensweise.
Die Befragten zeigen grundsätzlich eine Akzeptanz gegenüber Fleisch essenden Menschen, obwohl sie Schwierigkeiten mit der industriellen Tierhaltung haben. Sie bevorzugen dabei eine ehrliche Auseinandersetzung gegenüber missionarischem Verhalten.
Die Studie zeigt, dass der Veganismus durch die Etablierung neuer Routinen für die Befragten mit der Zeit einfach wird, auch wenn insbesondere das Essen außer Haus gelegentlich als herausfordernd oder anstrengend empfunden wird.
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