Masterarbeit, 2006
69 Seiten, Note: 1,7
1. Einführung
1.1. Problemstellung
1.2. Gang der Untersuchung
2. Globalisierung
2.1. Begrifflichkeit
2.1.1. Kapital- und Warenverkehr
2.1.2. Globalisierung der Kultur
2.2. Neoliberalismus
2.2.1. Ordoliberalismus
2.2.2. Monetarismus
2.3. Global Sourcing
2.4. Local Buying/ Beschaffungsstrategie
3. Standortmanagement
3.1. Standorttheorie
3.2. Standortstrukturtheorien
3.3. Theorien der unternehmerischen Standortwahl
3.4. Verhaltenswissenschaftliche Ansätze
3.5. Allgemeine Gleichgewichtstheorie
3.6. Standortplanung
4. Internationales Standortmanagement
4.1. Der Weltmarkt
4.2. Die Weltmarktfabrik
4.3. Systemdienstleister
4.4. Produktionsstandorte
4.5. Die Parallelproduktion
4.6. Die Verbundsproduktion
4.7. Produktionsstufen
4.8. Produktionsverbundsysteme
4.8.1. Schlankes Management
4.8.2. Kooperation und Kooperationsverbünde
4.9. Geographische Dezentralisierung
5. Ausdehnung des Welthandels
5.1. Geschichte der Globalisierung
5.1.1. Neoliberaler Positionen
5.1.2. Globalisierung als Krisenstrategie
5.2. Vom Multi- zum Transnationalen Konzern
5.2.1. Umfang der transnationalen Konzerne
5.2.2. Die drei Phasen der Entwicklung
5.2.3. Trendwandel in den 1980ern
5.3. Kritik an Weltmarktfabriken
5.3.1. Arbeitsbedingungen
5.3.2. Flexibilisierung der Arbeitsmärkte
5.4. Transnationale Netzwerke
5.4.1. Hierarchien
5.4.2. Dezentralisierung
5.4.3. Know How und Fusionen
5.4.4. Strategische Allianzen
5.4.5. Handel, Geld und Investitionen
5.4.6. Länder im Norden und Süden
5.4.7. Umwelt und Arbeitsbedingungen
6. Fragmentierungsgrad der Produktion
6.1. Nationale Verbundproduktion
6.2. Nationale Parallelproduktion
6.3. Internationaler Produktionsverbund
6.4. Internationale Parallelproduktion
7. Produktionssysteme
7.1. Toyota Produktionssystem (TPS)
7.2. Just in Time Fertigung (JIT)
7.3. Autonomation (Jidoka)
7.4. Kaizen
8. Schlussbetrachtung
Die Arbeit untersucht die ökonomischen Hintergründe und Auswirkungen der "Weltmarktfabrik" im Kontext der Globalisierung. Dabei steht die Frage im Zentrum, wie internationale Standortentscheidungen, Produktionskonfigurationen und globale Netzwerke die Strategien transnationaler Konzerne bestimmen und welche Konsequenzen dies für Standorte, Arbeitsmärkte und lokale Ökonomien hat.
3.3. Theorien der unternehmerischen Standortwahl
Die Theorien der unternehmerischen Standortwahl beschäftigen sich mit dem optimalen Unternehmensstandort.
Grundlegend für das Problem des optimalen Betriebsstandortes ist in der freien Marktwirtschaft das Gewinnmotiv, es wird der Ort gewählt, an dem sich der größtmögliche Profit erwirtschaften lässt. Die Vergrößerung des Marktanteils, und Zukunftssicherheit spielen aber auch eine nicht zu unterschätzende Rolle.
Stehen diese Ziele fest, kann nach diesen Kategorien der optimale Standort gewählt werden. Dazu sind die Voraussetzungen (Standortfaktoren) auf verschiedenen räumlichen Ebenen zu vergleichen. Es gilt zu untersuchen, welches Land, welche Region und welche Gemeinde am Besten geeignet für eine Neuansiedlung sind. Standortentscheidungen der Automobilindustrie werden heute in starkem Maße durch zwei Faktoren beeinflusst:
1. durch neu entstehende Absatzmärkte („emerging markets“) und
2. durch das Verlangen der nationalen Regierungen nach „local content“!
Dieser wird zum Schutz der eigenen Arbeitsplätze auch von Industrienationen gefordert und ist keineswegs mehr ein Privileg der „emerging markets“
Auch werden in den Werken der Automobilindustrie, so weit wie möglich, moderne Fertigungsverfahren wie Just in Time (JIT) eingesetzt, welche den Trend fördern, weitere Wertschöpfungsprozesse wie Forschung und Entwicklung in Schwellenländer zu verlagern.
Zeitgleich findet in dieser Branche ein wachsender Wandel von „international verteilten“ zu „global vernetzten“ Fertigungsstrukturen statt. Die Forderung nach „common tooling“, der Einsatz von weltweit einheitlichen Werkzeugen, welche an jedem Standort der Welt eingesetzt werden können, wird lauter.
1. Einführung: Darstellung der ökonomischen Entwicklung hinsichtlich weltwirtschaftlicher Vernetzung und Erläuterung des Aufbaus der Arbeit.
2. Globalisierung: Analyse des Globalisierungsbegriffs, seiner Facetten wie Neoliberalismus und Global Sourcing sowie der kulturellen Auswirkungen.
3. Standortmanagement: Überblick über theoretische Grundlagen der Standorttheorie, Standortstrukturtheorien und Ansätze der Standortplanung.
4. Internationales Standortmanagement: Detaillierte Untersuchung von Konzepten wie der Weltmarktfabrik, Systemdienstleistern und verschiedenen Produktionsverbundmodellen.
5. Ausdehnung des Welthandels: Analyse der historischen Entwicklung, des Aufstiegs transnationaler Konzerne sowie Kritikpunkte an deren Praktiken.
6. Fragmentierungsgrad der Produktion: Systematisierung der verschiedenen Formen internationaler Produktionskonfigurationen.
7. Produktionssysteme: Vorstellung japanischer Management-Modelle wie das Toyota Produktionssystem, JIT und Kaizen als Instrumente der Effizienzsteigerung.
8. Schlussbetrachtung: Zusammenfassende Bewertung der Dynamik von Standortentwicklungen und der Auswirkungen auf globale Arbeitsbedingungen.
Globalisierung, Weltmarktfabrik, Standortmanagement, Standorttheorie, Transnationale Konzerne, Produktionssysteme, Global Sourcing, Lean Management, Just in Time, Standortplanung, Internationale Verbundproduktion, Wettbewerbsfähigkeit, Arbeitsteilung, Wertschöpfungskette, Neoliberalismus.
Die Arbeit analysiert die Zusammenhänge zwischen fortschreitender Globalisierung, der Gestaltung internationaler Produktionskonzepte und der Rolle von Weltmarktfabriken sowie transnationalen Konzernen.
Die zentralen Themen sind Standortmanagement, die theoretischen Ansätze der Standortwahl, die verschiedenen Konfigurationsformen der Produktion (Verbund- vs. Parallelproduktion) und moderne Produktionssysteme wie das Toyota Produktionssystem.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Unternehmen unter globalem Kostendruck ihre Produktionsstandorte konfigurieren und welche ökonomischen und sozialen Konsequenzen sich daraus für die globalisierte Wirtschaft ergeben.
Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Auseinandersetzung mit ökonomischen Standorttheorien sowie eine Systematisierung verschiedener internationaler Produktionskonfigurationen anhand von Fallbeispielen aus der Industrie.
Im Hauptteil werden sowohl theoretische Modelle zur Standortwahl diskutiert als auch konkrete industrielle Organisationsformen wie die Weltmarktfabrik, transnationale Netzwerke und moderne Managementkonzepte wie Lean Management oder Kaizen detailliert erläutert.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Globalisierung, Standortmanagement, transnationale Konzerne, Weltmarktfabrik und Produktionsverbundsysteme geprägt.
Der Autor weist darauf hin, dass die Hoffnung auf Kostenreduktion oft nicht erfüllt wird und modernste Optimierungspotenziale am Heimatstandort sowie die Kosten für den Aufbau ausländischer Netzwerke häufig unterschätzt werden.
Die Automobilindustrie dient als zentrales Praxisbeispiel, um die Anwendung verschiedener Standortmuster (Weltmarktfabrik, Verbund- oder Parallelproduktion) und die Koordination globaler Logistiknetzwerke zu veranschaulichen.
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