Bachelorarbeit, 2019
54 Seiten
1 Einleitung
2 Wahl des Baupartners
2.1 Fertig- bzw. Massivhausanbieter
2.2 Architekt
2.3 Generalunternehmen
2.4 Einzelvergabe
3 Grundstück
4 Kosten- und Vorentwurfsplanung
4.1 Projektgesamtkosten
4.2 Aspekte der Kosteneinsparungen
4.2.1 Einsparung der Menge
4.2.2 Einsparung in der Ausführungsvariante
4.2.3 Einsparung durch Eigenleistung
4.2.4 Einsparung durch energieeffizientes Bauen
4.3 Vorentwurf
5 Ausführungsplanung
5.1 Vorbereitende Maßnahmen
5.2 Erdarbeiten
5.3 Wände und Dämmsysteme
6 Nutzwertanalyse
7 Fazit
Die Arbeit verfolgt das Ziel, die wirtschaftliche Bauablaufplanung für ein Einfamilienhaus zu erarbeiten, wobei der Schwerpunkt auf der Ermittlung optimaler Rahmenbedingungen liegt, um den Bau sowohl wirtschaftlich als auch qualitativ sinnvoll zu gestalten. Die Forschungsfrage konzentriert sich darauf, wie Bauherren den Kostenrahmen minimieren und gleichzeitig ihre Vorstellungen in Bezug auf Gestaltung und Funktion integrieren können.
2.1 Fertig- bzw. Massivhausanbieter
Unter einem Fertighaus versteht man ein industriell vorgefertigtes Haus, das erst vor Ort auf der Baustelle montiert wird. Über das klassische Fertigteilhaus hinaus wird auch der Bau von Häusern in Massivbauweise durch Unternehmen auf dem Markt angeboten, die im Projektablauf dem eines Fertighauses ähneln und deshalb hier mit aufgeführt werden. Unter der Massivbauweise versteht man alle Konstruktionen, bei denen keine Trennung zwischen tragenden und raumabschließenden Funktionen unterschieden werden kann. Es kommen also tragende und massive Wände und Decken zum Einsatz, die den Bau tragen und statisch absichern. Im Gegensatz zur Fertigbauweise werden die notwendigen Materialien zur Baustelle transportiert und erst dort nach und nach in das Bauvorhaben eingebaut. Der Unterschied zwischen Fertig- und Massivhaus liegt demzufolge in der Vorfertigung.
Entscheidet sich der Bauherr für den Bau eines Fertig- oder Massivhauses, so besteht i.d.R. nur ein Werkvertrag mit dem jeweiligen Hausanbieter. Der Bauherr selbst ist nur für die Grundstücksbeschaffung und die Kontrolle und Abnahme des Gebäudes verantwortlich, wobei auch hier teilweise Unterstützung durch das Unternehmen geboten werden kann. Die oben beschriebene Aufgabenverteilung ist in der nachfolgenden Abbildung dargestellt.
1 Einleitung: Die Einleitung legt die Ausgangssituation für das Bauen von Einfamilienhäusern dar, definiert das Ziel der Arbeit zur wirtschaftlichen Bauablaufplanung und benennt die zentralen Forschungsfragen.
2 Wahl des Baupartners: Dieses Kapitel vergleicht verschiedene Möglichkeiten der Baupartnerwahl wie Fertig-/Massivhausanbieter, Architekten, Generalunternehmen und Einzelvergabe hinsichtlich ihrer Vor- und Nachteile.
3 Grundstück: Es werden die notwendigen Schritte beim Grundstückserwerb, die Prüfung von Bebauungsplänen, die Bedeutung von Bodenrichtwerten und das Verfahren des Grundstückskaufs erläutert.
4 Kosten- und Vorentwurfsplanung: Dieses Kapitel behandelt die Zusammensetzung der Projektgesamtkosten, diverse Kosteneinsparungsaspekte und die Erstellung eines Vorentwurfs anhand eines Mustereinfamilienhauses.
5 Ausführungsplanung: Der Fokus liegt hier auf dem Ablauf der Bauausführung im Gewerk Rohbau, einschließlich vorbereitender Maßnahmen, Erdarbeiten sowie der Errichtung von Wänden und Dämmsystemen.
6 Nutzwertanalyse: Vorstellung und Anwendung der Nutzwertanalyse als Methode zur fundierten Entscheidungsfindung bei der Auswahl von Fassadendämmstoffen.
7 Fazit: Das Fazit fasst die wichtigsten Erkenntnisse der Arbeit zusammen und gibt eine zusammenfassende Antwort auf die in der Einleitung aufgeworfene Forschungsfrage.
Bauablaufplanung, Einfamilienhaus, Kosteneinsparung, Baupartner, Grundstückswert, Rohbau, Erdarbeiten, Wandkonstruktion, Dämmsysteme, Nutzwertanalyse, Wirtschaftlichkeit, Eigenleistung, Energieeffizienz, EnEV, Massivbauweise
Die Bachelorarbeit beschäftigt sich mit der wirtschaftlichen Bauablaufplanung für die Abwicklung eines Einfamilienhauses.
Die zentralen Themen sind die Wahl des passenden Baupartners, die Kostenplanung, die Grundstückssuche sowie die technisch-wirtschaftliche Umsetzung der Rohbauarbeiten und Dämmung.
Ziel ist es zu ermitteln, wie Bauherren im Rahmen des Hausbaus den Kostenrahmen minimieren und gleichzeitig persönliche Vorstellungen bei Gestaltung und Funktion einbinden können.
Die Arbeit nutzt die Nutzwertanalyse als objektive Bewertungsmethode, um komplexe Alternativen – beispielhaft am Vergleich von Dämmstoffen – nach verschiedenen Kriterien zu gewichten.
Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung der Baupartner-Optionen, die Kostenplanung und Aspekte der Kosteneinsparung, die Grundstücksthematik sowie eine detaillierte Ausführungsplanung für den Rohbau.
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Bauablaufplanung, Wirtschaftlichkeit, Kosteneinsparung, Massivbauweise, Eigenleistung, Energieeffizienz und Nutzwertanalyse.
Die Arbeit verdeutlicht, dass die Abgabe von Verantwortung an professionelle Partner wie Architekten oder Generalunternehmen zwar zu höheren Kosten führt, aber das Risiko für Fehler und Eigenaufwand minimiert, während eine Einzelvergabe zwar theoretisch am günstigsten, aber organisatorisch am anspruchsvollsten ist.
Die Wahl des Grundstücks beeinflusst durch Baugrundverhältnisse, Erschließungskosten sowie rechtliche Anforderungen (Bebauungsplan) maßgeblich die Baukosten und kann bei unvorhergesehenen Komplikationen zu erheblichen Mehrkosten führen.
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