Diplomarbeit, 2005
138 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
1.1 Aktualität und Wichtigkeit des Themas
1.1.1 Aktuelle Situation auf dem Arbeitsmarkt
1.1.2 Möglichkeitenvielfalt und neue Trends
1.1.3 Gewicht der Bewerbungsunterlagen im Personalauswahlprozess
1.2 Problemstellung
1.2.1 Unübersichtliche Menge und widersprüchliche Ratschläge in Bewerbungsratgebern
1.2.2 Unklarheit über tatsächliche Erwartungen von Personalfachleuten und zu beachtende Kriterien
1.2.3 Mangel an Untersuchungen zum Thema Bewerbungen
1.2.4 Fehlen systematischer Überprüfung zur Richtigkeit der Empfehlungen in Bewerbungsratgebern
1.3 Ziele
1.3.1 Überprüfung der Ratschläge
1.3.2 Übereinstimmung der Empfehlungen und der Erwartungen
1.3.3 Konkrete Anhaltspunkte und Richtlinien liefern
1.4 Festlegung des Untersuchungsdesigns
1.4.1 Festlegung der Zahl und Bezeichnungen der exemplarischen Mappen
1.4.2 Auswahl der Bewerbungsratgeber
1.4.3 Basis der Versuchsmaterialerstellung: Aussagen in Bewerbungsratgebern
1.4.3.1 Anschreiben
1.4.3.2 Lebenslauf
1.4.3.3 Äußere Mappe
1.4.3.4 Foto
1.4.4 Festlegung der fiktiven Bewerbereigenschaften
1.4.5 Evaluation durch Entscheider (Personalfachleute)
1.4.6 Fragestellungen und Hypothesen
2. Methode
2.1 Versuchsplan
2.2 Unabhängige und abhängige Variablen
2.3 Stichprobe
2.4 Instruktion
2.5 Instrument
2.6 Auswertungsverfahren
3. Ergebnisse
3.1 Ergebnisse der Notenvergleiche
3.1.1 Friedman-Tests auf Overall-Signifikanz
3.1.2 Wilcoxon-Vorzeichenrangtests für Einzelvergleiche der Bewertungen
3.2 Ergebnisse der Zusatzfragen
3.2.1 Zeugnisse
3.2.2 Anruf vor einer Initiativ-Bewerbung
3.2.3 Beifügen von Zusatzelementen wie „Dritter Seite“ oder Deckblatt
3.2.4 Gewichtung der einzelnen Elemente einer Bewerbung
3.2.5 Persönliche Bevorzugung von E-Mail-Bewerbungen bzw. Bewerbungsmappen (fiktiv)
3.3 Einflüsse weiterer Variablen
3.3.1 Einfluss der Unternehmensgröße
3.3.1.1 Einfluss der Unternehmensgröße auf die Gesamtnoten
3.3.1.2 Einfluss der Unternehmensgröße auf die Gewichtung
3.3.2 Einfluss der Branche
3.3.2.1 Einfluss der Branche auf die Gesamtnoten
3.3.2.2 Einfluss der Branche auf die Gewichtung
3.3.2.2.1 Einfluss der Branche auf die Gewichtung der äußeren Form
3.3.2.2.2 Einfluss der Branche auf die Gewichtung des Anschreibens
3.3.2.2.3 Einfluss der Branche auf die Gewichtung des Elementes Lebenslauf
3.3.2.2.4 Einfluss der Branche auf die Gewichtung der Zeugnisse
3.3.2.2.5 Einfluss der Branche auf die Gewichtung des Elementes Foto
3.3.3 Einfluss des Geschlechtes
3.3.3.1 Einfluss des Geschlechtes auf die Gesamtnoten
3.3.3.2 Einfluss des Geschlechtes auf die Benotung der klassischen Bewerbung
3.3.3.3 Einfluss des Geschlechtes auf die Benotung der modernen Bewerbung
3.3.3.4 Einfluss des Geschlechtes auf die Benotung der edlen Bewerbung
3.3.3.4.1 Einfluss des Versuchspersonengeschlechtes auf die Bewertung einzelner Bewerbungselemente
3.3.3.4.2 Interaktionseffekte des Versuchspersonen- und Bewerbergeschlechtes auf die Bewertung einzelner Bewerbungselemente
3.3.3.5 Einfluss des Geschlechtes auf die Benotung der unkonventionellen Bewerbung
3.3.3.5.1 Einfluss des Versuchspersonengeschlechtes auf die Bewertung einzelner Bewerbungselemente
3.3.3.5.2 Einfluss des Bewerbergeschlechtes auf die Bewertung einzelner Bewerbungselemente
3.3.3.6 Einfluss des Geschlechtes auf die Gewichtung
3.3.4 Weitere untersuchte Einflussvariablen auf die Gesamtnoten
3.3.5 Vergleich der Gesamtnoten mit den Durchschnittsnoten
4. Diskussion
4.1 Interpretation der Ergebnisse
4.1.1 Unterschiede in der Bewertung der exemplarischen Bewerbungen
4.1.2 Vergleich der Gesamtnote mit der Durchschnittsnote einer Bewerbung
4.1.3 Gewichtung der Elemente
4.1.4 Zusatzfragen
4.1.4.1 Zeugnisse
4.1.4.2 Anruf vor einer Bewerbung
4.1.4.3 Zusatzelemente
4.1.5 Einfluss des Geschlechtes
4.1.6 Einfluss der Branche
4.1.7 Einfluss weiterer Variablen
4.1.7.1 Einfluss der Unternehmensgröße
4.1.7.2 Zusammenhänge mit weiteren untersuchten Variablen
4.2 Optimierungsmöglichkeit der Erhebungsmethode
4.3 Diskussion der Kumulierung des α-Fehlers
4.4 Einschränkung der Generalisierbarkeit
4.5 Schlussfolgerung: Praxisnähe der einzelnen Bewerbungsratgeber
4.6 Ausblick: die Bewerbung der Zukunft – E-Mail-Bewerbungen oder klassische Bewerbungsmappen?
5. Zusammenfassung
Die Arbeit untersucht systematisch, inwiefern die in gängigen Bewerbungsratgebern empfohlenen Gestaltungsmerkmale für Bewerbungsunterlagen tatsächlich den Erwartungen und Anforderungen von Personalfachleuten entsprechen. Das primäre Ziel der experimentellen Untersuchung ist es, durch die Analyse fiktiver Bewerbungsmappen, die auf unterschiedlichen Ratgeber-Empfehlungen basieren, herauszufinden, welche formalen und inhaltlichen Kriterien für Entscheider in Unternehmen bei der Vorauswahl eines Bewerbers entscheidend sind.
1.2.1 Unübersichtliche Menge und widersprüchliche Ratschläge in Bewerbungsratgebern
Eine stichprobenartige Recherche bei einem der größten Online-Versandhäuser („www.amazon.de“) ergab am 26.03.04 unter der Rubrik „Bücher > Business & Karriere > Bewerbung > allgemeine Bewerbungsratgeber“ 582 Ergebnisse. Unter dem Stichwort Bewerbung fand die Suchmaschine dieses Anbieters sogar 716 passende Artikel, was durch Treffer bei ergänzenden Themen wie Vorstellungsgespräch, Testaufgaben, englische Bewerbungen etc. zustande kam.
Für die Gestaltung von Bewerbungen gibt es also allein im deutschsprachigen Raum 582 ganz allgemeine Ratgeber. Das Problem ergibt sich aber erst daraus, dass nicht alle einschlägigen Bücher bzw. Datenträger die gleichen Hinweise enthalten; schon beim durchsehen einiger Exemplare findet man beträchtliche Unterschiede. Die Ratschläge widersprechen sich dabei zum Teil (z. B. empfehlen einige Autoren explizit Schwarz-Weiß-Fotos, andere hingegen unbedingt Farbfotos), oder es werden ergänzende und neuartige Ideen, wie eine besondere grafische Gestaltung oder Zusatzelemente wie z. B. ein Deckblatt und ein persönliches Resümee eingebracht. Nun stellt sich für den Bewerber die Frage, welchem Ratgeber er glauben soll, was die gängigen Standards sind und welche Elemente moderner gestaltet sein dürfen oder gar müssen.
1. Einleitung: Dieses Kapitel erläutert die zunehmende Unsicherheit am Arbeitsmarkt und die daraus resultierende Bedeutung professioneller Bewerbungsunterlagen, wobei die Problemstellung durch widersprüchliche Ratschläge in Bewerbungsratgebern motiviert wird.
2. Methode: Hier werden das experimentelle Untersuchungsdesign, die Stichprobenzusammensetzung der Personalfachleute sowie das gewählte Instrumentarium zur Erhebung der Daten dargelegt.
3. Ergebnisse: Dieses Kapitel präsentiert die empirischen Befunde aus den Friedman- und Wilcoxon-Tests bezüglich der verschiedenen Mappen-Varianten sowie die Analysen zu den Einflüssen von Branche, Unternehmensgröße und Geschlecht.
4. Diskussion: Hier findet die Interpretation der Ergebnisse statt, wobei die Praxisnähe der untersuchten Ratgeber sowie ein Ausblick auf die zukünftige Bedeutung verschiedener Bewerbungsmedien kritisch reflektiert werden.
Bewerbung, Bewerbungsratgeber, Personalauswahl, Bewerbungsunterlagen, Lebenslauf, Anschreiben, Bewerbungsfoto, Personalmanagement, Personalfachleute, Experimentelle Untersuchung, E-Mail-Bewerbung, Bewerbungsmappe, Brancheneinfluss, Personalauswahlprozess, Erfolgsfaktoren.
Die Diplomarbeit untersucht, wie verschiedene Gestaltungsmerkmale von Bewerbungsunterlagen (wie Mappen-Art, Foto, Lebenslauf-Gliederung) von Personalfachleuten bewertet werden und ob diese Empfehlungen aus gängigen Bewerbungsratgebern in der Praxis tatsächlich den Erwartungen der Entscheider entsprechen.
Die Schwerpunkte liegen auf der Gestaltung von Anschreiben und Lebensläufen, dem Einfluss der äußeren Form (Mappe, Foto), dem Geschlecht von Bewerbern und Entscheidern sowie dem Vergleich der Bewertung zwischen verschiedenen Branchen und Unternehmensgrößen.
Das Ziel ist eine systematische Überprüfung der Tipps aus Bewerbungsratgebern. Es soll geklärt werden, ob es einheitliche Standards gibt, welche Elemente als „erfolgreich“ gelten und inwieweit sich die Erwartungen von Unternehmen in verschiedenen Branchen unterscheiden.
Es handelt sich um eine experimentelle Querschnittsuntersuchung. Den Probanden (Personalfachleuten) wurden fiktive, aber professionell erstellte Bewerbungsmappen vorgelegt, deren Merkmale systematisch variiert wurden, um sie mittels Notenskalen objektiv bewerten zu lassen.
Der Hauptteil gliedert sich in die methodische Beschreibung des Versuchsaufbaus, die detaillierte Darstellung der empirischen Ergebnisse mittels statistischer Verfahren (Friedman-Tests, Wilcoxon-Tests, Varianzanalysen) und die anschließende Diskussion dieser Daten vor dem Hintergrund bestehender Theorien und Praxisratgeber.
Die Arbeit lässt sich vor allem über Begriffe wie Bewerbungsratgeber, Personalauswahl, Personalfachleute, Bewerbungsmanagement, experimentelle Untersuchung sowie die Bewertung von Bewerbungsunterlagen definieren.
Die Untersuchung zeigt, dass die klassische Bewerbungsmappe im direkten Vergleich mit edlen, modernen oder unkonventionellen Varianten von den meisten Personalfachleuten am besten bewertet wurde, da sie als übersichtlich, funktional und seriös wahrgenommen wird.
Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass diese Zusatzelemente von den meisten Personalfachleuten eher kritisch betrachtet werden; sie werden oft als überflüssig oder sogar störend empfunden, sofern sie keinen expliziten Mehrwert für die Bewertung der Qualifikation bieten.
Nur in vereinzelten Fällen zeigten sich geschlechtsspezifische Effekte. Es konnte kein genereller Bias festgestellt werden, der eine unterschiedliche Bewerbungsstrategie für Männer und Frauen zwingend erforderlich machen würde.
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