Diplomarbeit, 2005
54 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
1.1 Aktualität und Wichtigkeit des Themas
1.1.1 Aktuelle Situation auf dem Arbeitsmarkt
1.1.2 Möglichkeitenvielfalt und neue Trends
1.1.3 Gewicht der Bewerbungsunterlagen im Auswahlprozess
1.2 Problemstellung
1.2.1 Unübersichtliche Menge und widersprüchliche Ratschläge in Bewerbungsratgebern
1.2.2 Unklarheit über Anforderungen der Personalfachleute
1.3 Ziel
1.4 Fragestellungen
2 Experiment
2.1 Gestaltung der exemplarischen Bewerbungsmappen
2.1.1 Klassische Bewerbung
2.1.2 Moderne Bewerbung
2.1.3 Edle Bewerbung
2.1.4 Unkonventionelle Bewerbung
2.2 Ablauf der Untersuchung
3 Ergebnisse und Diskussion
3.1 Interpretation der Ergebnisse
3.1.1 Unterschiede in der Bewertung der exemplarischen Mappen
3.1.2 Gewichtung der Elemente
3.1.3 Ergebnisse der Zusatzfragen
3.1.3.1 Zeugnisse
3.1.3.2 Anruf vor einer Bewerbung
3.1.3.3 Beifügung von Deckblatt und „Dritter Seite“
3.2 Einfluss weiterer Variablen
3.2.1 Einfluss des Geschlechtes
3.2.2 Einfluss der Branche
3.2.3 Einfluss der Unternehmensgröße
3.2.4 Zusammenhänge mit weiteren Variablen
3.3 Einschränkung der Generalisierbarkeit
3.4 Schlussfolgerung: Praxisnähe der einzelnen Bewerbungsratgeber
3.5 Ausblick: die Bewerbung der Zukunft – E-Mail-Bewerbungen oder klassische Bewerbungsmappen?
Das Hauptziel dieser Arbeit besteht darin, die widersprüchlichen Ratschläge in gängigen Bewerbungsratgebern wissenschaftlich zu prüfen, indem experimentell erstellte Bewerbungsmappen von Personalfachleuten bewertet werden, um empirisch fundierte Standards für die Gestaltung schriftlicher Bewerbungsunterlagen abzuleiten.
2.1.1 Klassische Bewerbung
Bei der Durchsicht dieser Bewerbung sollte der Eindruck einer sehr sachlichen Darstellung entstehen, die auf aufwändige Gestaltung bewusst verzichtet. Sie wurde daher in einen einfachen Klemmhefter aus dunkelblauem Kunststoff mit durchsichtigem Deckblatt verpackt und enthielt nur ein Anschreiben und einen Lebenslauf auf jeweils einer Seite. Das Layout entsprach dem eines klassischen Geschäftsbriefes bzw. beim Lebenslauf einer einfachen Tabelle im Hochformat. Beim chronologisch dargestellten Lebenslauf wurde außerdem durch große Überschriften und einer deutlichen Absetzung der Zeiträume eine besonders klare Struktur hergestellt. Der Sprachstil war betont sachlich und konservativ, ohne werbende oder bewertende Inhalte. Das Anschreiben war argumentativ aufgebaut und ging daher recht detailliert auf einzelne Erfahrungen und Kompetenzen ein. Zusätzlich war im Lebenslauf neben den üblichen Angaben über Zeit und Ort eine stichpunktartige Beschreibung der jeweiligen Tätigkeiten bzw. Schwerpunkte hinzugefügt.
Das klassische Passfoto mit weißer Umrahmung wurde rechts oben auf den Lebenslauf neben die persönlichen Daten geklebt. Sowohl das zurückhaltende Lächeln des Bewerbers als auch der unauffällige blaue Hintergrund sollten zur Sachlichkeit und Unaufdringlichkeit dieser Mappe passen.
Grundlage dieser Gestaltungsvariante war hauptsächlich der Bewerbungsratgeber „Überzeugen mit Anschreiben und Lebenslauf“ der Autoren Püttjer und Schnierda (2003).
1 Einleitung: Die Arbeit begründet die hohe Relevanz von Bewerbungsunterlagen am Arbeitsmarkt und identifiziert eine Lücke durch widersprüchliche Ratschläge in der Ratgeberliteratur, die eine empirische Untersuchung erfordert.
2 Experiment: Es wurden vier unterschiedliche Bewerbungsmappen konzipiert und durch 95 Personalfachleute bewertet, um den Einfluss von Layout, Stil und weiteren Variablen systematisch zu analysieren.
3 Ergebnisse und Diskussion: Die Analyse zeigt eine klare Präferenz für die klassische Mappenvariante und die Bedeutung von Anschreiben und Lebenslauf, während andere Faktoren wie Branche oder Geschlecht eine untergeordnete Rolle spielen.
Bewerbungsunterlagen, Personalauswahl, Bewerbungsratgeber, Experiment, Lebenslauf, Anschreiben, Bewerbungsfoto, Personalfachleute, Initiativbewerbung, E-Mail-Bewerbung, Bewerbungspraxis, Personalselektion, Standardisierung, Branche, Arbeitsmarkt.
Die Arbeit untersucht, welche Gestaltungselemente bei schriftlichen Bewerbungen von Personalfachleuten bevorzugt werden und ob die Empfehlungen aus gängigen Bewerbungsratgebern in der Praxis tatsächlich zum Erfolg führen.
Im Fokus stehen die optische Gestaltung (Mappen, Layouts), der verbale Inhalt, die Gewichtung einzelner Bewerbungsteile und der Vergleich zwischen klassischen Bewerbungsmappen, modernen Ansätzen sowie E-Mail-Bewerbungen.
Das Ziel ist es, auf Basis einer systematischen, empirischen Befragung von Personalfachleuten verlässliche Standards zu identifizieren und die Frage zu beantworten, welcher Ratgeber die praxisnahesten Empfehlungen liefert.
Es wurde eine experimentelle Untersuchung durchgeführt, bei der fiktive Bewerbungsmappen mit vier verschiedenen Stilen erstellt und von 95 erfahrenen Personalfachleuten anhand eines strukturierten Fragebogens bewertet wurden.
Der Hauptteil umfasst die Konzeption der vier Testmappen, den detaillierten Ablauf der Befragung, die statistische Interpretation der Bewertungsergebnisse hinsichtlich Inhalt und Form sowie die Diskussion des Einflusses von Variablen wie Branche und Unternehmensgröße.
Die zentralen Schlagworte sind Bewerbungsunterlagen, Personalauswahl, Bewerbungsratgeber, Lebenslauf, Anschreiben, Personalfachleute und Bewerbungspraxis.
Die „edle“ Mappe wurde oft als zu „pathetisch“ empfunden und negativ mit einem „Kondolenzbrief“ oder einer „Todesanzeige“ assoziiert, was zeigt, dass aufwändiges Design nicht automatisch zu einer besseren Bewertung führt.
Ja, über 70 % der Teilnehmer befürworten einen Anruf bei Initiativbewerbungen, um die Bedarfslage zu klären, betonen jedoch, dass dieser Anruf professionell geführt werden muss, da er als erster Teil der Bewerbung wahrgenommen wird.
Die Umfrage zeigt, dass klassische Bewerbungsmappen derzeit beliebter sind. E-Mail-Bewerbungen werden teilweise als technisch problematisch oder inhaltlich weniger sorgfältig wahrgenommen, obwohl sie auch Vorteile bei Kosten und Schnelligkeit bieten.
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