Bachelorarbeit, 2019
199 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Grundlagen der Kindertagesbetreuung
2.1 Überblick
2.2 Formen der Kindertagesbetreuung
3. Kindertagespflege
3.1 Rechtliche Grundlagen der Kindertagespflege
3.2 Rechtsanspruch U3
3.3 Qualifikation als Kindertagespflege
3.4 Rollen und Aufgaben des Jugendamtes in Bezug auf die Kindertagespflege
4. Betriebswirtschaftliche Aspekte der Kindertagespflege in Wiesbaden
4.1 Arbeitsverhältnisse im Beruf der Kindertagespflege
4.2 Finanzieller Überblick zur Kindertagespflege
4.2.1 Einnahmen
4.2.2 Sozialversicherungspflicht, Ausgaben und Steuerregelungen
4.3 Perspektiven in Wiesbaden
5. Fazit und Ausblick
5.1 Zusammenfassung
5.2 Fazit
6. Literatur
7. Abbildungsverzeichnis
8. Anhang
Die Arbeit analysiert das aktuelle Geschäftsmodell der Kindertagespflege in Wiesbaden und untersucht deren Perspektiven sowie die Herausforderungen für die Beteiligten. Dabei wird kritisch hinterfragt, ob das Modell der Kindertagespflege ausreichend etabliert ist, um den wachsenden Bedarf an Betreuungsplätzen für Kinder unter drei Jahren zu decken.
1. Einleitung
Kindertagespflege, was ist das? In Hessen suchen viele Eltern eine Alternative zur institutionellen Betreuung ihrer Kinder im Alter von null bis drei Jahren und darüber hinaus. Seit dem Tagesbetreuungsausbaugesetz, das im Jahr 2005 in Kraft trat, ist die Kindertagespflege ein wichtiger Bestandteil der frühkindlichen Bildung.1 Innerhalb der vergangenen 25 Jahre haben sich die typischen Rollenbilder der Frau verändert, was auch die Betreuung der Kinder maßgeblich beeinflusste. Von der „Hausfrau und Mutter“- Rolle, die ihre Kinder betreute und parallel andere Kinder von arbeitenden Müttern, veränderte sich die Frauenrolle immer weiter. Insbesondere durch Emanzipation veränderte sich die typische Frauenrolle in eine Rolle, die immer mehr eine berufliche Tätigkeit mit Bildungsabschlüssen anstreben lässt, wodurch sich die Form der Betreuung der Kinder wandelte.2 Durch diesen gesellschaftlichen Wandel könnte die typische Frauenrolle mehr und mehr als Kindertagespflege im beruflichen Sinne gesehen werden. Dennoch gilt die Kindertagespflege noch immer nicht als Beruf, da es sich streng genommen bei der Qualifizierung nicht um eine Ausbildung, sondern eine Qualifizierung handelt. Aber durch die Professionalisierung wird es als „Beschäftigungsfeld im Aufbau“ und als „familienunterstützende gewerbmäßige Dienstleistung“ beschrieben.3
Das Angebot der Kindertagespflege ist ein durch die kommunale Jugendhilfe gestütztes und gleichgestelltes Format im Gegensatz zur Kindertagesstätte, die sich immer mehr in der Gesellschaft etabliert. Seit einigen Jahren wird mehr und mehr im Bereich der Kindertagespflege ausgebaut, um den Eltern die Möglichkeit zu bieten, Beruf und Familie besser miteinander zu verknüpfen. In der Kindertagespflege werden Kinder von Beginn an familiär, verlässlich und professionell gebildet, erzogen und betreut. Die Kindertagespflege bietet durch die wesentlich kleineren Gruppen eine individuellere Betreuung und Förderung der Kinder. Die stark emotionale und familiennahe Betreuung zeichnet die Kindertagespflege als Modell der Betreuung von Kindern außerhalb einer Institution aus. In der Stadt Wiesbaden ist die Kindertagespflege ebenso etabliert, wie in anderen Kommunen.
1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in das Thema ein, skizziert den gesellschaftlichen Wandel der Frauenrolle und begründet die Relevanz der Kindertagespflege als familiennahe Betreuungsform.
2. Grundlagen der Kindertagesbetreuung: Hier wird der historische Kontext der Tagesbetreuung sowie die gesetzliche Einordnung und die verschiedenen Betreuungsformen erläutert.
3. Kindertagespflege: Dieses Kapitel behandelt die rechtlichen Grundlagen, den Rechtsanspruch auf Betreuung sowie die Qualifikationsanforderungen an Tagespflegepersonen.
4. Betriebswirtschaftliche Aspekte der Kindertagespflege in Wiesbaden: Es werden die Arbeitsverhältnisse, die Einnahmestrukturen, soziale Sicherungsaspekte und die städtische Vergütungspraxis in Wiesbaden detailliert analysiert.
5. Fazit und Ausblick: Diese Kapitel fassen die wesentlichen Ergebnisse zusammen, ziehen ein persönliches Fazit zur Attraktivität des Modells und geben Impulse für zukünftige Entwicklungen.
Kindertagespflege, Wiesbaden, Tagesmütter, Frühkindliche Bildung, Rechtsanspruch, Kindertagesbetreuung, Qualifizierung, Betriebswirtschaft, Sozialversicherung, Jugendamt, Vereinbarkeit von Familie und Beruf, Professionalisierung, Tagespflegeperson, Kinderbrücke, Betreuungsmodell.
Die Arbeit analysiert die Kindertagespflege in Wiesbaden als Geschäftsmodell, ihre rechtlichen Grundlagen und die Perspektiven für die Zukunft, insbesondere im Hinblick auf die Attraktivität für Tagespflegepersonen.
Die Schwerpunkte liegen auf der rechtlichen Situation, der Qualifizierung von Tagespflegepersonen, der finanziellen Vergütung sowie der Rolle des Jugendamtes in Wiesbaden.
Ziel ist es zu untersuchen, wie sich das Geschäftsmodell Kindertagespflege in Wiesbaden darstellt und welche Bedingungen erfüllt sein müssen, um den Beruf attraktiver zu gestalten und den Betreuungsbedarf zu decken.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie einer empirischen Untersuchung durch Interviews mit der Führungsebene und einen Fragebogen an aktive Kindertagespflegepersonen in Wiesbaden.
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Betreuungsformen, die rechtlichen Rahmenbedingungen, die Qualifikationswege sowie eine detaillierte betriebswirtschaftliche Analyse des Wiesbadener Vergütungsmodells.
Kindertagespflege, Wiesbaden, Qualifizierung, Rechtsanspruch, Tagespflegeperson und frühkindliche Bildung sind die zentralen Begriffe.
Die Kinderbrücke ist eine spezielle Variante der Kindertagespflege, die eine Kooperation zwischen Tagesmüttern und Kindertagesstätten ermöglicht, um eine verlässliche Vertretungsregelung und fachliche Begleitung zu gewährleisten.
Die Professionalisierung ist essenziell, um das Ansehen des Berufsfeldes zu heben, die Qualität der frühkindlichen Bildung zu sichern und rechtliche Mindeststandards für die Arbeit als Kindertagespflegeperson zu garantieren.
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