Bachelorarbeit, 2017
77 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Die EZB
2.1. Rechtliche Rahmenbedingungen
2.1.1. Organe
2.1.1.1. Das Europäische System der Zentralbanken
2.1.1.2. Das Eurosystem
2.1.1.3. Das EZB-Direktorium
2.1.1.4. Der EZB-Rat
2.1.2. Abstimmungsverfahren
2.1.3. Unabhängigkeit
2.1.3.1. Politische Unabhängigkeit
2.1.3.2. Personelle Unabhängigkeit
2.1.3.3. Funktionelle Unabhängigkeit
2.1.3.4. Finanzielle Unabhängigkeit
2.2. Ziele
2.3. Das geldpolitische Instrumentarium
2.3.1. Offenmarktgeschäfte
2.3.2. Ständige Fazilitäten
2.3.3. Die Mindestreserve
3. Der Wert des Geldes
3.1. Grundlagen
3.1.1. Definitionen
3.1.1.1. Geld und Güter
3.1.1.2. Geldpolitik und Fiskalpolitik
3.1.2. Die Funktionen von Geld
3.1.2.1. Geld als Recheneinheit
3.1.2.2. Tausch- und Zahlungsmittelfunktion
3.1.2.3. Wertaufbewahrungsfunktion
3.2. Ansätze zur Bestimmung des Geldwerts
3.2.1. 2-Säulen-Strategie
3.2.2. Quantitätstheorie
3.2.3. Angebot und Nachfrage
3.3. Folgen von Veränderungen des Geldwertes
3.3.1. Folgen von Inflation
3.3.1.1. Chancen von Inflation
3.3.1.2. Risiken von Inflation
3.3.1.2.1. Distributionseffekt
3.3.1.2.2. Ressourcenfehlallokation
3.3.2. Folgen von Deflation
3.3.2.1. Risiken von Deflation
3.3.2.1.1. Zurückhaltung von Ausgaben
3.3.2.1.2. Distributionseffekt
3.3.2.2. Chancen von Deflation
3.3.3. Zwischenfazit
4. Niedrigzinspolitik
4.1. Motive
4.1.1. Finanz- und Wirtschaftskrise 2008/2009
4.1.2. Taylor-Zins und US-Geldpolitik
4.1.3. Indirekte monetäre Staatsfinanzierung
4.2. Risiken
4.2.1. Enteignung der Sparer
4.2.2. Bildung von Vermögenspreisblasen
4.3. Chancen
4.3.1. Deflationsbekämpfung
4.3.1.1. Kreditvergaben an Unternehmen
4.3.1.2. Kreditvergabe an Staaten und Privathaushalte
4.3.1.3. Empirische Belege
4.3.1.4. Zwischenfazit
4.3.2. Stärkung der Konjunktur
4.3.2.1. Setzung von Anreizen
4.3.2.2. Vermeidung von Einkommenskonzentration
4.3.3. Finanzierung von Staaten
5. Kauf von Staatsanleihen
5.1. Motive
5.1.1. Störungen im Transmissionsmechanismus
5.1.2. Europa als Währungsraum
5.2. Chancen
5.3. Risiken
5.3.1. Inflation
5.3.2. Aufblähung einer Staatsanleihen-Blase
5.3.3. Moral Hazard
6. Zusammenfassung und Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht kritisch die Chancen und Risiken der Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) vor dem Hintergrund historischer Krisenereignisse und der Einführung unkonventioneller geldpolitischer Instrumente. Die zentrale Forschungsfrage ist, wie die EZB ihre geldpolitischen Strategien, insbesondere die Niedrigzinspolitik und den Ankauf von Staatsanleihen, legitimiert und welche Auswirkungen diese auf den Geldwert sowie die Stabilität des europäischen Währungsraums haben.
3.1.1.2. Geldpolitik und Fiskalpolitik
Geldpolitik ist dazu geeignet, Inflation und Unterbeschäftigung zu verhindern. Ihr Ziel ist es, langfristig günstige Bedingungen für wirtschaftliche Aktivitäten zu gewährleisten und die Wirtschaft so mit Geld zu versorgen, dass güterwirtschaftliche Prozesse nicht gestört werden (Bartling und Luzius 2008, S.240). Für die Geldpolitik in Europa ist das Europäische System der Zentralbanken zuständig. Allein die EZB hat das Recht, die Ausgabe von Banknoten und Münzen in Europa zu genehmigen (ibid., S.234).
Im Gegensatz zu Geldpolitik, ist Fiskalpolitik ein wirtschaftspolitisches Instrument und steht Staaten zur Verfügung. Während Geldpolitik die Geldmenge steuert, wirkt sich Fiskalpolitik über die Gestaltung der Staatsausgaben und -Einnahmen auf die gesamtwirtschaftliche Güternachfrage aus. Ziel von Fiskalpolitik sind geringe Arbeitslosenquoten und niedrige Inflationsraten (Samuelson und Nordhaus 1998, S. 857).
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die aktuelle geldpolitische Lage ein und formuliert das Ziel der Arbeit, die Konsequenzen der EZB-Entscheidungen zu untersuchen.
2. Die EZB: Dieses Kapitel liefert grundlegende Hintergrundinformationen zur rechtlichen Struktur, den Organen und den geldpolitischen Instrumenten der EZB.
3. Der Wert des Geldes: Das Kapitel analysiert theoretische Ansätze der Geldwertbestimmung und bewertet die Folgen von Inflation und Deflation für die Volkswirtschaft.
4. Niedrigzinspolitik: Hier werden Motive und Auswirkungen der Niedrigzinspolitik, wie etwa die Enteignung der Sparer und die Chancen zur Deflationsbekämpfung, kritisch hinterfragt.
5. Kauf von Staatsanleihen: Dieses Kapitel behandelt die Staatsanleihen-Käufe als unkonventionelles Mittel der EZB zur Sicherung des Euro-Währungsraums und analysiert damit verbundene Risiken.
6. Zusammenfassung und Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die Wirksamkeit der EZB-Politik sowie die Gefahren durch Fehlanreize für die Mitgliedsstaaten.
Europäische Zentralbank, EZB, Geldpolitik, Niedrigzinspolitik, Inflation, Deflation, Staatsanleihen, Preisstabilität, Geldmenge, Zinsentwicklung, Transmissionsmechanismus, Moral Hazard, Eurozone, Staatsverschuldung, Fiskalpolitik
Die Arbeit analysiert die geldpolitischen Maßnahmen der EZB seit der Finanzkrise, insbesondere im Hinblick auf ihre Auswirkungen und Risiken.
Zu den zentralen Feldern gehören die Unabhängigkeit der EZB, die Steuerung des Geldwerts, die Auswirkungen der Niedrigzinspolitik und die rechtlichen sowie wirtschaftlichen Implikationen der Staatsanleihen-Käufe.
Das primäre Ziel ist es, die Chancen und Risiken wichtiger geldpolitischer Entscheidungen der Vergangenheit und Gegenwart abzuwägen und daraus mögliche Zukunftsstrategien abzuleiten.
Der Autor nutzt eine fundierte Literaturanalyse und eine Auswertung empirischer Daten sowie Grafiken, um die theoretischen Modelle (wie das IS-LM-Modell) auf die aktuelle wirtschaftliche Situation im Euroraum anzuwenden.
Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung des EZB-Systems, die theoretische Herleitung von Geldwertveränderungen und die detaillierte Bewertung der Niedrigzinspolitik sowie der Staatsanleihen-Programme.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Geldpolitik, EZB, Niedrigzinspolitik, Inflation, Deflation und Staatsanleihen maßgeblich geprägt.
Der Autor kommt zu dem Schluss, dass die EZB-Annahme, die Niedrigzinspolitik sei ein geeignetes Mittel zur Deflationsbekämpfung, empirisch und logisch kaum haltbar ist.
Der Autor sieht in der EZB-Politik die Gefahr, dass Krisenstaaten notwendige Strukturreformen aufschieben, da sie sich auf die Unterstützung durch die EZB verlassen.
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