Fachbuch, 2020
75 Seiten
1 Einleitung
2 Bargeldabschaffung im Überblick
2.1 Begriffliche Grundlagen
2.2 Funktionen des Bargeldes
2.3 Zahlungsmittel im Wandel
3 Argumente
3.1 Kontrollgewinn der Zentralbanken
3.2 Eindämmung illegaler Transaktionen
3.3 Emission von Bargeld und dessen Kosten
3.4 Bargeld als Schutz vor ungewollter Datenerhebung
3.5 Weiterführende Argumentationen
4 Fazit
Ziel der Arbeit ist es, die aktuelle Diskussion über eine Abschaffung des Bargeldes wissenschaftlich, detailliert und anschaulich darzustellen, um einen Rundumblick auf die verschiedenen Argumente zu ermöglichen, deren Plausibilität zu erörtern und mögliche Folgen einer Abschaffung aufzuzeigen.
3.1 Kontrollgewinn der Zentralbanken
In diesem Gliederungspunkt wird an die Darstellung der Handlungsweisen der Geldpolitik aus Kapitel 2.1 angeknüpft. Zu Beginn wird das aktuelle, globale geldpolitische Problem der Nullzinsgrenze der westlichen Industrienationen skizziert und erläutert, weshalb eine Aufhebung dieser Grenze eine Abschaffung des Bargeldes erfordert und für Zentralbanken und Regierungen eine Reihe von Vorteilen bieten kann.
Im Anschluss werden die Gegenpositionen und die gesellschaftlichen bzw. marktwirtschaftlichen Folgen, welche die Eliminierung der Grenze mit sich bringen kann, dargestellt.
„Lange Zeit wurde das Szenario, die Geldpolitik könne mit ihrem Zinsinstrument an die Nullzinsgrenze geraten, von vielen Experten als Kuriosum betrachtet. Im Zuge der Finanzkrise ist dies jedoch für viele Notenbanken vor dem Hintergrund einer schwachen realwirtschaftlichen Entwicklung und sehr niedriger, teils negativer Inflationsraten Realität geworden (Thiele, 2015, S. 3).“
Seit Beginn des 21. Jahrhunderts hat sich die negative Nominalzinspolitik von der anfangs nur theoretischen Möglichkeit in der praktischen Realität etabliert. Im September 2015 sinken die kurzfristigen Leitzinsen im Europäischen Wirtschaftsraum auf -0,4%, auf -0,75% in der Schweiz und in Japan auf -0,1% (vgl. Goodfriend, 2015, S. 1).
1 Einleitung: Vorstellung des Themas vor dem Hintergrund aktueller Entwicklungen, wie der Abschaffung der 500-Euro-Banknote und der Diskussion über Bargeldobergrenzen, sowie Definition des Ziels der Arbeit.
2 Bargeldabschaffung im Überblick: Erläuterung begrifflicher Grundlagen, der Funktionen des Geldes sowie eine Darstellung der historischen Entwicklung von Zahlungsmitteln.
3 Argumente: Detaillierte Auseinandersetzung mit der Pro- und Contra-Debatte, gegliedert in die Bereiche Kontrollgewinn der Zentralbanken, Eindämmung illegaler Transaktionen, Kostenbetrachtung, Datenschutz und weitere psychologische Aspekte.
4 Fazit: Zusammenfassende Darstellung der Ergebnisse, wobei betont wird, dass derzeit kein objektives Beziehen eines Standpunktes möglich ist, da die Argumente der Ökonomen widersprüchlich sind.
Bargeldabschaffung, Zentralbanken, Negativzinsen, Schattenwirtschaft, Geldpolitik, Anonymität, Datenschutz, Digitalisierung, bargeldloser Zahlungsverkehr, Nominalzinsfalle, Cyberkriminalität, Nullzinsgrenze, Konsumverhalten.
Die Arbeit befasst sich mit der aktuellen Diskussion rund um die mögliche Abschaffung des Bargeldes in modernen Industrienationen.
Zentrale Themen sind die geldpolitischen Implikationen, die Bekämpfung von Kriminalität und Schattenwirtschaft, die Kosten von Zahlungsmedien sowie Aspekte des Datenschutzes und der informationellen Selbstbestimmung.
Das Ziel ist ein wissenschaftlicher, detaillierter Rundumblick auf die Debatte, um die Plausibilität der angeführten Argumente zu prüfen und mögliche Folgen einer Abschaffung des Bargeldes aufzuzeigen.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse und der Auswertung von Studien sowie Datenmaterial renommierter Institutionen, um die verschiedenen Standpunkte der Ökonomen objektiv gegenüberzustellen.
Im Hauptteil werden vier Hauptargumente analysiert: der Kontrollgewinn der Zentralbanken (insb. bei Nullzins), die Eindämmung illegaler Aktivitäten, die Kosten der Bargeldemission sowie der Schutz vor ungewollter Datenerhebung.
Die zentralen Schlagworte sind Bargeldabschaffung, Zentralbankpolitik, Negativzinsen, Datenschutz und Schattenwirtschaft.
Die Arbeit stellt dar, dass zwar die Anonymität von Bargeld für illegale Zwecke genutzt wird, weist jedoch kritisch darauf hin, dass die Ursachen der Schattenwirtschaft nicht zwangsläufig durch die Abschaffung des Zahlungsmittels behoben werden.
Sie gilt als zentrales Argument für Befürworter der Bargeldabschaffung, da die Existenz von Bargeld die Handlungsfähigkeit der Zentralbanken begrenzt, sofern sie aggressive negative Zinsen zur Stimulierung der Konjunktur einsetzen wollen.
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