Fachbuch, 2020
92 Seiten
1 Einleitung
2 Destinationsmanagement und das Phänomen Overtourism
2.1 Abgrenzung und Lebenszyklus einer Destination
2.2 Die Touristische Nachfrage
2.3 Aufgaben und Ziele des Destinationsmanagements
2.4 Definition des Overtourism
2.5 Auswirkungen des Overtourism
2.6 Methoden zum Nachweis des Overtourism
2.7 Triebkräfte der touristische Nachfrage
2.8 Instrumente des Destinationsmanagements
2.9 Maßnahmen gegen Overtourism
3 Messung von Wirkungen der Maßnahmen gegen Overtourism
3.1 Umfragen und Kennzahlen
3.2 Regressionsanalytische Verfahren (Mehrfachregression)
3.3 Punktwertverfahren
4 Der Fall Venedig
4.1 Aktuelle Situation
4.2 Bewertung des Destinationsmanagements
5 Zusammenfassung
Die Bachelorarbeit untersucht das Phänomen Overtourism mit dem Ziel, die daraus resultierenden Herausforderungen für das Destinationsmanagement zu identifizieren und Gegenmaßnahmen am Praxisbeispiel Venedig kritisch zu evaluieren.
2.4 Definition des Overtourism
Seit dem Sommer 2017 beginnen die weltweiten Medien verstärkt den Fokus auf die negativen Aspekte vom Tourismus zu legen, wofür das neue Schlagwort „Overtourism“ (zu Deutsch „Über-Tourismus“) verwendet wird. Bisher sind nur wenige Definitionen für diesen Begriff vorhanden. Die Onlinezeitschrift „Bento“ versteht unter Overtourism eine gesteigerte Form des Massentourismus. Der Journalist Greg Dickinson hat beim Collins Dictionary eine Erläuterung eingereicht, welche Overtourism als ein Phänomen beschreibt, bei dem ein „beliebtes Reiseziel oder eine Sehenswürdigkeit auf unhaltbare Weise von Touristen überrannt wird.“ Günther Greul umschreibt in einem Artikel der Fachzeitung „Tourismuswirtschaft, Austria & International“ den Über-Tourismus als einen ausufernden Tagestourismus, der sich meist auf begrenzte Zentren konzentriert und die Infrastruktur mehr belastet, als dass er die lokale Wirtschaft bereichert.
Obwohl die aufgeführten Definitionen bereits einen hilfreichen Einblick in die Bedeutung des Wortes geben, wird der Begriff hinsichtlich seiner Auswirkungen und den daraus folgenden Kennzeichen in der Literatur nur unvollständig dargestellt. Aus diesem Grund wird für die vorliegende Bachelorarbeit eine ergänzende Definition ausgearbeitet. Dafür wird sich an den bisherigen Definitionen orientiert. Da Overtourism eine gesteigerte Form des Massentourismus ist, wird diese Form des Tourismus zunächst genauer betrachtet, sodass dessen Aspekte miteinbezogen werden können.
1 Einleitung: Die Einleitung führt in das Thema Overtourism ein, definiert die Forschungsfragen und erläutert den Aufbau der Untersuchung zur Bewältigung dieser Herausforderungen.
2 Destinationsmanagement und das Phänomen Overtourism: Dieses Kapitel definiert Destinationen und den Overtourism, analysiert dessen Auswirkungen, Ursachen sowie Triebkräfte und stellt Instrumente für das Destinationsmanagement vor.
3 Messung von Wirkungen der Maßnahmen gegen Overtourism: Das Kapitel erläutert wissenschaftliche Methoden wie Umfragen, Kennzahlen, Regression und Punktwertverfahren, um die Wirksamkeit touristischer Gegenmaßnahmen messbar zu machen.
4 Der Fall Venedig: Hier wird die aktuelle Situation Venedigs analysiert und das dortige Destinationsmanagement mittels der zuvor erarbeiteten Kriterien bewertet.
5 Zusammenfassung: Die Zusammenfassung bündelt die zentralen Erkenntnisse zu Overtourism, den Triebkräften und den Erfolgschancen des Destinationsmanagements bei der Bekämpfung negativer Tourismusfolgen.
Overtourism, Destinationsmanagement, Massentourismus, Venedig, touristische Nachfrage, Nachhaltigkeit, Lebenszyklus, DMO, Infrastruktur, Einwohner, Maßnahmen, Punktwertverfahren, Tourismuspolitik, soziale Auswirkungen, ökologische Folgen.
Die Arbeit befasst sich mit der Herausforderung des Overtourism und dessen Auswirkungen auf das Destinationsmanagement, wobei insbesondere die Situation in Venedig als Fallbeispiel dient.
Zentrale Themen sind die Definition und Abgrenzung von Overtourism, die Analyse der zugrunde liegenden Triebkräfte der touristischen Nachfrage sowie die Untersuchung von Gegenmaßnahmen und deren Messbarkeit.
Die Arbeit untersucht, welche Hürden Overtourism für das Destinationsmanagement schafft und ob die angewandten Managementstrategien am Beispiel Venedig als sinnvoll bewertet werden können.
Die Untersuchung nutzt eine Kosten-Nutzen-Analyse, die Auswertung von Fachliteratur sowie ein Punktwertverfahren zur Bewertung der Wirksamkeit von Managementmaßnahmen.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung (Definitionen, Triebkräfte, Instrumente), die Erarbeitung von Messmethoden und die praktische Anwendung dieser Kriterien auf die Destination Venedig.
Wichtige Begriffe sind Overtourism, Destinationsmanagement, Venedig, touristische Nachfrage, Nachhaltigkeit und soziale Belastungen.
Die Einwohner werden als eine der am stärksten betroffenen Gruppen betrachtet, deren Lebensqualität und Einstellung (gemessen durch den Irritationsindex) einen zentralen Indikator für die Bewertung des Overtourism darstellen.
Venedig gilt als eine der weltweit am stärksten von Overtourism betroffenen Metropolen, an der sich die komplexen Probleme und die Auswirkungen politischer Gegenmaßnahmen besonders deutlich aufzeigen lassen.
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