Masterarbeit, 2019
76 Seiten, Note: A 93,2
Medien / Kommunikation - Public Relations, Werbung, Marketing, Social Media
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung
1.3 Forschungsfragen
1.4 Methode
1.5 Aufbau
2 Theoretischer Teil
2.1 Teilen: Das neue Prinzip in der Werbung
2.1.1 eWOM und Viral Marketing
2.1.2 Motive der Teiler
2.1.3 Typisierung nach Einstellungen und Verhaltensweisen
2.2 Die neue Basis für zielgruppenorientierte Werbung
2.2.1 Das Aufspüren der Zielgruppen
2.2.2 Die Zielgruppenanalyse
2.2.3 Die Zielgruppenansprache
2.3 Die neuen Tools: Jedem das Seine
2.3.1 Wo Werbung gefunden wird
2.3.1.1 Facebook
2.3.1.2 Instagram
2.3.1.3 YouTube
2.3.2 Wo Information gesucht wird: Bewertungsplattformen
2.4 Die neuen Mitarbeiter: Externe Helfer
2.4.1 Selbstdarsteller im Dienst der Werbung
2.4.2 Influencer mit Expertenstatus
2.4.3 Produktentwickler
2.5 Die neuen Risiken
2.5.1 Empörte User und Userinnen (Shitstorms)
2.5.2 Haftung für fremde Inhalte
2.5.3 Wettbewerbsverzerrungen durch die Konkurrenz
2.6 Zwischenfazit des theoretischen Teils
3 Empirischer Teil
3.1 Methodische Einordnung
3.1.1 Erhebungsverfahren
3.1.1.1 Leitfadengestütztes Interview
3.1.1.2 Sampling
3.1.1.3 Transkription
3.1.2 Auswertung
3.1.2.1 Schrittweises Vorgehen
3.1.2.2 Grundformen qualitativer Inhaltsanalysen
3.1.2.3 Die Skalierung als Untergruppe der Strukturierung
3.2 Durchführung
3.2.1 Erhebungsverfahren
3.2.1.1 Die Forschungsfragen
3.2.1.2 Der Leitfaden
3.2.1.3 Sampling
3.2.1.4 Entstehungsgeschichte der Interviews
3.2.1.5 Theoriegeleitete Vorannahmen
3.2.2 Auswertung: Analyse gemäß der 1. Subforschungsfrage
3.2.2.1 Definition der Kategorien
3.2.2.2 Ankerbeispiele
3.2.2.3 Kodierleitfaden
3.2.2.4 Ausführung
3.2.3 Auswertung: Analyse gemäß der 2. Subforschungsfrage
3.2.3.1 Definition der Kategorien
3.2.3.2 Ankerbeispiele
3.2.3.3 Kodierleitfaden
3.2.3.4 Ausführung
3.3 Zwischenfazit des empirischen Teils
4 Gesamtfazit
5 Glossar
6 Literaturverzeichnis
Die Arbeit untersucht die Herausforderungen, die die Digitalisierung für klassische mittelständische Werbeagenturen mit sich bringt, und entwickelt neue Prinzipien für die Kundenberatung, um von reinen Designleistungen hin zur strategischen Beratung im digitalen Marketing zu gelangen.
2.4.3 Produktentwickler
Wenn User und Userinnen aufgefordert werden, ihre Kreativität für Innovationen und Problemlösungen einzubringen, liegt Crowdsourcing vor. Damit werden Aufgaben, die traditionell dem Unternehmen zukommen, an die Crowd im Internet ausgelagert (outsourced).
Die Grenze zwischen einer Marketingstrategie und echtem Ressourcenzugewinn ist dabei fließend. In jedem Fall sind positive Effekte für die Markenführung und Markenbindung aus der besonderen Kommunikation mit potenziellen Kunden und Kundinnen zu erwarten. Diese schätzen es nämlich, wenn ihnen auf Augenhöhe als Partner begegnet wird. Da ist oft schon der intrinsische Lohn für eine Beteiligung an der Aufgabenlösung motivierend. Tchibo hatte ab 2008 unter Tchibo ideas auf seiner Seite eine Plattform eingerichtet, in der die Community aufgefordert wurde, sich an der Lösung von Alltagsproblemen zu beteiligen. Zu konstruieren waren etwa der perfekte Toaster oder Schlüsselanhänger, wofür Prämien ausgesetzt wurden. Auch konnten gelungene Erzeugnisse ins Sortiment Eingang finden. Die Drogeriemarktkette dm wiederum ließ ein Duschgel von ihren Usern und Userinnen kreieren, d.h. sie über Duft, Produktnamen und Gestaltung entscheiden. Wie die Aufgabenstellung verriet, lag In beiden Fällen auf Seiten des Unternehmens kein dringender Bedarf an einer Problemlösung vor. Angesprochen konnten sich im ersten Fall einfallsreiche Hobbybastler, im anderen vor allem Frauen auf Grund ihres Geschmacksurteils fühlen.
BMW wandte sich mit der Aufforderung, Auto-App-Ideen zu entwickeln, an die Crowd von Kreativen und BMW-Fans. Eine Jury sollte unter zehn Favoriten drei Gewinner auswählen, für die ein Preisgeld ausgesetzt worden war und die neben einem Zertifikat Einladungen zum Innovationsteam von BMW bekommen sollten. Auch eine Realisierung der Ideen wurde zugesagt. Die Aufgabenstellung ist hier anspruchsvoller und die Suche nach einer Innovation scheint dem Partizipationsgedanken in der Marketingstrategie die Waage zu halten.
1 Einleitung: Beschreibt die Problemstellung für klassische Werbeagenturen durch die Digitalisierung und definiert das Ziel, neue Prinzipien für die Agentur Jenewein Flow abzuleiten.
2 Theoretischer Teil: Analysiert theoretische Grundlagen zu Themen wie eWOM, Zielgruppenanalyse, Social Media Tools, externe Mitarbeiter (User Generated Content, Influencer) und Risiken.
3 Empirischer Teil: Dokumentiert die qualitative Untersuchung mittels Experteninterviews, deren Auswertung und die Ableitung von Erkenntnissen bezüglich Wissensstand und Kundenaufgeschlossenheit.
4 Gesamtfazit: Führt die theoretischen und empirischen Ergebnisse zusammen und bewertet die Positionierung der untersuchten Werbeagenturen im digitalen Marketing.
5 Glossar: Bietet Definitionen der zentralen Fachbegriffe der Arbeit.
6 Literaturverzeichnis: Listet die verwendeten Quellen für die theoretische und empirische Fundierung auf.
Digitalisierung, Werbeagentur, Social Media Marketing, eWOM, Viral Marketing, Zielgruppenanalyse, Persona, User Generated Content, Influencer Marketing, Crowdsourcing, Shitstorm, Haftung, Markenführung, Kommunikation, Strategieentwicklung
Die Arbeit untersucht, wie klassische Werbeagenturen, die um das Jahr 2000 gegründet wurden, die Herausforderungen der Digitalisierung meistern können, um ihr Geschäftsmodell von der reinen Designleistung zur strategischen Beratung auszubauen.
Die zentralen Felder sind die Funktionsweise von Social Media Marketing, die Einbindung von externen Akteuren (Nutzer, Influencer), der Umgang mit neuen Risiken wie Haftung und Shitstorms sowie die methodische Zielgruppenarbeit.
Das Hauptziel besteht darin, die eigenen Defizite der Werbeagentur Jenewein Flow im Kontext ähnlicher Agenturen zu reflektieren und neue Prinzipien für eine erfolgreiche Marktpositionierung zu erarbeiten.
Die Autorin nutzt eine qualitative Forschungsform in Form von leitfadengestützten Experteninterviews mit sechs Vertretern aus der Werbebranche, die anschließend inhaltsanalytisch ausgewertet werden.
Der Hauptteil gliedert sich in einen umfassenden theoretischen Rahmen zu digitalen Werbewerkzeugen und Risiken sowie einen empirischen Teil, der den Wissensstand und die Kundenwahrnehmung der befragten Experten analysiert.
Wichtige Begriffe sind Digitalisierung, Social Media Marketing, eWOM, Influencer, Crowdsourcing und Markenführung.
Sie dient als Ausgangspunkt der Forschung; die Studie wurde initiiert, um für diese Agentur durch den Vergleich mit ähnlichen Unternehmen Verbesserungspotenziale aufzuzeigen.
Shitstorms stellen Negativwerbung mit oft viralem Charakter dar. Die Arbeit betont, dass das Risiko meist nicht durch die Kritik selbst, sondern durch eine falsche oder ausbleibende Reaktion des Unternehmens eskaliert.
Beim Crowdsourcing werden klassische Agenturaufgaben an die Internet-Community ausgelagert, was Unternehmen neue Perspektiven und Innovationspotenziale bietet, aber auch geänderte Kommunikationsanforderungen mit sich bringt.
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