Bachelorarbeit, 2019
38 Seiten, Note: 1.0
Diese Arbeit befasst sich mit der Analyse der sozioökonomischen Faktoren, die in der ersten Dekade des 21. Jahrhunderts zur Wahl von Mitte-links- und linkspopulistischen Regierungen in Lateinamerika führten. Sie untersucht, wie die Entwicklung der Demokratie in der Region durch die Einbindung der ehemaligen Entrechteten in politische Entscheidungsprozesse beeinflusst wurde und welche Rolle die Spannungen zwischen Elite und Volk dabei spielen.
Kapitel 1 führt in das Thema ein und beleuchtet die Entwicklung der Demokratie in Lateinamerika am Ende des 20. Jahrhunderts. Es stellt die Frage nach den Ursachen für den Aufstieg von Mitte-links- und linkspopulistischen Regierungen in der Region und skizziert den Aufbau der Arbeit.
Kapitel 2 bietet einen theoretischen Rahmen, der die folgenden Kapitel prägt. Es erläutert das Konzept der "defekten Demokratie" und ordnet politische Parteien im lateinamerikanischen politischen Spektrum ein. Zudem wird der Begriff des Linkspopulismus in einem lateinamerikanischen Kontext definiert.
Kapitel 3 befasst sich mit einem rational-choice-Ansatz, der den Konflikt zwischen der armen Mehrheit und der reichen Elite in einer Demokratie betrachtet. Es stellt das zugrundeliegende Modell vor, erklärt die Hauptvariablen und analysiert die möglichen Lösungswege für diesen Konflikt.
Kapitel 4 überprüft die Ergebnisse des Modells aus Kapitel 3 anhand von empirischen Studien. Es untersucht weitere Variablen, die einen Einfluss auf die Wahl von Mitte-links- und linkspopulistischen Regierungen haben könnten, wie etwa den Export von Rohstoffen, das Vertrauen in das politische System und Vereinbarungen mit internationalen Institutionen.
Defekte Demokratie, Linkspopulismus, Lateinamerika, Rational-choice-Ansatz, Medianwähler-Theorem, Elite, Mehrheit, sozioökonomische Determinanten, Präsidentschaftswahlen, Rohstoffexport, Vertrauen in das politische System, Internationale Institutionen.
Es handelt sich um ein politisches System, das zwar demokratische Wahlen abhält, in dem aber andere demokratische Teilregime (wie Rechtsstaatlichkeit oder Bürgerrechte) gestört oder eingeschränkt sind.
Die Arbeit nutzt den Rational-Choice-Ansatz, um zu zeigen, dass die arme Mehrheit verstärkt umverteilende Politiken forderte, um den Konflikt mit der reichen Elite zu lösen.
In einer ungleichen Gesellschaft neigt der Medianwähler (der Wähler in der Mitte der Einkommensverteilung) dazu, Parteien zu wählen, die eine stärkere Umverteilung von Reich zu Arm versprechen.
Hohe Einnahmen aus Rohstoffexporten ermöglichten es vielen linkspopulistischen Regierungen, umfangreiche Sozialprogramme zu finanzieren und so ihre Machtbasis zu sichern.
Die Arbeit differenziert zwischen gemäßigten Mitte-links-Programmen, die innerhalb bestehender Institutionen reformieren, und linkspopulistischen Ansätzen, die oft eine direktere Konfrontation mit Eliten suchen.
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