Diplomarbeit, 2005
80 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Strategisches Marketing
2.1. Strategisches Zielsystem
2.2. Strategische Marketingplanung
3. Die Conjoint-Analyse als Methode der Marktforschung
3.1. Gegenstand der Conjoint-Analyse
3.2. Formen der Conjoint-Analyse
3.2.1. Traditionelle Ansätze der Conjoint-Analyse
3.2.2. Neuere Ansätze der Conjoint-Analyse
3.3. Ablauf einer Conjoint-Analyse
3.3.1. Datenerhebung
3.3.1.1. Ermittlung der Merkmale und Merkmalsausprägungen
3.3.1.2. Bestimmung der Präferenz- und Verknüpfungsfunktion
3.3.1.3. Festlegung des Erhebungsdesigns und Konstruktion der Stimuli
3.3.1.4. Bewertung der Stimuli/Festlegung der Skalierung
3.3.1.5. Präsentationsform der Stimuli und Datenerhebungsmethode
3.3.2. Datenauswertung
3.3.2.1. Auswahl eines Schätzverfahrens
3.3.2.2. Schätzung der Teilnutzenwerte und Berechnung der Gesamtpräferenzen
3.3.2.3. Auswertung und Interpretation der Ergebnisse
3.3.3. Gütekriterien
3.3.3.1. Reliabilität
3.3.3.2. Validität
4. Ableitung von Marketingstrategien aus Conjoint-Analysen
4.1. Einsatz der Conjoint-Analyse zur Gestaltung der instrumentalstrategischen Marketingebene
4.1.1. Marktsegmentierung als Informationsgrundlage der Strategiebildung
4.1.2. Produktstrategie
4.1.2.1. Produktgestaltung
4.1.2.2. Produktstrategische Handlungsoptionen
4.1.3. Preisstrategie
4.1.3.1 Preisoptimierung
4.1.3.2. Statische und dynamische Preisstrategien
4.1.4. Kommunikationsstrategie
4.1.4.1. Implikationen für die Werbebotschaft
4.1.4.2. Gestaltung der Werbemittel
4.1.4.3. Messung der Werbewirkung
4.1.4.4. Optimierung von Verkaufsförderungsmaßnahmen
4.1.5. Distributionsstrategie
4.1.5.1. Nutzenmaximale Absatzmittler- und Absatzwegewahl
4.1.5.2. Optimale Ausgestaltung der Distributionslogistik
4.2. Marktsimulation als Entscheidungsgrundlage der Strategiebildung
4.2.1. Choice Simulator
4.2.2. Marktsimulation
4.3. Entwicklung von Marketing-Grundsatzstrategien auf Basis der Conjoint-Analyse
4.3.1. Marktfeldstrategien
4.3.1.1. Marktdurchdringungsstrategie
4.3.1.2. Marktentwicklungsstrategie
4.3.1.3. Produktentwicklungsstrategie
4.3.2. Marktstimulierungsstrategien
4.3.2.1. Präferenzstrategie
4.3.2.2. Preis-Mengen-Strategie
4.3.3. Marktparzellierungsstrategien
4.3.3.1. Massenmarktstrategie
4.3.3.2. Marktsegmentierungsstrategie
5. Resümee
Die vorliegende Arbeit untersucht, wie die Conjoint-Analyse (CA) systematisch zur Entwicklung und praktischen Umsetzung von Marketingstrategien eingesetzt werden kann. Ziel ist es, die CA nicht nur zur Lösung isolierter Fragestellungen zu nutzen, sondern sie in den übergeordneten Prozess der Strategiegenerierung einzubinden, um konkrete Handlungsoptionen für das Marketingmanagement abzuleiten.
3.1. Gegenstand der Conjoint-Analyse
Die Conjoint-Analyse (im Folgenden CA) ist ein Verfahren der dependenten multivariaten Datenanalyse, das, auf Basis von empirisch erhobenen Gesamtpräferenzurteilen bezüglich Objektalternativen (z.B. alternative reale oder hypothetische Produktkonzepte), die Teilpräferenzen für die das Objekt definierenden Objektmerkmale bzw. deren Ausprägungen als Parameter eines vorher festgelegten Präferenzmodells schätzt. Sie basiert somit auf der Hypothese, dass sich die Gesamtpräferenz für ein Objekt aus den Teilpräferenzen der einzelnen Objektmerkmale zusammensetzt.
Bei der CA handelt es sich folglich um ein dekompositionelles Verfahren der Einstellungs- und Präferenzmessung, bei dem zuerst Gesamtpräferenzurteile bezüglich des gesamten Objekts ermittelt werden, die erst später auf Basis geeigneter Methoden, wie z.B. der Ordinary Least Squares Regression oder der monotonen Varianzanalyse, in ihre Teilpräferenzen für die zu Grunde liegenden Objektmerkmale zerlegt werden (dekomponiert), um Schätzwerte bezüglich deren relativen Einflusses auf die Gesamtpräferenz zu ermitteln (s. Abb. 4).
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die zunehmende Bedeutung der Conjoint-Analyse für die Marketingwissenschaft und -praxis ein und definiert das Ziel der Arbeit, die CA systematisch in den Prozess der Strategiegenerierung einzuordnen.
2. Strategisches Marketing: Dieses Kapitel erläutert die hierarchische Struktur von Unternehmenszielen und die Rolle der strategischen Marketingplanung als Rahmen für die operative Umsetzung.
3. Die Conjoint-Analyse als Methode der Marktforschung: Dieses Kapitel definiert die CA als dekompositionelles Verfahren, stellt verschiedene methodische Formen sowie den Ablauf von der Datenerhebung bis zur Validitätsprüfung dar.
4. Ableitung von Marketingstrategien aus Conjoint-Analysen: Dieses Kapitel beschreibt den konkreten Einsatz der CA zur Gestaltung von Marketing-Mix-Instrumenten, zur Marktsimulation und zur Entwicklung von Marketing-Grundsatzstrategien.
5. Resümee: Dieses Kapitel fasst zusammen, dass die CA ein leistungsstarkes Instrument zur fundierten Strategieentscheidung ist, das über die bloße Problemidentifikation hinaus konkrete Lösungsmöglichkeiten für die Marketingplanung bietet.
Conjoint-Analyse, Strategisches Marketing, Marktsegmentierung, Produktgestaltung, Preisstrategie, Teilnutzenwerte, Gesamtpräferenz, Marktsimulation, Präferenzstruktur, Marketing-Mix, Distributionslogistik, Kaufwahrscheinlichkeit, Benefitsegmentierung, Preis-Mengen-Strategie, Kundennutzen
Die Arbeit befasst sich mit der systematischen Nutzung der Conjoint-Analyse zur Entwicklung und praktischen Umsetzung fundierter Marketingstrategien in einem Unternehmen.
Zu den zentralen Feldern gehören die methodischen Grundlagen der CA, die strategische Marketingplanung, die Gestaltung des Marketing-Mix sowie die Entwicklung von Grundsatzstrategien zur Marktbearbeitung.
Das Ziel ist die Einbettung der CA in den Gesamtprozess der Strategiegenerierung, um den Nutzen der CA für die Ableitung konkreter, operativ umsetzbarer Marketingentscheidungen aufzuzeigen.
Im Zentrum steht die Conjoint-Analyse (CA) als dekompositionelles Verfahren der Einstellungs- und Präferenzmessung, ergänzt um verschiedene Schätzverfahren und Marktsimulationsmodelle.
Der Hauptteil behandelt die methodische Darstellung der CA, die quantitative Erkenntnisgenerierung für die Instrumentenebenen (Produkt, Preis, Kommunikation, Distribution) sowie die Entwicklung von Marktfeld- und Marktstimulierungsstrategien.
Wichtige Begriffe sind Conjoint-Analyse, Strategisches Marketing, Teilnutzenwerte, Marktsegmentierung, Preis-Absatz-Funktion und Marktsimulation.
Die CA ermöglicht die Identifikation jener Produkteigenschaften, die den höchsten Nutzenbeitrag leisten, wodurch Overengineering vermieden und die Kundenpräferenzen exakt getroffen werden können.
Durch die Bewertung alternativer Produktbündel als Stimuli in der CA kann ein Unternehmen optimale Bündelkonfigurationen und Preise bestimmen, um die Kundenrentabilität zu maximieren.
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