Magisterarbeit, 2018
95 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
2 Die Geschichte der modernen Ganztagschule
2.1 Traditionelle und moderne Ganztagsschule
2.2 Modelle der Ganztagsschule in der frühen Reformpädagogik
2.2.1. Das „Halbinternat“ nach Ernst Kapff
2.2.2 Die „Waldschule“
2.3 Ganztagsschulmodelle zur Weimarer Zeit
2.4 Schule zur Zeit des Nationalsozialismus
2.5 Die moderne Ganztagsschule in der Bundesrepublik
2.5.1 1945-1955: Die Bestrebungen um eine moderne Ganztagsschule
2.5.2 1955-1965: Die Phase der Realisierung
2.5.3 1965-1975: Die Weiterentwicklungen der Ganztagschule
2.5.4 Ab 1975: Die Weiterentwicklungen der Ganztagsschule
2.6 Die PISA-Studie aus dem Jahr 2000
3 Ganztägige Konzeption in Schulen der Sekundarstufe 1
3.1 Grundlegende Vorgaben und Voraussetzungen an eine Ganztagsschule
3.2 Ganztagsschule in der Sekundarstufe 1
3.2.1 Organisationsformen
3.2.2 Übungsaufgaben und Fördermaßnahmen
3.2.3 Freizeitgestaltung und Freizeiterziehung
3.2.4 Verbindung von Unterricht und Freizeit
3.2.5 Raum- und Flächenangebot / Sachausstattung
3.3 Formen von Schulen mit ganztägiger Konzeption der Sekundarstufe 1
3.3.1 Sekundarstufenschule und Hort
3.3.2 Sekundarstufenschule mit offener Betreuungsmöglichkeit
3.3.3 Sekundarstufenschule als „erweiterte" Halbtagsschule
3.3.4 Sekundarstufenschule als Tagesheimschule
3.3.5 Sekundarstufenschule als „offene“ Ganztagsschule
3.3.6 Sekundarstufenschule als „gebundene“ Ganztagsschule
3.3.7 Teilgebundene Ganztagschule
3.4 Unterscheidung offene und gebundene Form von Ganztagsschulen
4 Formen ganztägig arbeitender Schule in Hessen
4.1 Schulen mit Ganztagsangeboten gemäß Profil 1 und Profil 2
4.2. Ganztagsschulen gemäß Profil 3
5 Richtlinien für ganztägig arbeitende Schulen in Hessen
5.1 Betreuungsangebote und ganztägige Angebote
5.2 Merkmale von ganztägig arbeitenden Schulen
5.2.1 Qualitätsrahmen für die Profile ganztägig arbeitender Schulen
6 Ganztagschulen im Raum Frankfurt (Profil 3)
7 IGS Herder
7.1 IGS Herder als Ganztagsschule
7.2 IGS Herder als Teamschule
7.3 Angebote
7.3.1 Mittagessen
7.3.2 Offener Anfang/ Mittagspausenangebote
7.4 Kooperationen
7.4.1 Zusammenarbeit mit Kulturpartnern
7.4.1.1 English Theatre
7.4.1.2 Theaterhaus
7.4.1.3 Filmmuseum
7.4.1.4 Weltkulturenmuseum
7.4.2 Zusammenarbeit mit Institutionen
7.4.2.1 Gewaltpräventionstrainings mit der Polizei
8 Friedrich-Ebert-Schule
8.1 Die Friedrich-Ebert-Schule als Ganztagsschule
8.1.1 Tschai und Clubraum
8.1.2 Die Betreuung
8.1.3 Mittagsfreizeiten
8.1.4 Arbeitsgemeinschaften
8.1.5 Mittagessen
8.2. Angebote
8.2.1 Intensivklassen
8.2.1.1 Wochenstunden
8.2.1.2 Methoden und Beurteilung
8.2.1.3 Regelklassen und Übergangsmöglichkeiten
8.2.2 Jugendhilfe
8.2.3 Schulbibliothek
9 Vergleich
9.1 Auswertung des Vergleichs
10 Schlussbetrachtung
Die vorliegende Arbeit untersucht die Struktur und das außerunterrichtliche Angebot von Ganztagsschulen der Sekundarstufe I im Raum Frankfurt, um aufzuzeigen, wie unterschiedliche Konzepte (insbesondere Profil 3) zur Rhythmisierung des Schulalltags und zur Förderung der Schülerinnen und Schüler beitragen.
2.2.1. Das „Halbinternat“ nach Ernst Kapff
Ernst Kapff liefert ein Beispiel für eine Konzeption einer Ganztagsschule in Form einer Tagesschule. Laut Kapff ist eine Internatsschule keine geeignete Alternative. Ein Internat ist für ihn eine einseitige Einrichtung, in der Rousseaus Kultur und Zivilisation gelebt wird.
Dort kommen die Jugendlichen in Berührung mit Rousseaus schädigenden Einflüssen und müssten dort in Abgeschiedenheit leben.
Des Weiteren würde das Internat zu wenig Raum bieten für eine ordentliche Familienerziehung. Auch ist ein Internatsbesuch mit hohen Kosten verbunden.
Eine Alternative zu den Internatsschulen ist nach Ernst Kapff das „Halbinternat“. Dieses „Halbinternat“ beinhaltet alle Vorteile einer Internatsschule ohne dass die oben genannten Mängel mit einbezogen werden. Ein „Halbinternat“ ist für Ernst Kapff eine Tageseinrichtung in naturnaher Umgebung. Jedoch bietet dieses „Halbinternat“ die Nähe zum Elternhaus. Des Weiteren können so die Jugendlichen weiter am kulturellen Leben teilnehmen, ohne abgeschieden zu sein.
Das „Halbinternat“ sieht jedoch keine Übernachtungen vor. Die Jugendlichen haben zwei Tagen frei. Das Konzept enthält neben dem Unterricht ein Mittagessen, eine Hausaufgabenbetreuung sowie bei Bedarf Förderunterricht, ein abwechslungsreiches Schulleben sowie intensive Elternarbeit.
Das Konzept von Ernst Kapff orientiert sich an den englischen „School Societies“. Sein Konzept wurde jedoch nicht umgesetzt.
1 Einleitung: Diese Einleitung beschreibt den Ausbau der Ganztagsangebote in Hessen und erläutert die Motivation der Autorin, die Rhythmisierung des Schulalltags zu untersuchen.
2 Die Geschichte der modernen Ganztagschule: Dieses Kapitel liefert einen geschichtlichen Überblick über die Entwicklung der Ganztagsschule von der Reformpädagogik bis zur PISA-Studie.
3 Ganztägige Konzeption in Schulen der Sekundarstufe 1: Hier werden die organisatorischen Vorgaben und pädagogischen Anforderungen an Ganztagsschulen sowie verschiedene Organisationsformen detailliert dargelegt.
4 Formen ganztägig arbeitender Schule in Hessen: Dieses Kapitel erläutert die verschiedenen Profile (1 bis 3) für ganztägig arbeitende Schulen im Bundesland Hessen.
5 Richtlinien für ganztägig arbeitende Schulen in Hessen: Die rechtlichen Rahmenbedingungen und Qualitätsanforderungen an die personelle, räumliche und sächliche Ausstattung werden hier definiert.
6 Ganztagschulen im Raum Frankfurt (Profil 3): Dieses Kapitel bietet eine Übersicht über die Schulen im Raum Frankfurt, die nach dem Profil 3 arbeiten.
7 IGS Herder: Detaillierte Fallstudie zur IGS Herder, ihrer Struktur als Teamschule, dem Ganztagskonzept und den vielfältigen Kooperationspartnern.
8 Friedrich-Ebert-Schule: Detaillierte Fallstudie zur Friedrich-Ebert-Schule mit Fokus auf Intensivklassen, Jugendhilfe und der Schulbibliothek.
9 Vergleich: Ein tabellarischer und inhaltlicher Vergleich der vier untersuchten Gesamtschulen hinsichtlich ihrer Angebote und Arbeitsweisen.
10 Schlussbetrachtung: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet den Ausbau sowie das Potenzial für weitere Verbesserungen der Ganztagsangebote.
Ganztagsschule, Hessen, Rhythmisierung, Sekundarstufe I, Profil 3, Integrierte Gesamtschule, Schulentwicklung, Außerunterrichtliche Angebote, Kooperation, Jugendhilfe, Mittagessen, Lernzeit, Binnendifferenzierung, Schulkultur, Frankfurt am Main.
Die Arbeit analysiert das Konzept der Ganztagsschule, insbesondere in der Form des "Profils 3" in Hessen, und vergleicht das Angebot an vier ausgewählten integrierten Gesamtschulen in Frankfurt am Main.
Die Schwerpunkte liegen auf der historischen Genese von Ganztagsschulen, den gesetzlichen Richtlinien in Hessen, den Anforderungen an die Rhythmisierung des Schulalltags sowie der praktischen Umsetzung an konkreten Schulen.
Ziel ist es, die außerunterrichtlichen Angebote der untersuchten Schulen zu vergleichen, um Gemeinsamkeiten und Unterschiede in der Umsetzung von Ganztagskonzepten sowie deren Auswirkungen auf den Schulalltag aufzuzeigen.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturrecherche zur theoretischen Fundierung sowie einer deskriptiven Analyse und einem tabellarischen Vergleich von vier ausgewählten Schulen auf Basis offizieller Schuldaten.
Im Hauptteil werden zunächst die theoretischen Grundlagen und Profile erläutert, gefolgt von einer detaillierten Vorstellung der IGS Herder und der Friedrich-Ebert-Schule sowie einem Vergleich mit weiteren Schulen.
Wichtige Begriffe sind Ganztagsschule, Rhythmisierung, Sekundarstufe I, Schulentwicklung, Kooperation und außerschulische Angebote.
Im Gegensatz zu den Profilen 1 und 2, die sich auf Ganztagsangebote beziehen, regelt das Profil 3 die gesamte Schule als Ganztagsschule mit einer Verpflichtung zur Betreuung und zum Unterricht an fünf Tagen in der Woche.
Die Rhythmisierung ist ein zentrales Qualitätsmerkmal; sie beschreibt den periodischen Wechsel von Unterricht und Freizeit, um den Schulalltag für Lernende und Lehrende zu entspannen und effektiver zu gestalten.
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