Bachelorarbeit, 2019
91 Seiten
1. Einleitung
2. Sharing Economy
2.1. Definition
2.2. Erfolgsfaktoren der Sharing Economy
2.3. Forschungsstand
2.4. Sharing Economy in Deutschland
2.5. Variablen der Analyse
2.5.1 Plattformtyp
2.5.2. Nutzungsform
2.5.3 Geschäftsansatz
2.5.4 Art des geteilten Gutes
2.5.5 Reichweite
2.5.6 Ursprung
2.5.7 Ressourcenschonungsgedanke
3. Methodik
4. Ergebnisse
4.1 Gesamtüberblick
4.2 Einblick in die einzelnen Wirtschaftssektoren
5. Diskussion
6. Fazit
Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, die vielfältigen Ausprägungen und Formen von Sharing-Angeboten innerhalb der deutschen Wirtschaftssektoren zu erfassen und deren Beitrag zur Ressourcenschonung zu untersuchen. Anhand einer qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring wird dabei die Forschungsfrage beantwortet, wie sich verschiedene Geschäftsmodelle der Sharing Economy systematisch in Bezug auf ihre Ausprägungen und ihr Potenzial zur Ressourcenschonung einordnen lassen.
2.1. Definition
In der aktuellen Fachliteratur existiert, wie auch durch eine der Vordenkerinnen der Sharing Economy, Rachel Botsman, konstatiert, keine einheitliche Definition für die Sharing Economy (Botsman, URL 2, 2013). Daher werden im Folgenden die Ansichten verschiedener Autoren dargestellt, die den Begriff der Sharing Economy geprägt haben:
Als Vordenker der Sharing Economy gilt der US-Amerikanische Soziologe und Ökonom Jermey Rifkin. Er prognostizierte schon 2007 einen Umbruch in der Gesellschaft, in welchem der Zugang zu Ressourcen und nicht der Besitz dieser zählt. Netzwerke lösen hierbei laut ihm traditionelle Märkte ab. Vermietungen bzw. der befristete Gebrauch des Eigentums gegen verschiedene Formen der Kompensation treten an die Stelle der Übertragung von jenem (Rifkin, 2007).
Bedeutend geprägt wurde der Begriff der Sharing Economy auch von Rachel Botsman mit ihrem Buch „What’s mine is yours“ aus dem Jahre 2010. Sie definiert die Sharing Economy als ein Teilen unausgelasteter Ressourcen, wie Gegenstände, Räume und Fertigkeiten, gegen monetäre oder nicht monetäre Kompensation. Botsman versucht zudem die begriffliche Verwirrung, welche mit der Sharing Economy einhergeht, in ihrem 2013 erschienen Beitrag auf Fast Company zu lösen (URL 2). Hier differenziert sie die verschiedenen Begrifflichkeiten „Peer Economy“, „Collaborative Consumption“ und „Collaborative Economy“ welche oft als Synonyme zur Sharing Economy benutzt werden.
1. Einleitung: Die Einleitung führt in die historische Entwicklung des Teilens ein, hebt die Bedeutung moderner Internettechnologien für die heutige Sharing Economy hervor und definiert den Untersuchungsrahmen der Arbeit.
2. Sharing Economy: Dieses Kapitel liefert eine theoretische Fundierung durch Definitionen verschiedener Autoren, beleuchtet zentrale Erfolgsfaktoren wie Vertrauen und digitale Technologien und definiert die für die Analyse verwendeten Variablen.
3. Methodik: Es wird der methodische Ansatz der qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring dargelegt, inklusive der Erstellung eines Kodierleitfadens für die systematische Untersuchung der Unternehmenswebsites.
4. Ergebnisse: Die Ergebnisse der Untersuchung werden präsentiert, wobei sowohl ein Gesamtüberblick als auch detaillierte Einblicke in ausgewählte Wirtschaftssektoren gegeben werden.
5. Diskussion: Die Analyseergebnisse werden kritisch reflektiert, Hypothesen validiert oder widerlegt und allgemeine Phänomene sowie Hemmnisse der Sharing Economy im B2B-Bereich erörtert.
6. Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse der Arbeit zusammen und gibt einen Ausblick auf mögliche zukünftige Forschungsansätze zur Integration der Sharing Economy in weitere Sektoren.
Sharing Economy, Collaborative Consumption, Peer-to-Peer, Ressourcenschonung, Geschäftsmodelle, Digitalisierung, Plattformökonomie, Nachhaltigkeit, Nutzungsintensivierung, Besitz, Zugang, Internet der Dinge, Wirtschaftssektoren, Wertewandel, Innovationspotenzial.
Die Arbeit untersucht die verschiedenen Erscheinungsformen und Geschäftsmodelle der Sharing Economy in den deutschen Wirtschaftssektoren und analysiert deren Beitrag zur Ressourcenschonung.
Im Fokus stehen die Systematisierung der Sharing-Economy-Akteure, die Untersuchung von Nutzungsformen (z.B. Teilen, Tauschen) und die Bewertung, wie effektiv diese Modelle Ressourcen durch Nutzungsverlängerung oder Nutzungsintensivierung schonen.
Ziel ist es, ein umfassendes Verständnis darüber zu gewinnen, in welchen Formen die Sharing Economy in verschiedenen Branchen bereits existiert und wie diese spezifischen Geschäftsmodelle zur Schonung von Ressourcen beitragen.
Die Autorin nutzt die qualitative Inhaltsanalyse nach Mayring. Hierbei wurden Websites, Impressen und AGBs von Unternehmen systematisch anhand eines deduktiv und induktiv entwickelten Kodierleitfadens untersucht.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Begriffs- und Erfolgsfaktorenanalyse, die methodische Vorgehensweise sowie die Präsentation der Ergebnisse für verschiedene Wirtschaftssektoren wie das Baugewerbe, den Handel oder die Landwirtschaft.
Begriffe wie "Nutzen statt Besitzen", Collaborative Consumption, P2P-Modelle, Ressourceneffizienz und digitale Vermittlungsplattformen sind für das Verständnis der Arbeit zentral.
Die Arbeit stellt fest, dass P2P-Verbindungen dominieren, während B2B-Verbindungen seltener sind, da Unternehmen hier oft als Konkurrenten agieren und Hürden bei der gemeinsamen Nutzung von Investitionsgütern bestehen.
Die Autorin sieht großes Potenzial für die Sharing Economy im produzierenden Sektor, prognostiziert jedoch, dass die Etablierung neuer digitaler Schnittstellen und ein Wandel in der Unternehmenskultur für eine stärkere B2B-Verbreitung notwendig sind.
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