Bachelorarbeit, 2019
43 Seiten, Note: 2.0
1. Einleitung
2. Grundlagen
3. Libor vor der Reform
3.1 Berechnungsweise
3.2 Stärken
3.3 Schwächen
4. Libor nach der Reform
4.1 Berechnung des Libors
4.2 Stärken
4.3 Schwächen
5. Aussicht
6. Sonia
7. Kennzahlenvergleich
7.1 Methodik
7.2 Libor ohne Transaktionsdaten vs. Libor mit Wasserfallmethode
7.2.1 Über Nacht Libor
7.2.2 3-Monats Libor mit und ohne Transaktionsdaten
7.3 Neuer Libor vs. Sonia
8. Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht die Entwicklung und Reform des Libor-Zinssatzes, analysiert dessen Schwächen im Hinblick auf Manipulationsanfälligkeit und bewertet die Wirksamkeit der regulatorischen Anpassungen sowie alternativer Benchmarks wie Sonia anhand des Kriteriums der Volatilität.
3.3 Schwächen
Durch die Untersuchungen von Wheatley konnten drei fundamentale Schwächen ausgemacht werden. 35
1. Die öffentlich-rechtlichen Strukturen waren zu unabhängig von den Panelbanken und deren industrieller Organisation.
2. Mangelnde Kontrolle der Panelbanken und da eine ausreichende Übersicht der Regulatoren nicht vorhanden war.
3. Mangelnde Transparenz und Rechenschaftspflichten der öffentlichen Strukturen. 36
Weiterhin zeigen die Manipulationen, die in der Vergangenheit durchgeführt werden konnten, dass die Berechnungsweise zu subjektiv und unnachvollziehbar war. Dies lässt sich daran erkennen, dass die Panelbanken ihre Einschätzung nicht begründen oder nachweisen mussten. Eine verlässliche Dokumentation wurde nicht verlangt. Dadurch konnten eigene industrielle Interessen in eine eigentlich unabhängig und objektive gedachte Benchmark einfließen. 37
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Entwicklung des Libors von einer Banken-Unterstützung zu einer systemrelevanten, manipulierten Benchmark ein und umreißt die Zielsetzung der Arbeit.
2. Grundlagen: Hier wird der historische Kontext des Libors, seine Verknüpfung mit dem Londoner Markt für Forwardgeschäfte und seine Bedeutung für Finanzinstrumente dargelegt.
3. Libor vor der Reform: Dieses Kapitel beschreibt die ursprüngliche, unregulierte Berechnungsweise auf Basis hypothetischer Schätzungen und die damit verbundenen strukturellen Schwächen.
4. Libor nach der Reform: Die Arbeit erläutert hier die regulatorischen Maßnahmen, den neuen Code of Conduct und die Einführung der sogenannten Wasserfallmethode nach der FCA-Regulierung.
5. Aussicht: Dieses Kapitel gibt einen Ausblick auf potenzielle Benchmark-Alternativen wie Sofr oder Saron, die sich derzeit in der Entwicklung befinden.
6. Sonia: Hier wird die Benchmark Sonia als Beispiel für ein transparentes, transaktionsbasiertes System detailliert dargestellt und analysiert.
7. Kennzahlenvergleich: Dieser Abschnitt vergleicht die Volatilität des alten und neuen Libors sowie des Libors mit Sonia basierend auf einem datengestützten Vergleich.
8. Fazit: Die Arbeit schließt mit einer kritischen Beurteilung der Libor-Reform und bewertet die Eignung historischer vs. impliziter Benchmarks im aktuellen Marktumfeld.
Libor, Zins-Benchmark, Finanzmarkt, Manipulation, Reform, FCA, Wasserfallmethode, Transaktionsdaten, Sonia, Volatilität, Zinskurve, Interbankenmarkt, Referenzzins, Finanzinstrumente, Regulierung
Die Arbeit behandelt die Reform des Libor-Zinssatzes, die durch massive Marktmanipulationen notwendig wurde, und prüft, ob die durchgeführten Anpassungen die Qualität und Verlässlichkeit des Referenzzinssatzes verbessern konnten.
Zentrale Themen sind die historische Manipulationsanfälligkeit des alten Libors, die Einführung der regulatorischen Wasserfallmethode sowie der Vergleich mit transaktionsbasierten Alternativen wie Sonia.
Das Ziel ist zu analysieren, ob die durchgeführten Reformen die Schwächen des Libors eliminieren konnten und wie sich diese auf die Volatilität der Benchmarks im Vergleich zu neuen Systemen auswirken.
Die Arbeit nutzt eine komparative Analyse, bei der historische Daten des Libors vor und nach der Umstellung sowie Vergleiche mit der Benchmark Sonia mittels statistischer Volatilitätsbetrachtungen ausgewertet werden.
Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung des Libors vor und nach der Reform, die methodische Analyse der Volatilität mittels Wasserfallmethode und den Vergleich mit Sonia.
Die wichtigsten Begriffe sind Libor, Zins-Benchmark, Reform, Volatilität, Wasserfallmethode, Transaktionsdaten, Sonia und Marktmanipulation.
Sonia dient als direktes Vergleichsbeispiel, da sie nicht auf Bankenschätzungen basiert, sondern eine stärkere, transaktionsbasierte Überarbeitung darstellt, die von der Bank of England verwaltet wird.
Der Autor kommt zu dem Schluss, dass die Reform zwar Lücken im Bereich der Dokumentation und Transparenz geschlossen hat, der Libor aber aufgrund systemischer Probleme und schwindender Liquidität im Interbankenmarkt mittelfristig keine zukunftsfähige Benchmark mehr darstellt.
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