Masterarbeit, 2019
57 Seiten
1. Einleitung
2. Geschichte der vedischen Mathematik
3. Üblicherweise verwendete und vedische Rechenwege
3.1 Geschichte des Einmaleins durch die Jahrhunderte
3.1.1 Darstellungen aus dem 5. Jahrhundert
3.1.2 Darstellungen aus dem 10. Und 11. Jahrhundert
3.1.3 Darstellung aus dem 12. Jahrhundert
3.1.4 Darstellungen aus dem 15. und 16. Jahrhundert
3.1.5 Darstellung aus dem 19. Jahrhundert
3.1.6 Heutige Möglichkeiten der Vermittlung des Einmaleins
3.1.7 Fehlerstrategien beim Anwenden des Einmaleins
3.2 Fingereinmaleins („vedische“ Methode)
3.3 (Allgemeine) Erklärung der schriftlichen Subtraktion
3.3.1 Vermittlung der Subtraktion in der Untersuchungsgruppe
3.3.2 Systematische und typische Fehlerstrategien
3.4 „Vedische“ schriftliche Subtraktion
4. Fragestellung/Hypothese
5. Untersuchung
5.1. Untersuchung in der Schule
5.1.1 Die Planung der Durchführung
5.1.2 Der Untersuchungsablauf
5.2 Auswertung der Ergebnisse
5.2.1 Ergebnisse zum kleine Einmaleins bis 10
5.2.2 Ergebnisse zum großen Einmaleins bis 15
5.2.3 Ergebnisse zur Subtraktion von 10 oder 100 Euro
5.2.4 Ergebnisse zur Subtraktion von beliebigen Zahlen
5.3 Diskussion der Ergebnisse
5.3.1 Zuverlässigkeit der Ergebnisse und allgemeine Schwierigkeiten
5.3.2 Vorteile und Nachteile der Multiplikationsverfahren
5.3.3 Vorteile und Nachteile der Subtraktionsverfahren
5.3.4 Anderweitige Erkenntnisse und erkennbare Fehlerstrategien
6. Fazit
Ziel der Arbeit ist es, die Verwendbarkeit vedischer Rechenmethoden am Beispiel des Einmaleins und der schriftlichen Subtraktion in einer Grundschulklasse zu testen und deren Vor- und Nachteile im Vergleich zu traditionellen Rechenwegen zu evaluieren.
3.2 Fingereinmaleins („vedische“ Methode)
Eine weitere, aber ganz andere Methode das Einmaleins zu erlernen, stammt – wie bereits erwähnt - aus Indien und wird auch als Fingerabakus bezeichnet.
Das Einmalseins mit den Fingern zu berechnen, ist in Deutschland keine sehr bekannte Methode. Dabei gibt es verschiedene Ansätze, dies zu tun. Eine davon wurde Ende des 16. und im frühen 17. Jahrhundert vom persischen Schriftsteller Beha Ad-Din Al'Amuli beschrieben. Eine weitere entstammt der indischen Kultur und wurde – wie bereits dargestellt - von Bharati Krsna Tirthaji entwickelt. Auch der französische Mathematiker Nicolas Chuquet, der in seinem Buch Triparty en la science des Nombres auf diese Art der Multiplikation von Zahlen eingeht, benennt diese Methode.41
Das besondere an diesen „Finger-Methoden“ ist, dass sie einen Spezialfall von Fermats letztem Satz behandeln. Dabei kann die Berechnung der Multiplikation von Zahlen zwischen 5 und 10, 11 bis 15, 16 bis 20, usw. erleichtert werden. Hierzu werden den einzelnen Fingern und dem Daumen die Zahlen von 5 (kleiner Finger) bis 10 (Daumen) zugeordnet. Dies ist auf der im Anhang befindlichen Abbildung gezeigt, mit der es den Kindern auch im Rahmen der Untersuchung in der Schule verdeutlicht wurde.
1. Einleitung: Vorstellung des Begriffs der vedischen Mathematik und Formulierung der Forschungsfrage hinsichtlich ihrer Anwendbarkeit in der Grundschule.
2. Geschichte der vedischen Mathematik: Skizzierung des geschichtlichen Werdegangs der vedischen Mathematik, deren Entdeckung für Europa durch Kenneth Williams und die Rolle von Bharati Krsna Tirthaji.
3. Üblicherweise verwendete und vedische Rechenwege: Detaillierte Darstellung der geschichtlichen Einmaleins-Entwicklung, klassischer Rechenwege sowie der vedischen Finger- und Subtraktionsmethoden inklusive Fehleranalysen.
4. Fragestellung/Hypothese: Konkretisierung der Forschungsfrage zum Einsatz vedischer Verfahren im Vergleich zu traditionellen Methoden.
5. Untersuchung: Detaillierte Planung, Durchführung und Auswertung der empirischen Studie in einer Grundschulklasse, inklusive einer Diskussion der Ergebnisse.
6. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Untersuchungsergebnisse und Ausblick auf die Eignung vedischer Mathematik im schulischen Kontext.
Vedische Mathematik, Einmaleins, Fingerabakus, Schriftliche Subtraktion, Grundschule, Rechenstrategien, Fehleranalyse, Mathematische Didaktik, Multiplikation, Lernmotivation, Stellenwertsystem, Empirische Untersuchung, Sutren, Kopfrechnen, Ergänzen.
Die Arbeit untersucht die Anwendbarkeit vedischer Rechenmethoden im Vergleich zu den in deutschen Grundschulen üblichen Verfahren bei der Multiplikation und Subtraktion.
Zentrale Themen sind die Geschichte der vedischen Mathematik, die historische Entwicklung der Einmaleins-Darstellung sowie die empirische Erprobung und Auswertung vedischer Methoden im Grundschulunterricht.
Das Ziel ist es, zu ermitteln, ob vedische Rechenverfahren eine sinnvolle Alternative oder Ergänzung im Grundschulunterricht darstellen und welche Vorteile oder Nachteile sich daraus ergeben.
Es wurde ein empirischer Ansatz gewählt, bei dem vedische Methoden in einer Grundschulklasse eingeführt, in Tests angewendet und die Ergebnisse sowie Fehlerstrategien der Schüler anschließend analysiert wurden.
Der Hauptteil umfasst sowohl die theoretische Aufarbeitung der Rechenmethoden (Fingerabakus, vedische Subtraktion) als auch die detaillierte Darstellung und Auswertung der durchgeführten Schulstudie.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie vedische Mathematik, Einmaleins, Fehleranalyse, Grundschuldidaktik und Rechenstrategien charakterisiert.
Sie nutzt die Finger als taktiles Hilfsmittel zur Berechnung von Multiplikationen, was besonders für Schüler hilfreich sein kann, die bei der klassischen Kopfrechenmethode unsicher sind.
Die Zweischrittigkeit des vedischen Subtraktionsverfahrens und die notwendige Anwendung spezieller Regeln (Sutren) erwiesen sich für manche Schüler als fehleranfällig im Vergleich zum gewohnten, einheitlichen Standardverfahren.
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