Bachelorarbeit, 2014
55 Seiten, Note: 1,7
1. Einführung
2. Begriffsdefinition und Bedeutsamkeit von Märchen
2.1 Tiefenpsychologische Aspekte im Märchen
2.2 Charakteristika von Märchen
2.3 Vom pädagogischen Wert eines Märchens
3. Symbolik in Märchen
3.1 Begriffsklärung Symbol
3.2 Märchenfiguren
3.3 Die Bedeutung von Lieblings- und Angstmärchen
4. Das Märchen Rotkäppchen im tiefenpsychologischen Kontext
4.1 Allgemeine Analyse und Interpretation von Rotkäppchen
4.2 Märchenarbeit in der Therapie exemplarisch dargestellt
5. Methodische Vorgehensweise
5.1 Märchen vorlesen
5.2 Das Märchenspiel
5.3 Gruppenarbeit
6. Das Märchenalter
6.1 Elementarbereich
6.2 Grundschulalter und Adoleszenz
6.3 Märchen für Erwachsene
7. Zusammenfassung
8. Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht die heilende Wirkung von Märchen in der therapeutischen Arbeit mit Kindern und Jugendlichen unter tiefenpsychologischen Gesichtspunkten. Das zentrale Ziel ist es, zu verstehen, wie die in Märchen enthaltene Symbolik kindliche Problemstellungen widerspiegeln kann und welche Prozesse durch die Auseinandersetzung mit Märchenfiguren und -motiven angestoßen werden, um heilsame Entwicklungen zu fördern.
4.2 Märchenarbeit in der Therapie exemplarisch dargestellt
Die Märchentherapie ist aus der Jungschen Analytischen Psychologie entstanden. Hierbei geht es um das vorlesen und besprechen der Märchen (vgl.: Wenniger, 2001, S. 16; zit. n. Salber, 1987). Märchen sind Realitätsfern und eignen sich für eine distanzierte Sichtweise auf die eigene Problematik.
Therapeutisch wichtig sind die richtige Auswahl der Märchen und die kognitive Vorbereitung auf diese Form der psychagogischen Behandlung. (Wenniger, 2001, S. 16; zit. n. Salber, 1987).
Verena Kast (1993) beschreibt in ihrem Buch eine Therapiesequenz als Fallbeispiel für die Arbeit mit Märchen. Die Patientin macht im Rahmen ihrer Ausbildung eine Analyse bei dieser Autorin. Anlass für die Arbeit am Märchen gibt eine Traumsequenz der Patientin.
Ich träume von Wölfen, denen man zu essen geben muß [sic!]. Ich erwache. Gedanke (evtl. noch im Traum): Ich bin allein unterwegs. (Kast, 1993, S. 16).
Diese Traumsequenz greift Kast (1993) auf, indem sie ohne weitere Assoziationen zu sammeln, die Patientin darauf hinweist, sich mit Rotkäppchen zu beschäftigen (vgl.: Kast, 1993, s. 16). Dieses Märchen ist, wie sich herausstellt, ein sehr wichtiges Märchen in der Kindheit der Patientin, „[...] vom Weg Abgehen [...]“ hat die Patientin damals wie heute am meisten an diesem Märchen fasziniert (Kast, 1993, S. 16). Kast (1993) beschreibt den Einfall von Ihr, sich mit Rotkäppchen zu beschäftigen als eine „[...] syntone[...] Gegenübertragung [...]“ (Kast, 1993, S. 16). Sie beschreibt dies mit der spontanen Eingebung diese Symbole mit der gegenwärtigen unbewußten Situation der Patientin in den therapeutischen Prozess einzubringen (Kast, 1993, S. 16f.).
1. Einführung: Die Autorin beschreibt ihre persönliche Motivation und das Interesse an der heilsamen Kraft von Märchen sowie die Forschungsfrage der Arbeit.
2. Begriffsdefinition und Bedeutsamkeit von Märchen: Es wird die tiefenpsychologische Bedeutung von Märchen erörtert, ihre pädagogische Relevanz beleuchtet und die Funktion als Projektionsfläche für psychische Inhalte geklärt.
3. Symbolik in Märchen: Dieses Kapitel erläutert die Symbolsprache in Märchen, die Funktion von Märchenfiguren und warum Lieblings- und Angstmärchen für die psychische Entwicklung bedeutsam sind.
4. Das Märchen Rotkäppchen im tiefenpsychologischen Kontext: Anhand einer detaillierten Analyse von Rotkäppchen werden therapeutische Anwendungsmöglichkeiten und die Bedeutung von Reifungsprozessen exemplarisch dargestellt.
5. Methodische Vorgehensweise: Hier werden konkrete Methoden wie das Vorlesen, das Märchenspiel und die Gruppenarbeit vorgestellt, um Märchen therapeutisch nutzbar zu machen.
6. Das Märchenalter: Die Eignung von Märchen wird für verschiedene Lebensphasen, vom Elementarbereich über das Schulalter bis hin zum Erwachsenenalter, differenziert betrachtet.
7. Zusammenfassung: Die zentralen Erkenntnisse über die heilende Wirkung der Arbeit mit Märchen und die Bedeutung der Symbolik für die Psyche werden zusammengeführt.
8. Ausblick: Der abschließende Abschnitt reflektiert die dauerhafte Relevanz von Märchen als Ausdruck menschlicher Ur-Erfahrungen und deren Rolle in der therapeutischen Begleitung.
Märchen, Tiefenpsychologie, Symbolik, Kindertherapie, Rotkäppchen, Unbewusstes, Identifikation, Reifungsprozess, Pädagogik, Märchenarbeit, Symbolsprache, Angst, Heilung, Fallbeispiel, Entwicklung.
Die Arbeit untersucht die tiefenpsychologische Bedeutung und die heilende Wirkung, die Märchen in der therapeutischen Arbeit mit Kindern und Jugendlichen entfalten können.
Die Schwerpunkte liegen auf der Analyse von Märchensymbolik, dem pädagogischen Nutzen von Märchen sowie verschiedenen therapeutischen Methoden, um Märchen als Medium für psychische Reifungsprozesse einzusetzen.
Ziel ist es zu ergründen, wie Märchen als Symbolsprache kindliche Ängste und unbewusste Lebensproblematiken aufgreifen und durch Identifikationsmöglichkeiten sowie distanzierte Auseinandersetzung heilsame Prozesse in Gang setzen können.
Die Arbeit basiert auf einer deskriptiven theoretischen Untersuchung, die Literatur zu tiefenpsychologischen Ansätzen (insbesondere nach C.G. Jung und Bruno Bettelheim) nutzt und durch ein therapeutisches Fallbeispiel illustriert wird.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung der Symbolik, eine detaillierte tiefenpsychologische Interpretation des Märchens "Rotkäppchen", die Vorstellung therapeutischer Methoden und eine altersdifferenzierte Betrachtung der Märchenarbeit.
Die zentralen Begriffe sind Märchen, Tiefenpsychologie, Symbolik, Heilung, Identifikation, unbewusste Prozesse, kindliche Entwicklung und therapeutische Intervention.
Rotkäppchen dient als zentrales Fallbeispiel, an dem die komplexe Mutter-Kind-Bindung, Ablösungsprozesse und die Auseinandersetzung mit der eigenen Sexualität und Aggressivität tiefenpsychologisch interpretiert werden.
Während einfaches Vorlesen bereits positive Effekte hat, zielt die therapeutische Märchenarbeit zusätzlich auf das aktive Bearbeiten und Interpretieren von Märchenmotiven ab, um einen bewussten Zugang zu unbewussten Lebensthemen des Patienten zu ermöglichen.
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