Masterarbeit, 2019
218 Seiten, Note: 1,1
1 Einleitung
1.1 Hinführung zum Thema
1.2 Einordnung des Themas in die Sport-Betriebswirtschaftslehre
1.3 Relevanz des Themas
1.4 Aufbau der Arbeit und Vorgehensweise
1.5 Zielsetzung der Arbeit
2 Theoretische Grundlagen und Basiswissen
2.1 Geschäftsmodelle
2.2 Das Geschäftsmodell eines professionellen Fußballvereins
2.3 Innovation und Lean Innovation
2.4 Digitalisierung
2.5 Trendforschung Sport 2.0
2.6 Organisationsstrukturen von Unternehmen
2.6.1 Definition und Ziele einer Organisation
2.6.2 Horizontale Ausrichtung einer Organisation
2.6.3 Vertikale Ausrichtung einer Organisation
2.7 Das Business Model Canvas und die Customer Jobs Canvas
2.8 Fallbeispiel: Die VfL Wolfsburg-Fußball GmbH
3 Betrachtung einzelner Beispiele innovativer Business-Units und Kooperationen
3.1 Startup-Programme
3.1.1 Der HYPE-Accelerator beim 1. FC Köln
3.1.2 Das MMI SportsTech bei Eintracht Frankfurt
3.1.3 Weitere Beispiele für Startup-Programme
3.1.4 Startup-Programme aus Sicht der Startups
3.2 Die Liga als Inkubator – Das Programm „DFL for Equity“
3.3 Die Digital Lab & Media GmbH des FC Bayern München
3.4 Weitere Beispiele für innovative Kooperationen
3.4.1 SG Wattenscheid 09 und Haalo Technology GmbH
3.4.2 Hannover 96 und Global Interlacing
3.4.3 DKB Handball-Bundesliga und KINEXON Sports & Media GmbH
3.4.4 Rhein-Neckar Löwen und MediaApes GmbH
3.5 Ableitungen erfolgreicher Umsetzungen innovativer Ideen
4 Einführung einer innovativen Business-Unit beim VfL Wolfsburg
4.1 Ausgangssituation
4.1.1 Struktur des VfL Wolfsburg
4.1.2 Stakeholder des VfL Wolfsburg
4.1.3 Markenbild des VfL Wolfsburg
4.2 Wunschperspektive
4.3 Benötigte Ressourcen bei Einführung einer innovativen Business-Unit
4.3.1 Personal und Führung
4.3.2 Finanzen
4.3.3 Unternehmenskultur
4.4 Synergieeffekte zu Konzernmutter Volkswagen
4.5 Bewertung und Zusammenfassung
5 Fazit und Ausblick
Ziel der Arbeit ist es, zu untersuchen, wie professionelle Sportvereine durch innovative Business-Units und Kooperationen auf Megatrends wie Digitalisierung und Globalisierung reagieren können, um neue Erlösquellen zu erschließen und ihre Zukunftsfähigkeit zu sichern.
2.1 Geschäftsmodelle
Ausgehend von der logischen Überlegung, dass Geschäftsabläufe in Unternehmen höchst komplex sind und ein intuitives Erfassen der Zusammenhänge in einem Unternehmen erschweren, nutzt man (Geschäfts)Modelle, um die Abläufe abstrakt und vereinfacht darzustellen.
Weis definiert ein Geschäftsmodell als „eine ganzheitliche Beschreibung, mit wem, womit und wie das Unternehmen Einkommen erzielen (...) will.“ Weiter wird aufgeführt, dass ein Geschäftsmodell stets aus den drei Elementen „Nutzenversprechen für Kunden und Geschäftspartner“, „Beschreibung der Architektur der Wertschöpfung“ und einer „Beschreibung des Ertragsmodells“ bestehe, wobei das Nutzenversprechen oder auch „value proposition“ der zentrale Bestandteil sei. Dieses Nutzenversprechen kann sowohl an Kunden gerichtet sein, um die Fragestellung zu klären, welchen Nutzen das Unternehmen für die Kunden erzeuge und mit welchen Leistungen Nutzen geschaffen werde, als auch direkt an mögliche Geschäftspartner des Unternehmens. Bei der Betrachtung im Hinblick auf das Nutzenversprechen für die Geschäftspartner soll geklärt werden, welche Vorteile es biete, eine Kooperation oder Partnerschaft mit dem Unternehmen einzugehen.
Gassmann unterteilt die Bestandteile eines Geschäftsmodells in die zentralen Aspekte Wer? Was? Wie? und des Wertes. So müsse sich ein Geschäftsmodell stets mit den Fragestellungen auseinandersetzen, wer die Zielgruppen des Unternehmens seien, welche Produkte oder Dienstleistungen für das Nutzenversprechen an den Zielkunden stehen, wie das Unternehmen die internen Prozesse und die Wertschöpfungskette konfiguriere und koordiniere und welchen Wert das Unternehmen anhand der Kosten und Erlöse mit dem Geschäftsmodell erzielen könne.
1 Einleitung: Dieses Kapitel erläutert die wachsende wirtschaftliche Bedeutung von Profifußballvereinen und die Notwendigkeit, sich durch Digitalisierung und innovative Geschäftsmodelle als Wirtschaftsunternehmen neu aufzustellen.
2 Theoretische Grundlagen und Basiswissen: Hier werden theoretische Konzepte wie Geschäftsmodelle, Innovation, Digitalisierung und Organisationsstrukturen definiert, die das Fundament für die weitere Analyse bilden.
3 Betrachtung einzelner Beispiele innovativer Business-Units und Kooperationen: Das Kapitel analysiert verschiedene Praxisbeispiele von Accelerator-Programmen und Kooperationen, um Erfolgsfaktoren und Risiken zu identifizieren.
4 Einführung einer innovativen Business-Unit beim VfL Wolfsburg: Der Fokus liegt auf der praktischen Anwendung der zuvor erarbeiteten Erkenntnisse auf den VfL Wolfsburg, unter Berücksichtigung interner Strukturen und Synergien mit der Konzernmutter.
5 Fazit und Ausblick: Dieses Kapitel fasst die zentralen Erkenntnisse der Arbeit zusammen und wagt einen Ausblick auf die zukünftige Entwicklung von Sportvereinen im Kontext der Digitalisierung.
Sportbusiness, Digitalisierung, Geschäftsmodelle, Innovation, VfL Wolfsburg, Startup-Programme, Accelerator, Kooperationen, Organisationsstrukturen, Fan-Engagement, Sport 2.0, Business Model Canvas, Customer Jobs Canvas, Strategie, Transformation
Die Arbeit untersucht, wie professionelle Sportvereine auf die Megatrends Digitalisierung und Globalisierung reagieren können, indem sie innovative Geschäftsmodelle, wie etwa Business-Units oder Startup-Kooperationen, in ihre Organisationsstrukturen integrieren.
Die zentralen Felder umfassen Geschäftsmodelle im Sport, Innovationsmanagement (Lean Innovation), Digitalisierung, Trendforschung (Sport 2.0) sowie die Analyse von Organisationsstrukturen von Proficlubs.
Das Hauptziel ist die Erarbeitung eines Leitfadens, der professionellen Sportvereinen dabei hilft, ihre digitale Stellung zu verbessern, Geschäftsprozesse zu optimieren und sich durch neue Geschäftsfelder unabhängiger vom sportlichen Erfolg aufzustellen.
Es wird eine umfassende Sekundärforschung durchgeführt, ergänzt durch eine qualitative Interviewforschung mit Experten aus dem Sportmanagement, um praxisnahe Einblicke zu gewinnen.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung, die Analyse von Fallbeispielen (wie 1. FC Köln, Eintracht Frankfurt, DFL, FC Bayern München) und die spezifische Anwendung dieser Erkenntnisse auf den VfL Wolfsburg.
Schlüsselbegriffe sind Digitalisierung, Sportbusiness, Business Model Canvas, Innovation, Startup-Kooperationen und organisatorische Transformation.
Aufgrund seines Markenbildes, das sich explizit als „innovativ“ definiert, und seiner engen Verbindung zur Konzernmutter Volkswagen bietet der VfL Wolfsburg eine einzigartige Grundlage für die Untersuchung einer innovativen Ausrichtung innerhalb eines Fußballvereins.
Die DFL wird als strategischer Vorreiter untersucht, insbesondere durch ihr Programm „DFL for Equity“, welches einen systemischen Ansatz zur Beteiligung an innovativen Unternehmen verfolgt.
Die Konzernzugehörigkeit bietet finanzielle Stabilität und enorme Synergiepotenziale, bringt aber auch spezifische Herausforderungen mit sich, die eine präzise strategische Definition der Rolle des Vereins innerhalb des Konzerns erfordern.
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